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Chronisch zyklischer Zynus
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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 164
In üppigen Kaskaden poltert Geist; treppauf, treppab;
aus der Serie der Spontanen.
Euphorisierte Katzen setzen Zeichen der Zufriedenheit,
schön spazierend und verstrickt in Wollen,
woraus man so verwöhnt hervorgeht wie Metaphern
von gewohnt bis ungewöhnlicht.
Ach woher kommt bloß das blinde Staunen?
Über dies gerät und das man in Verwunderung
im Labyrinth der Phänomene.
Wo summt das Vakuum der variablen Musen?
Selbst Eulenmenschen müssen
mit gebleckten Zungen und mit geleckten Zähnen
die Weiten aller Kontinente abversuchen.
Wofür?
29/09/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 165
Wer in seltenen Graden nun rotiert
vermag sich umgestalten
natürlich ist man nicht vertiert
inmitten der Natur Gewalten
Ein leises Sirren zeigt es an
man muß mit aller Vorsicht gehn
so kann man dann und kann man wann
ein Wunderwerk an Dasein sehn
Wir haben alle unsern Lauf
der Sonne zugewandt zu finden
und nimmt man Ungemach in Kauf
kann man sich an die Erde binden
29/09/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 166
Dem Himbeerdrops sei Dank
in meinem Schrank herrscht keine
Leere
Die Kraft der Schwere legt mich
lahm
(M)ein Lama ist (k)ein Pferd
Der Kuchen steht im Herd
Wir haben Zeit zur Fütterung
der Raumtiere
Und Strohhut, Himmel, Ohr und Auge
Der Mantel lebt
mit Huhn in Blau
in Seifenlauge und mit Schliere
Der Kaffee ist noch nicht gesüßt,
bis jetzt!
01/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 167
Im Durchsetzungsakt gegen das Chancenlos
löst der Schlüssel mit der Nummer Dreizehn,
der solches in Erfahrung bringt,
die festen Knoten aus ertrunkenen Gemütern.
Ein Wink aus den Wahrscheinlichkeiten könnte reichen.
Chronisch zyklischer Zynus
Das Spiel einer kleinen Fliege
hat sein eigenes Gewicht.
Mars gedämpft zu Mond und Uranus
in brausem Schweigen.
Chronisch zyklischer Zynus
Universell ist Eisenfetischismus,
als klaustrophobisch angebrachte Zulage,
wo ganze Wälder davon auf- und untertauchen,
von Ketten streben und verbiegen.
Es war einmal im Glanz der Sonne,
Venus, hellauf leuchtend (oder begeistert).
Man sollte Rauchzeichenwolken lesen können!
01/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 168
Das Rad am Wagen hat den Stellenwert
des Rads am Wagen.
Nicht zu viel und nicht zu wenig.
Gerade mal genug, um sich weiter
weiter zu bewegen,
so einfach einfach, wie die unschuldigen Elfen
und unberechenbar wie jeder lustige Joker.
Und meistens Sonntags
Zoologisch betrachtet,
reißt es uns nichts vom Hocker,
trägt man den Elefanten im Kopf
und oder auf der Schulter.
Die guten alten Gewohnheiten.
Man sollte sie vielleicht
nicht einfach so irgendwo hin ablegen.
Mit dem goldenen Schnitt gewinnen sie alle.
Ei, irrationale Handlungen,
es macht so derart Lust darauf.
Der bunte Vogel kommt und kommt
jedoch nicht aus den Federn.
03/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 169
Was doch ein komisches Gefühl
unter den Füßen nie in die Frage stellt,
ist die Gier nach feinem Staub,
am liebsten nach den feinsten Stäubchen.
Darin ist doch Aller Hand verborgen.
Finger, gerechter Finger,
rechtfertigt ihr hypernervöses Treiben
die Stille hinter den ominösen Taten.
Dann haben sie die Stimulanzien also erfolgreich getestet.
Dann richten sie alles gleich, ganz anders an.
Dann stöhnt die Luft von blassen Farben,
gräßlich in ihrer Souveränität.
Indiskretion ist alles was Verrat ausmacht
und die unglaubliche Stille dahinter.
Unter den fraglosen Augen,
Spuren lebendiger Ringe.
06/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 170
Um den Mechanismus zu begreifen,
wegen dem das Plündern so modern ist,
muß man sich das Blut einmal
gehörig in die Nase steigen lassen.
Elektronische Blitze hageln,
sobald Geist aus dem Chaos von Ziffern und Zahlen entweicht
und es funkt so lobotomisch
im Stil von launischen Perioden.
Kaum ist eine Hecke voller Starren
aus der frostsichren Versenkung verschwunden,
hörst du es von Innen klingeln,
wie dürres Laub in voller Blüte.
Ein Lied für die moralisch einwandfreie Oberlippe
zieht den schiefen Kragen in die Derbe.
Jeder allgengemeinen Bresche bleibt behilflich
ein langer Blick in die euphorisch angelegte Zukunft.
Rotirdener Faden,
mit sporadischer Bravour gemeistert.
08/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 171
Absolut unwiderstehlich ist die zerebrale Leere
und stets zu empfehlen,
auch wenn viele sie erst nicht bemerken!
Und meistens ist sie ja am Kopf
und nicht im Ohr zu haben.
So manche Gesellschaft verarmt sich ganz von selbst,
kann sich sicherlich und höchstwahrscheinlich
beim Picknick auf dem Nashornrücken damit auseinandersetzen,
wild aber würzig und kann sich tausend
noch so schöne Lieder singen.
Schlußendlich läßt sich nicht das Nashorn rücken,
stoisch dreht es seine Runden,
in den weiteren Teilen der unbewohnten Ebene,
nur um sich mitzuteilen und kontraproduktiv zu reagieren.
