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Die Phönix Sequenz
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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 223
Orangenes Licht versinkt in grünem Laub,
ein lichterbuntes Osterei,
das man in die Pfeife stopft.
Und die Früchte eines regen Treibens
reiben aneinander sich.
Man sitzt erwärmt an hoher Stelle
im drögen Dunste und genießt das Dasein.
Der Tod träumt mit,
der Tyrann unserer Herzen.
Den bösen Geist, der aus dem Wind sich dreht,
gelüstet es nach Wasser
Fürdann auch einen Mund geschenkt
und in den Nasen stöbern
die elektrischen Tatzen der Eisbären,
die sich in schmutzigweißer Wabe nähren.
Mit am Zins erstickte Zieharmonie
und Wucherie auf rotem Samt gebettet.
Und nichts ist süßer als dies Wirbeln.
Auf, gutes Glück aus Schutt und Asche!
07/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 224
Wenn die Mageren die Soden berennen,
haben sie keine andere Wahl als dieses,
die komische Brechnuß als krude Medizin
dem Gott der gemeinen Gesichter zu opfern.
Und dies ist der Schlüssel zu ihrem Paradies!
Verloren gegangener Wacholderschuh,
der einst die Erbsensuppe waschen wollte
und dessen sonniges Muskatgemüt
in unbedingt perverser Tollheit
ihr wertlos kaltes Fleisch verplempert,
diesbezüglich Blutlorbeeren einsetzt.
Durch den Schwachsinn einer einzigen Baustelle
futtert sich geschleppt ein Sack Garagenmäuse.
Es genügt das appetitliche Knistern voller Brottüten
zum Stemmen von Krumen und Salz.
09/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 225
Reisende Kisten, die mit Wein gefüllt sind,
warnen uns vor den Gefahren,
die so offensichtlich in den Lüften liegen.
Störrisch technische Kompositionen,
vom Verdrängungsmechansimus angeschoben,
halten mitten in der Schleuse "Alter Ego"
ein Fest pulverisierend eitler Freude.
Vom Vergnügen in unbegrenzter Egonie geteilt,
ist es ja mittlerweile unerhört und eigen,
daß nahezu beinahe jeder
einen Schwan im Schaukelstuhl
vor Angst kopieren kann.
Und welche herzzerreißenden Geräusche
der menschliche Körper dabei macht,
das grenzt an Sadomasochismus.
Fleißig wird zivilgehorcht, um Leben und Tod!
In die Erinnerung wird gerufen,
kühlen Kopf und warme Füße zu bewahren!
Es sind nämlich wie immer bloß die Füße,
die eine besonders tragende Rolle spielen.
11/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 226
Nicht ganz bei Trost und ungenießbar ist
Konfetti im Nachtwind der elenden Sirenen,
die irgendwann niemals zufrieden sein werden,
ganz gleich wieviel papierne Almosen man
ihnen in den feuertriefen Rachen werfen wird.
Wie kalt das auch klingt;
Reptilien suchen eben Wärme!
Am Vorabend des Tages, als der Morgen
bereits gegen Mittag graute,
kamen dann die gräßlichen Synkopen
zum allgemeinen Bälger verschwenden.
Ach All, es erscheint mir wirklich so sinnlos!
13/12/2015 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 227
Wo Schleudern sprechen
und die tatenlose Austrahlung
der langhalsigen Figuren,
die weder hämisch sich wehrten,
noch wie die Knöpfe,
als Ausdruck vollkommener Unfähigkeit,
über Flügeln desertierten,
da ist es ist gesungen und gesagt
und alles strömt zum Regen hin.
Verschlingt es auch die Erde,
so ist es doch gewesen,
wie Ganymed unsterblich.
Nachlassende Stürme treiben
Taschen voller Waren vor sich her,
die durch ihr gieriges Lechzen in die Fügung,
zumindest wie eine optische Täuschung,
in das Geflecht des Schicksals eingreifen.