Denn wer will schon gern gehäutet sein?
Frieden aber, Frieden geht nur durch den Magen.
12/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 172
Eine perfekte Landung,
die jeder Vogel für sich so hinlegt.
Gelernt ist gelernt!
Angeboren ist angeboren!
Kein Schild kann es aufhalten,
kein zynisches Gelächter,
keine Sexbombe in weißen Federn,
wie jede gewöhnliche Eule das weiß.
Platz genug auf allen Stangen,
die gegen alle Strömung schwimmen,
hat es ja.
Stangen, die aus Granit sein könnten.
Stangen, die von den Gewässern der Zeit
ausgewaschen, brüchig in den Seilen hängen.
Stangen aus dünner Luft,
von denen keine Gefahr zu drohen scheint.
Brodelnde Lava in perfekter Harmonie
mit der Umgebung
verstreut sich turbulenter als Mikado
in der Landschaft
Ein perfekter Platz zum Landen
für jeden noch so abgewrackten Vogel.
12/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 173
Die Kreise der bewußt
wahrnehmend lebenden Menschen,
die man so häufig in den Zirklen findet,
zirkulieren prächtig.
Was davon sich etablieren wird, was für eine Weile vielleicht völlig unmöglich gewesen sein kann, strömt durch ein Gerät mit Batterien und Magneten. Ich stelle mir das schrecklich vor,
Personen in Betracht zu ziehen.
Ich käme mir da vor wie ein obsoleter Cyborg.
Wenn das Herz sich keine vernünftige Form
der Äußerung mehr selbst kreieren kann,
dann setzt Zynismus ein,
der mir einen widersprüchlichen Gedanken entlockte.
Die nächste Kreuzung steht im Wege
und das ist ständig so,
die Ruhe im Leben prekär zu bestreifen
Alle Nachrichten verbreiten sich in Windeseile!
12/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 174
Famoser Haufen Kunst,
am Straßenrand von Unbekannt verteilt,
zu Gunsten der sozialen Schichten,
welche stets das Mistgeschick ereilt.
Der Mist, die Trümmer und der Haufen
sind offiziell geschickt, so weit vorhanden,
und keines Wegs gesandt, mitnichten,
es gibt sie nirgendwo zu kaufen.
Die Kunst famos am Straßenrand zu liegen,
im kalten, grauen Dunst der Stadt,
ist leicht erlernbar, schnell zu kriegen.
Weil sie Dich lieben, leidest Du,
bald voller Gnaden, Schranken los!
Geh leiser, bahn Dir Deinen Plastikschuh!
Was man nicht hat, ist nicht vorhanden!
12/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 175
Zunächst gab es viel Überhebens um die Melodien der Zukunft
und ganze Schwärme von subtil entwischenden Erscheinungen
kreisten gierig pausenlos auf frischer Tat gedrungen ab
und zu harmselig wie erhabens leicht darüber noch hinweg.
Jedermann behält sich gerne seine eigenen Geleise
für den sehnsuchtsvoll erwartet langen Atemzug.
Es geht ja voran, angeblich um den Bruchteil eines Echos.
Eine einzelne Entscheidung ist je Joch,
ist schwieriger zu treffen als ein Medium.
Was ist von der Wärme des Sommers noch übrig geblieben?
Kein Skrupel, kein Zweifel, schäumend natürlich,
zwischen denen man sich dann entscheiden muß!
Uns wäre schon geholfen, wenn wir nicht
von der vermaledeiten Gischt getroffen würden.
Es gibt jedoch soviele tolle Ausnahmen.
Nun ja, mal sehen!
14/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 176
Den Hafer frißt das brave Pferd annähernd ohne Umschweife.
Das Grün der Sümpfe wird von den Fröschen nicht mißachtet.
An ihren Temperamenten könnten sie zerschellen,
die widerspenstigen Kanaillen aus dem Schildpatt.
Ein Wesen, dessen innerer Konfliktstoff ganze Kissen füllt
mit ausgefransten Federn, rebelliert gekonnt dagegen an.
Den Haferschleim verzehrt das ausgefuchste kleine Kind,
unsicher noch auf seinen beiden Beinen.
Die wilden Gänse ziehen bald nach Süden.
15/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 177
Die Ohnmacht in den Wirbeln der Veränderung
beschäftigt diese frisch geschlüpfte Fliege bis aufs Blut.
Der zerstörerische Eifisch, hinter seiner Komplexität
verbirgt sich verblüffend primitive Einfachheit,
sein Kopf ist voller Beulen, sein Herz voll zarter Bitterkeit,
ein Hort spektakulärer Bilder, sie an die Wand zu hängen.
Ein tollpatschiges Fratzenschwein im größeren Format sagt: "Fliege!"
Die unverschämte Macht macht weiter ohne Zögern bis aufs Blut.
16/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 178
Anregend wie die Wucht auf einer seifig langen Leine
präsentierte sich das alte Wiedergespenst so als gewaschen.
Mit Höchstgeschwindigkeit ging es in die nächstgelegene Sackgasse,
erschrak vor lauteerigem Entsetzen im Reflex der eintönigen Spiegel
und vor eingepferchter Sinnlichkeit im monopolen Häkeldeckchen.
Da stößt es wie verflixt human, perfekt und an die Naht an,
wie an den höchst verrauchten Schlot dann.
Und das Phantom der weißen Nachtigall umkreist
die schöne Stadt Berlin auf seinem schnöden Zahnrad,
wo das marode Maul dem brennt,
der dauernd gegen ölig glatte Mauern rennt,
mit dem dazugehörig blöden Blick
auf die vermehrt rostbürstig kratzenden Spiritpalmen.
Wie immer!
19/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 179
Der blaue Geist eines Schriftstückes aus Gift
wollte partout mal ein Ungeheuer backen.
Um es unbedingt in Samt und Seide zu packen
hat er aber ziemlich viel Zeit schaben müssen.
Also zückte er den sporadischen Stift.
Und er beschrieb sich ein Bein
und weinte ins Kissen.
Nachher tat er dann so, als tät er es küssen,
wie ein müde gewordenes Schwein.
Das hatte ihn um ein Haar noch gebissen,
es sollte wohl der Gattungs Gedanke sein.
Das nun klügere Ungetüm gab aber nach
und übersprang diese schreckliche Hürde.
Es umflog flugs jene schwierige Sphäre,
als ob ihm sonst nichts leichter mehr wäre.
Dann setzt es sich hin und es sprach:
"Wenn es nur nicht so weh tuhen würde,
so unsagbar beschreiblich und so total
verrückt zu sein!"
20/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 180
Vom Spiegel hinterrücks erwischt zu werden,
kann so schmerzhaft sein.
Blendender Kopfschmuck.
Die letzte Sonne des Lebens reflektiert sich
einmalig in den Fenstern gegenüber.
Bitte nicht weinen!
Völlig neu liegt die Welt vor den Füßen derer,
die sich darin mitbewegen.
Dynamik.
Ergreifend ist der Zauber welker Blätter,
die zufrieden einschlafen
in den dichten Nebeln der Pseudo.
Ihr hilfloses Strampeln im Treibsand.
Subtile Bedrohung.
Das Ziel unverzüglich verfehlender Pfeil,
der Freiheiten Mumie,
stürmischer Sog der Entrüstung.
Die Lüge.
20/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 181
Es hat nicht viel gefehlt, um es perfekt zu machen.
Ein Quentchen Brise nur und eine winzige kleine Spur.
Gefesselter Narr, der du bist dort am Ende, Mensch!
Der Hunger, welcher das Hirn dir zernagt hat, obsiegt.
Dein durstiges Herz ertrinkt dir in blutleeren Wogen.
Das Pneuma des Irrsinns durchwühlt deine Eingeweide.
Das wenige Nichts, wovon noch etwas übrig geblieben ist.
Und alles das, wird augenblicklich vollkommen verzehrt.
Ein Quentchen Prise nur und eine winzige kleine Spur.
Gefesselter Narr, der du bist dort am Ende, Mensch?
Es hat nicht viel gefehlt, um es perfekt zu machen.
21/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 182
Das grausame Spiel dieser schlafenden Schönheit
kostet jede Menge Leben gegen diese Uhr
im dicken Apfel unterhalb der Eskapaden,
wo die Schatten der Vergangenheit
schon längst verblaßt sind.
Da sie die zarten Flügel ihrer Fröhlichkeit entfaltet,
vermischen sich auf allen Ebenen Gezeiten
zu etwas altbekanntem Neuem.
Schon möglich, daß es auch möglich sein wird,
mit ausgesprochen witzigen Passagen
die derben Klippen der Unmöglichkeiten zu umgehen.
Wer kann diesem tollen Knaller schon den Weg
in eine tatsächlich realistischere Vorstellung verstellen?
Es ist einfach, famos, wie jeder einprägsame Mensch
einen sanften Eindruck in den Sümpfen hinterläßt.
Die wohltuende Wirkung von Abstand
wird daraus schon irgendwie noch erwachsen!
22/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 183
Ein Atmen der Konturen läßt die Umrisse verschwimmen.
Welch ein titanischer Krach in den Gründen der Utopen.
Weder die flüchtigen Essenzen, noch die erstarrten Körper
des Eises kommen zur Ruhe.
Den unermeßlichen Werten der eklatanten Windböen zum Trotz.
Ein Getöse von sehr kurzer Dauer
schiebt sich langsam und träge voran.
Auch der Stillstand im Fluß ist ein Fluß im Fluß.
Der Wind hat gedreht.
Zum Schrammen gewordener Skarabäus.
Signaturen der Leidenschaft fallen aus den mechanischen Rollen.
Dem Brummen einer Fliege im Ohr sei Dank.
Wir haben kein Ziel außer Tüten zu leeren.
Oder wie es nicht heißt:
Visionen aus der Fülle der Erinnerungen.
23/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 184
Zum erstenmal erscheint hier ein Vampir im Hof
mit einem Anflug von Lust auf seiner Nasenspitze,
minimal mordsfröhlich und außerdem
mit ordentlichem Nihilismus zu erleben.
Am allermeisten bedauern die Wenigsten nicht,
die Unmengen Summen, welche verloren gehen,
wenn sie zu den makaberen Schnäppchen fliegen.
Dem Tod sichernden Instinkt können sie folgen.
Ihr Verhalten gleicht dem einer falschen Schlange
und einer perversen, sadistischen Drecksau,
die sich mit triefenden Lefzen
in der flatternden Augenwischerei verfängt.
Die Schlange aber rauscht mit ihren pfiffigen Manövern
in die infamen Knebeln.
Die Sau jedoch taucht ab in den Grotesken,
die sich gleichermaßen vehement dagegen wehren.
Sie sind schon aus purer Gewohnheit dagegen gespalten.
Wen allerdings zwei günstige Sterne gleichzeitig verfolgen,
dem klebt gewiß das Pech nicht an den Füßen!
Wo liegt jetzt also das Problem?
Im Gegenteil?
24/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 185
Denn jeder weiß es ganz genau,
es sind die Schwärme von madigen Furchtfliegen,
die sich von Frühjahr bis Herbst
jeweils der Küche bezichtigen,
was ja auch korrekt ist.