Der Rest aller Fragen löst sich
durch interstellares Verständnis!
Wo aber ist Max Beckmann?
14/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 228
Ein feines Gespür für die Kunst
der Kerkerisierung beweist:
"Die wahre Schönheit kommt von Innen!"
Mit gefährlichen Worten leichtsinnig
um sich geworfen ist Bumerang,
zumal den Kopf verdrehen
und Nichts als eine vage Vermutung.
Die Wahrheit verbirgt
den Blick für die Realität
mit auf den Boden.
Die Zeit ist reif für Selbstgespräche.
Was real ist, das hat man in der Wiese
beliebig x-beliebig oder im Sumpf.
Das Aufglitzern eigenwilliger Kombinationen
geht rein wie Zuckermilch
und stets an den selben Nasen,
die sich durch die Massen scharren,
sieht man den spannenden Bogen
zum gräsernen Moloch.
So ist unsichtbar in der gepflegten Eile
eine ganze halbe Welt
bestrahlt vom unvergleichlichen Leuchten
magischer Brotverteilung.
15/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 229
Das schäbige Geplänkel in Zeiten der Heilung
das schizophone Hämmerlein fällt aus dem Kalender
Das allegorische Leben im Hinterkopf
wovon man nicht genug bekommen kann
vereint mit den Gemeinsamen die Mattratze zu preisen
und Torso tragenden Sitzen am Symbiotischchen
den Boden nach einer Seite kippen lassen
für einen gekonnten Blick in die Tiefen des Raums
Dunkles Schokoladenherz zertrümmert in arger Bedrängnis
die Konstellation hält ganz besondere Begegnungen parat
welche erschwinglich schwankenden Speichel versprüht
versucht einen zerfledderten Raben zum Salz streuen
und plump der Hut bleibt am Teppiche kleben
erleidet den Gesichtstod durch ein Töpfchen Profangas
21/12/2015 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 230
Die Demoralisierung hat im Fortschritt leichtes Spiel,
zuviele Augen sehen und beobachten,
können es zerlösen in Banalen zwischen Sternen
und den wohl klingenden Namen der Gedankenleser.
Geld raschelt da wie Stroh, kein Gehirn ist in Sicht,
eminent brüllt dort ein verängstigtes Rind,
von wegen der gesünderen Mischung,
die man ebenso gut gebrauchen kann,
wie die echten Schrullen für das Rad
in den Augen einer gefräßigen Mutter.
Hol's der Teufel, aber die Überheblichkeit
der unterbrochenen Linie hat ihren Sinn,
nicht nur für nachtquakende Frösche
unter Jupiters Regiment, der da praktisch
halbnackt wacht über der Krone des Südens.
24/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 231
In diesem Buch hat Merkur Quecksilber versteckt.
Vielleicht ein wildes Rauschen, oben wie unten und
danach eine kräftige Mischung aus flüchtigen Worten,
die wie zutraulich nur herumspazieren.
Alles sterbende Blüten für Kinder mit Planeteneis.
Und plötzlich ist unglaublich was an Leben im Verkehr;
nie scheut ein schleppend Auge seiner Nacktheit sich;
und jeder hat das Recht auf Rücken oder Schultern.
Wer dahin aufschaut, sieht den Scheitel überwältigt!
Weiterentwicklung ist angesagt und sich Loseisen
vom makabren Lakritzdenken der Süßholzkleben
mit den wackeligen Beinen, die sich drakonisch
in den zarten Löchern bequietschen vor Vergnügen.
Wer da hinaufschaut, sieht den Scheitel überwältigt!
Federleichtes Kinderlachen, sonnenhelle Hausfassaden,
lässig hingeklatschte Soßen und lebendige Musik im Park.
Die Welt bewegt sich weich auf schroffen blauen Pfaden
um ihre bunten Häuser und Steine wachsen planlos.