Gleichfalls ist es ein schöner Anblick
für jeden aufgeschlossenen Naturliebhaber,
durch ihr künstliches Konstrukt.
Oh, Wunder der Natur!
Auch die Zerbrechlichkeit der einfachsten Worte,
manch hoch ambitionierter Kater
scheint sie zu studieren.
Dem fragilen Zupfogel schwant ein Übeles im Schrank,
welcher quasi wie von selbst das Bewußtsein verlor,
um der rigorosen Analyse widerstehen zu können,
die ihn ansatzweise zwischen den Rosinen packte.
25/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 186
Wer immer nur dagegen wirkt, baut hohe Mauern auf.
Von allen Seiten, Autosuggestion und Barrikaden.
Es gibt keine Antworten auf diese Fragen
nach dem ewigen Warum.
Die Krallen der Ziegen sind wertlos,
wenn man sich umhört.
Da ist die zyklopische Stirn,
die sich immer noch kräuselt, darüber.
Ein Spiel mit den Wünschen
erregt die Gemüter im Dickicht.
Das große Wehklagen hat seinen Preis.
Entstauben, ein weltweit unverzeihlicher Fehler.
Kontraproduktive Resonanzen in Schlips und Lackschuh.
Das geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf!
26/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 187
Unwillkürlich zittern die Verbenen
im ästhetischen Zusammenhang,
worin sie sich zu finden haben müssen,
wenn sie im Licht des Vollmonds
ihre frisch geschlüpften Blüten baden.
In rotes Tuch gehüllter Hund erahnt das Los,
Blut hört nie auf zu fließen
und keuchend sieht er sich
entfliehen zu den Angorakatzen
in den Schneesturmbergen,
worin man sich so leicht verirrt,
als wär man dort zuhause.
Unwillkürlich zittern die Verbenen
im ästhetischen Zusammenhang.
Der Schmerz zwingt sie zum Boden.
27/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 188
Willkommen im Labyrinth ihres Vertrauens!
Bitte nicht zu beachten,
die verzerrt grinsenden Grimassen
in den verwirrend leeren Gängen ohne Logik,
aus deren weithin aufgerissenen Mäulern
ungeheure Mengen Milch mit Honig fließen!
Zwischen Vulgarität und groben Schüben
wird man bereit, im Dominoeffekt zu kriechen.
Klares Denken wird von vornherein teils ausgeschlossen
beim Feilschen mit dem Dolch um Diamantenstaub,
der überall im engen Gang zu schweben scheint.
Wenn dem so wäre,
na, das gäb ein ziemliches Gerangel,
ein Fest der Kontraktionen!
29/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 189
Die beste Medizin zwischen Sonne und Mond
ist ein gesundes Klima im Gesicht.
In einem Ring aus Schall und Magnetismen
sind Violin- und Baßschlüssel
wohl die einzigen Gewißheiten,
außer wild gewordenen Tauben
in einem lebensechten Walnußbaum.
Libido, ihr launisches Wesen,
so witzig das auch sein mag,
durch Einzigartigkeit scheint es
sich nicht gerade auszuzeichnen.
Sich nur ein Bild davon zu machen,
das reicht nicht!
31/10/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 190
Ein resolut verdorbener Akteur hatte
die bittere Saat der Eloquenzen
blindlings ins Theater eingestreut,
den saueren Teig der Reaktion
auf den zerstörten Löffel aufgebracht.
Es waren feuchte Fußspuren
aus dem klammen Fahrstuhl,
die sich heißkalt dazwischengeworfen haben.
Vollends aus der tiefen Beuge
wurden Kopf und Kragen
aus dem Publikum hervorgehoben.
Da hatte Antagonis ohne einen Ton
der pelzig feinen Stimme angehört zu haben,
den Schock schon vor erlittener Niederlage
flink verdaut und war mit den Delphinen
in die versunkene Ablenkung verschwunden.
01/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 191
Zu allem Überdruß, ein Anker ohne Ruder.
Als gäbe es kein schöneres Motiv,
als zitternde Blüten an der Spitze
einer rostvernarbten Stecknadel.
Das letzte gute Bild zerbröselt so
mit einem Paukenschlag
unter den akutesten Planeten.
Die Dunkelheit zieht ihren Wahnwitz
in furchtbar breiten Furchen.
Die Zeiten werden sich ändern.
In der Hand zerbersten die Flaschen.
Mensch, meine Liebe zu dir erstirbt,
wird mehr und mehr
pseudo und psycho, pragmatisch.
Romantik und Lust und Leidenschaft
suchst du woanders?
Mir blutet unendlich das Herz.
Zu allem Überfluß,
ein Ruder ohne den Anker.
Über dem Fluß steigt ein Nebel.
02/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 192
Die Flüche einer oftmals verfluchten Gegend
lassen einen oft nicht los.
Hätte man sie während der Zeit zurückgeben,
könnte man sie wenigstens noch sinnvoll verwerten.
Man könnte sie vielleicht verschenken
oder einfach auf die Straße legen.
Wenn sie aber eingetrocknet sind,
wird nichts mehr davon aufgehoben.
Das ist allerdings noch nicht ganz sicher.
Möglicherweise gibt es auch noch andere Sachen,
die interessant sein könnten.
Aufregende Sachen, die keinesfalls im Regen
stehenbleiben sollten.
Nur, wenn die Gegend zu verflucht ist,
sollte man sich vor herrenlosen Hüten
sehr in acht nehmen!
03/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 193
Nachdem man dann im Allgemeinen
endlich den Verstand verloren hatte,
da zog man aus, um es sich kund zu tun.
Und es war gerade so,
als ob man nichts mehr übrig hätte,
als ob man es die ganze Zeit gewußt hat
und es gab immer eine Erklärung dafür.
Daß man sich so ausführlich
mit dem Thema befaßte,
lag dann wohl daran,
daß man es nicht sein lassen konnte,
so wie es war.
04/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 194
Davor stritten sich schon die Emsen
auf der Achse des präzisen Einsinns.
"Soll ich oder soll ich nicht?"
Diese unverschämte Frage brachte Gleichgewicht
und mit Humor benahm man sich daneben,
wie ein Haufen aufgescheuchter Hühner.
Danach probierten es die Meisen,
sich einzufädeln in den Stoßverkehr.
Und zwischendurch das durchgeplante Chaos.
Das Rasen dieser fürchterlichen Eifersucht.
Die kuriose Eigentümlichkeit geschah!
Der Kuß, der ihm vor Aufregung die Haare fraß.
Ob wohl der Idiot zu laut gedacht hat?
06/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 195
Ein analytisch kalter Arsch bremst
die heißen Klapperschlangen dezent aus.
Die Vögel in stürmischem Gleitflug pflegen
die Philosophie des runden Raumes
alltäglich neu zu ergründen.
Illusion du alter Arsch,
wenn die Sonne scheint.
Wie kann es sein,
daß der kleine und der große Hund
in der Eile des Aufbruchs so unbedingt
ein Rauschen und ein Krächzen
in der Leitung vernehmen müssen?
Honi soit qui mal y pense!
Es liegt in der Natur der Sache,
das Drama ist am komischsten von außen.
Herzlichst, dieser unfreundliche Waschlappen.
09/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 196
Zuverlässig wird der Schlingent
an der kragen Gurgel gepackt.
Die Klinge, die schrafe,
die noch bei jedem so kleinen Fehler
im löchrigen Vakuum gefühlvoll herumhackt,
erwischt den trägeren Aufschluck im Genick.
Gedankenlos treiben die hundsmüden Fesseln im Wind.
Die mächtigste Pappel erzittert in diesem stürmischen Wettern.
Heiß trieft das chronologische Schwert nun am Sternengurt.
Da weiß man ja gar nicht, womit man aufhören soll,
mit all der Angst, worin sich der Kopf so verliert,
daß es auf Anhieb die verflixt nochmale Realität
erneut verschiebt in die Zeit vor der Zeit vor der Zeit,
die immer um einen kleineren Schritt schneller da ist.
Schon bin ich trunken vom Stöbern
in Zarathustras Rosengarten
und also gesättigt.
10/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 197
Wie die bittere Nuß zu dem madigen Riesen
in den Rachen gesprungen kam,
welcher majestätisch aus der Ferne
ihr versüßte nur den Augenblick.
So unmöglich es auch war,
von Hand die Schale zu durchdringen,
so wichtig war es auch,
die Kisten, die man braucht, zu haben,
um die schwerste Kraft zu bändigen.
Die Made aber wurde fett und bargeldlos
und völlig desinteressiert im Wechsel,
perfekt und ziemlich wunderschön vulgär.
Da war Niemand, den die Raben fraßen,
es sah aber so aus, als ob Niemand
einen Raben fraß.
Die Nuß rollte schräge zur Seite.
Können doch die armen Pflänzchen
nichts dafür!
12/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 198
Gestank kann man nicht photographieren!
Heuchelei vielleicht schon!
Durch Wände dringende Dünste
dämonischer Phantasien
schleichen sich unwiderstehlich ein.
Durch Ähnliches belebt sich der Notfloh,
wird in die ruchlose kleine Flasche verbannt.
Das Leuchten der Farblosigkeit
wird darin wohl sichtbar.
Das letzte gesprochene Wort
vor der Fliehkraft
kracht donnernd ins Leere,
tritt schimmernd sich breit.
Schon im uralten Gestein schwingt
das Flüstern der Ammoniten.
Erstaunlich, so ein alberner Zufall!
Und also ist es bereits geschehen,
der Sprung in die heilsamen Gewässer.
Tristesse adé! Adé Tristesse!
13/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 199
Im Deformat die Rose verlor viel zuviel Öl.
Mannigfaltig bewarf sie die Betörten
mit ihren vergifteten, harten Dornen.
Gerechter Zorn brach jäh über die Perfeiden herein,
von denen sich keiner in echter Gebensgefahr befand
und denen diese Verwirrten so blindlings gehorchten.
Und Mirabelle, mit der Haarnadel heimgesucht,
hatte sich den Schoß fest in der Türe verklemmt.
Während sie impulsiv theoretisierend das
in sich gespaltene Haar zu befreien suchte,
war es der kalendarische Pudel, der sich
von ganz allein plötzlich ruckartig loslöste.
Sofort wurde eine zusammengewürfelte Ladung
olfaktorisch geläuterter Kerne in der Stille des
schaurigen Abends, die Brandung, hinuntergespült.
15/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 200
Die Kleckeritis hat im Gegensatz zum Klotzherom
sehr viele Anhänger und Freunde.
Ihre schlurfenden Schritte sind beliebt
bei den Raben,
wie ein blutiges Kuriosum
und ein Buch mit leeren Seiten
vor der Eskalation der bunten Bilder.
Aus hochreif abgerundeten Angeboten
rennt man hingegen mehrfach an,
denn es bereitet Wohlbehagen,
beweglicher als eine Faust.
Und so verballte sich Beton
zu einem taktischen Gerempel!
Was gibts denn Neues, ihr Besten,
vom kleinen Finger eurer rechten Hand?
Die Klotzeritis hat im Gegensatz zum Kleckherom
sehr viele Anhänger und Freunde.
Ihre schlurfenden Schritte sind beliebt
bei den Raben,
wie ein blutiges Kuriosum
und ein Buch mit leeren Seiten.
16/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 201
Aus einer Stimmung heraus
gefallener Stiefel
des mythologischen Theseus,
des treuesten Gefährten,
den Ariadne mit ihrem roten Faden,
welcher als das zweischneidigste
aller Schwerter gilt,
in den Wind geschrieben hat,
der ihn hinfort wehte.
Dann schwor sie Rache
den grausamen Parzen
und schnitt sich ins eigene Fleisch,
um die unerträglichen Schmerzen
zu überwältigen und sprach,
noch bevor es dazu kam,
mit weithin gellender Stimme
ein erregend kryptisches Wort
von makellos finsterer Bedeutung.
Da erhob sich, wie aus tosendem Meer,
aus seinem Sessel von tiefblauem Samt,
der Direktor des Puppentheaters und schleudert
sein wütendes, stürmisches Brausen,
wie seine abgelatschten Sandalen
gegen die wirkungsvoll schwankende Wand.
17/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 202
Ihr Tagediebe dieser Nacht!
Bequemlichkeit bedeutet Selbstverleugnung
in ungeschminkter Selbstdarstellung.
Vom penetranten Tatendrang der Flaggenscheißer
zur Piraterie in den geistigen Gefilden
einer filzigen Laus ist es nicht weit.
Als wäre sonst nichts gewesen,
wie das trockene Hüsteln einer uralten Spinne,
beging man den klassischen Irrtum,
daß man den gierigen Opunzen
ein Festmahl versprach.
Um endlich den Umkehreffekt
des Echos zu versuchen,
stand man in starker Wechselwirkung
mit den versammelten Akkumulatoren,
die mit Absicht ihre versteinerten Fühler
in die falsche Richtung wegstreckten.
Es ist die Phase in der Nacht,
in der man klar sieht,
wie das verschwommene Meer
als ein Kristall vor dem Auge zerfließt.
Wer das nicht sieht, der hat vermutlich
einen dunklen Stachel mitten im Kopf!
Man könnte vor lauter Wissen
manchmal nur noch kotzen!
18/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 203
Es war einmal ein junger Gott,
der vergessen hatte, daß er ein Gott war.
Auf einem Maskenball im Antennenwald
hörte er Stimmen, ohne jemanden zu sehen.
Von überall her hörte er kurze, warmherzige
Tieftöne aus echtem Kauderwelsch.
Anderntags brachten sie ihm
eine zügige Aggressionsmaschine.
Sie diente dazu,
eine Art Streckbank bzw. Fitnesscenter,
für emotionale Blockaden darzustellen.
Sie roch nach verbrannten Organismen.
Danach mußte er in einen Abfluß spucken.
Irgendwo wurde gerade eine Frau schwanger,
aufgrund einer unbefleckten Empfängnis.
18/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 204
Vorsicht mit Rücksicht!
Dein Kopf steckt im Loch, Guillotinchen.
Die scharfe Klinge droht ihn zu trennen.
Vom Rumpf steigt ein undenkbarer Dampf.
Die Augen sehen etwas fast Hypnotisches.
Tohuwabohu, den Urzustand der Welt.
"Helles sehen, Dunkles ahnen!"
Ich nenne das "Ihre Augenbanner!"
oder "Eine Ecke auf den Tisch legen!"
In dieser Verfassung ist: "Alles nicht so wichtig!"
Das Hämmern im Kopf ist (keine) Musik.
Rien ne va plus!
Aus diesem Schädel kommt nichts.
Leer! Was?
Leere Fahrt durch die Ruinen
und Szenen des Alltags.
Ist denn alles für die Katz?
Alles - Für die Katz!
Mehr Absperrung geht nicht.
Ein Flugzeug verschwindet in Wolken.
Nur ein Kuß schaukelt räumlich.
19/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 205
Und es gab Bartzitterschokoladen,
am Tag als die Obtiger kamen
und Skibretterlauf auf trockenem Asphalt.
Windhosen, überall, Windhosen,
wie man sie kennt, quer alles verdrehend
und schrecklich und inkonsequent.
Denen folgten klappernde Scherereien,
von schneidig turbulenten Flocken,
die sogar noch in der Kälte schwitzten.
Nur die zärtlich luftige Hand,
die man nach wie vor spürt,
verhüllte ihre dunklen, betörenden Augen,
dem entgegen ohne Traurigkeit,
leichtfüßig wie ein fliehender Schatten.
Die Würde des Insektes aber
ist 1001%ig unantastbar!
20/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 206
Gestochen scharf das Bild einer bedeutsamen Ödnis
bizarre Chiffren ins flammende Zentrum drapiert
Da wird die Ohnmacht auf den Punkt gebracht
die lapidare Pein aller Reptilien
sowie das Wüten der Zyklopen
die ihre feinsten Juwelen abgeopfert sehen
Sie haben eigentlich schon lange
den Verstand verloren
In Erwartung des ursprünglichen Zorns
sich wiederholende Veränderung
besonders die tyrannischen Seufzer
Ein gutes Zeichen ist der tiefe Abgrund
halb Körper halb Geist ohne Risiko
die Nebel im Leiden der Grimassen
Das Chaos erklärt den chaotischen Zustand
Jeder Ausnahmezustand bestätigt die Regeln!?
20/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 207
All die Orte dieser Stadt, die mit
Verwünschungen belegt sind,
enttäuschen nicht darüber hinweg,
daß sie kein Trugbild gewesen sind.
Im Tiefschlaf der Geschichten
rutscht Hysterie sehr leicht mit durch.
Weiterentwicklung findet Stadt!
Rückwärts reden ist aber nicht
so weit verbreitet, wie die
blendenden Magneten der Macht,
welche den Sinn so perfekt machen.
Grenzenlos ist nur der Wahnsinn
der Erdbeeren im Keller,
das klaffende Doch
der laubstummen Würmer.
Blechern streicht der Zwang aller Zwänge
aus beißender Fragilität herausgelockt
durch die gefährlichsten Winkel
spärlich beleuchteter Straßen,
Zangen und Spinnweben meidend.
21/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 208
Da die wütende Sonne uns
bei laufendem Motor
unsere geheimsten Wünsche
auf die Stirn brannte.
Der Verlust der Liebe trägt hier
das erschreckende Gesicht der Freiheit.
Bereits willig hat sich die breite
Phalanx erneut chloroformiert,
um im Dominoeffekt die üblichen
schmächtigen Floskeln zu beschützen.
Geht es vielleicht nur noch darum?
Wie weit reicht die Armut?
Diese echt schwierige Frage
ist einerseits für jeden verschieden,
andererseits für alle doch gleich.
Mittlerweile war es die unanfaßbare Klarheit
etlicher ausgestreckter Finger
und es zeigte sich dann doch,
daß die Sonne sich bloß
um ein Weniges geirrt hat.
Wie war die Frage?
22/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 209
Die Quintessenz der Reaktion war sehr perplex
und dies besagte viel, so wie das unvermeidlich
wuchernde Inferno, das über uns hereinfiel.
Der Eismann spricht in klirrend scharfen Worten,
wie rapide die geographische Umdrehung sei
und von diesen harten Zeiten!
Trotzdem schläft die königliche Küche nie,
ein dickes Brot aus Milch und Alabaster,
es wurde sehnsüchtig erwartet.
Neun von sieben Türen zeigen sich verschlossen,
mit welcher Absicht, das weiß vielleicht ein Cerberus,
vielleicht ein unvertierter Mensch.
Die Quintessenz der Reaktion war sehr perplex
und dies besagte viel, so wie das unvermeidlich
wuchernde Inferno, das über uns hereinfiel.
Und wenn es sich zum Schluß bewahrheitet,
daß alle Welt dem Humboldtstrom anheimfällt,
dann wird es ziemlich peinlich.
22/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 210
Eine seltsame Fröhlichkeit belagert die Morgen!
Man kann es jedem nur weiter empfehlen,
Eigenschaften zu pflegen, wie den Geisterblitz.
Und überhaupt, Caramba, wer war diese
Natter mit den leuchtenden Augen, welche
die goldenen Eier zum Wasser hinuntertrug?
Und siehe da, im Laufe der Zeit hat wer
die Dinge auch mal kopfüber sich angeschaut
und mit der Jugend des Wortes umschmeichelt.
Übrigens, es ist absurd, zuviele Glauben
gehen für einen einzigen Idioten davon aus!
23/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 211
Flackernde Unruh überzog des Teufels Braten,
zudem ein richtig gutes Schlangengift mit Schwamm.
Für schlechte Zeiten wird davon nichts aufbewahrt.
Oder scheut man sich etwa vor dem Delirium?
Oder hat man jemals nie vermehrt,
die guten Zutaten in einem Topf?
Wenn mal eine Antwort darinnen verloren gegangen ist,
kann man im Vergleich dazu ja sämtliche anderen verwenden.
Nicht jede Suppe ist so einfach zu erklären
oder kann so ohne Weiteres verschwinden.
Aber unmöglich ist es eben auch nicht.
23/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 212
Klug hast Du gehandelt, hast das Richtige getan!
Alles ist sehr gut, so wie es ist!
Natürlich ist es absurd, nur eine Spur zu resolut!
Zu übereilt und viel zu überheblich!
Und sieh nur die Not gedrungener Massen,
die überhaupt nicht zu ihnen paßt!
Oh, nur keine Angst
vor den vielen Nomanden!
Freiwillig wollen sie alle,
zum einen Zucker schlecken,
wie wohltuende Bekenntnisse!
Man könnt es ernsthaft glauben!
Die Arbeit ist und wird getan!
Aber umsichtig nicht!
Folglich; alles ist in bester Unordnung; gewesen!
Also, ich will dahin nicht mehr zurück!
24/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 213
Des täglichen Lebens falsche Etiketten
oder die imaginäre Stofflichkeit der Flasche.
Die Antwort kam,
wie das Leben selbst,
wie ein armseliger Piss
aus den billigsten Nieren,
die noch zu haben waren,
ja, kaum noch organisch.
Und dein verdampfter Mist, die Ware Gesicht,
damit ist jetzt auch kein Staat mehr zu machen.
Und die Sehnsucht nach Meer,
da fliegt doch der Vogel erschossen,
sein Fell wuchert dir grün hinter den Ohren.
Und die verschwommenen Grüße
aus einer anderen Welt
flattern direkt vor deine bleischweren Füße.
Du aber sollst und Du mußt,
aber lieber jemand anderen lieben!
24/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 214
Vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus
vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus
vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus
vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus
vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus
vergiß alles, was ich jemals geschrieben habe
und darüber hinaus ...
25/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 215
Am Sonntag gehn wir in die Freiheit brüten,
über den Vorurteilen und Lilien schneiden.
Der Blüten Korb hätte sicher keinen Wert,
das ziemlich Blöde, was man darin suchte,
ohne einen möglichst unverschämten, einen
maximalen Effekt zum Picknick hinauszustellen
und in der Stadt eingehend zu verteilen.
Der raffinierte Trick dabei ist, die hierzu
erforderliche Person der Lächerlichkeit
preiszugeben, sie psychologisch in den
billigsten Unterrock hineinzuversetzen,
indem man ihre künstlich konstruierte
Unschuld einbehält oder wenn sie nicht
gewillt ist, ihr einen pädagogischen Finger
hinzuzufügen und einen nachweislichen
Schaden als zu kaputt bescheinigt.
Nun ist es sicherlich nicht weiter tragisch,
denn dann ist ja das Möchtegern entlarvt.
26/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 216
Das Uhrwerk Kosmos funktioniert geduldig
und mit kalten Augen die muränischen Eisen,
welche möglicherweise die Farbe unmerklich
hinter vorgehaltener Wand verändert hatten.
Das brachte dann eine ungeschickte Wendung
in die Ordnung der Dinge und sie stürzten ein
in eine Welt voller wechselnder Verlangen.
Und diese nahm das Aussehen
einer spröderen Facette an,
die das gesamte Kaleidoskop
in große Schwierigkeiten brachte,
durch ihr bloßes zierliches Gefunkel
in dem zerbrochenen Spiegel.
Dem Chamäleon brach jäh die Zeit
unter den zerschundenen Händen weg
und barst in tausenden von Stücken.
Armer kleiner Fisch ich
sein Herz zitterte vor Pein ein
einziges Mal doch
noch.
Das Uhrwerk Kosmos
funktioniert geduldig.
Aber sicher!
26/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 217
Dieser Mann aus der Vergangenheit,
der in der Zukunft nicht mehr wartet,
hängt wie ein Hammer in der Luft,
es ist quasi zum Köpfe verdrehen.
Diese ganze Augenwischerei
stinkt ihm so krass gewaltig.
Albern trotzig diese Absorbtionen,
die den klaren Horizont belasten.
Das dient nur der Eulenspieglerei
einer überkandidelten Möwe,
die voraussichtlich weit schauend
den Himmel als Möwe bekreist.
Welch ein steiler Weg zum Berg
des kategorischen Cäsarentums,
worin die Gegenwart sich spiegelt.
27/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 218
Von der Spanne der Erwartungen enthemmt,
verwischen die gefallenen Distanzen
im Traum von einer falschen Ewigkeit.
Im Umsturz der Systeme bleibt es spannend,
ist jederzeit mit Ausbrüchen zu rechnen.
Nach wie vor die brennendste der Fragen
sucht die verborgenen Motive auszuloten.
Aus den schwindelndsten Höhen stürzen
die strittigen Punkte und Nichts
doppeldeutiger als das,
um diesen Schock einfältiger Pinsel
in den Tiefen der Wälder Schweiß
treibend gebührend zu feiern.
Was haben wir Tränen gelacht,
während wir sie erfanden!
27/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 219
Wenig Greifbares zu bieten
hat das unberechenbare Rittertum.
Von vorne einen Lindwurm aufzuzäumen,
fiel noch nie leicht!
Auf unerbittlich breiten Schultern
trägt der Kämpe das schwere Los
der fahrenden Vaganten.
Unerschütterlich ist sein Vertrauen ins Gelingen,
wenn er in seinerseitiger Betrachtung
die seltene Erde bis zum Boden malträtiert,
daß sie, die Schmeichelhafte, ihre schlappen
Halme keck aus sich herauszog.
Da kam ein grimmer Troll gerast und sagte:
"Verzeihung, aber nehmen Sie
die Reifen von der Wiese!"
28/11/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 220
Als der Tag mit jeder Situation zum Rande kam,
konnte er auf den seelischen Anteil verweisen,
bevor er in die Nacht entschwand,
worin er seine beste Qualität entfaltet;
Transzendenz.
So fuhr er tastend langsam dann Etappen,
mochte einmal um den Block verstreichen,
weil ihm dadurch Heilung widerfuhr.
Leider war er ein sehr wechselhaftes Wesen,
ein alter Elefant aus Porzellan und Seife
und deshalb nicht so leicht zu übereilen.
Sein tölpelhaft gepolstertes Benehmen
galt vordergründig meistens den Fassaden,
die er mit seltsam feuchtem Blick durchdrang,
als wär er irdisch aller Last enthoben.
02/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 221
Da Verhaltensstrategien von Natur aus oft schon feststehen,
paart sich Muster mit Muster zu immer neuen Formen.
Fast jeder Vogel löst sein Pa(ja)roblem im freien Flug,
das Federvieh geht weidlich gern zum Bäumekitzeln
und kommt mit frisch geschliffenen Nägeln zum Haarespalten.
Aufreizend aufschreiendes Tier an vitaminreichen Tagen,
vom natürlichen Drang an der Stimmeslust dahin getrieben
und zieht an die Schrauben im fröhlichen Hütchenspiel.
Vernunft betont uns alle so sehr, viel zu sehr,
mehr als ein besinnliches Flackern im Kohlenbecken.
Hat man denn jemals einen lemurischen Affen
unter mentalem Streß ins Feuer pinkeln gesehen?
04/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Chronisch zyklischer Zynus - 222
Mit der hypnotisierenden Kraft
fleischätzenden Meerrettichs
tropft dieser echte Berlinerfurz
aus einer kalkverbrannten Sandwand.
In allen Näschen lauert solcher Abgesang,
für Naschkatzen und andere Genießer,
die bereits im Ausleben erkalten,
sodaß im Vorfeld
Stühle vor Erwartung bersten.
Das Metronom im Camembert ist
für den akribisch korrekten Spießer sympathisch,
wie sein ranzender Butterwohlstand,
denn der Stein, der sich erweichen läßt,
ist etwas Musikalisches aus Amber oder Jade.
(Ihre) Knoten im Kopf bürgen für gespenstische Ruhe,
Eskapaden, welche mit den Zentauren im Zenith
Schritt halten
durch die gezielte Auflösung von Zeit?
Geld von sich werfender Aufräumer,
wundersamer Talerträumer,
ein Stern mit Schnuppe kann im Endeffekt
die Ausschau halten.
05/12/2015 P.S.

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