In diesem Buch hat Merkur Quecksilber versteckt.
25/12/2015 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 232
Es ist erfolgt, wenn die Idee mit Volldampf
wider das System verfährt
und über die verflixte Kugel fegt Soda, ein Jeder
mitten in die Haut Karambolage,
der, der mit verkappten nassen Sohlen dasteht.
Und auf, die Katzenmaus, der Beine Tanz!
Weil was da leibt und lebt
ist goldener Glanz aus all den Zeiten.
Man erstickt (hier) weniger durch polyphones Gähnen,
mehr als durch furiose Schnarchtiraden.
Fußfessel ist es, der seine wahren Absichten verrät,
der das Glück verspottend seine Zwiebel strapaziert.
Wir geben alles!
Um den Haien ihren Fraß entsprechend vorzuwerfen.
Wirklich!
1001 Frequenzen brodelnden Blutes
lassen sich lebendig nicht erpressen.
15/01/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 233
Fliegende Fische, die sich gegenseitig
einen harmlosen Streich spielen,
bilden ein solides Heer aus geiferndem Silber.
Der Architekt der Sinnlichkeit
mit seinen fotogenialen Schlingenmotiven
verführt sie zum gemeinsamen Abträumen.
Sein dreigeräderter Zorn ist ein Flimmern,
das für sie nur von Weitem zu sehen ist.
Grünviolett schleift dieser Tag
um die hermetisch belagerte Dose.
Für die überspitzten Lappalien
ist kein Sitzplatz mehr zu ergattern.
Über den Grenzen der Belastbarkeit schwebt
die sagenhaft schnittige Wollust,
ein Zauber, dem man sich nicht länger
entziehen darf.
Auf der Flucht vor den philosophischen Lastern
stockt die mentale Bremse,
animiert durch das nervöse Schnuppern
der gravitätischen Krokodile.
Störfaktor Desinfekt
und die unschuldigen Splisse im Haar.
Die erfahrenen Schreie der unendlich Betuchten
dringen sogar noch durch Lachglas.
Für Venus strahlt der Zuckergast,
die sonst so fruchtige Sultanine.
Denn Obst macht sie alle,
so glücklich und so willig.
21/01/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 234
An dem Tag, als die Gänse zurückkehrten,
aus dem vorigen Jahrhundert,
da funkelte ein Glimmer im dritten Auge
des bösen Wolfs Verhalten.
Sie haben es alle abrupt und so eilig
mit der üblichen Konfrontation.
Es dient der olympischen Disziplin,
die Treppen hinaufzufallen,
die erbaulichen Grüße, die das große,
einsturzgefährdete Evakuum ergänzen.
Der krude Aufmüpf fegt inzwischen
in die unbekömmlich breite Lücke
und er, als der Erfinder dieser
plektophytisch einwandfreien Zirbeldrüsen,
hat in den Fisch gebissen,
so wie in gutes Eisen.
Hat Menschen gezeichnet,
wie man sie sich gerade einmal vorstellt
und die er niemals mehr wiedersehen konnte.
Jener papyrusfarbene Kuß verband im Sturm das Pfand,
die Schlange 9, hinter der ein neuer Berg entstand.
Ich würde sie sehr gerne nur ein einziges mal
aufstehen sehen!
Und was man alles mitzuschleppen hat,
durchs Leben, geht hin
und wieder Hand in Hand.
Das ist den Spaß doch wohl wert (gewesen)!
Liebe definiert sich einfach,
nicht bloß durch Worte!
05/02/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 235
Aus den Feuern der Sterne enthebt sich die Macht,
die da geht so elegant und gefällig auf die Strecke
zwischen Maul und Bauch in die Leere,
die traumlose Leere vom vitaleren Lebensstil
unter dunklen Wolkenhüllen.
Zwischen Ort und Ort verliert sie sich
aufs Neue jeden Tag als offene Differenz,
versetzt das Herz
in wilde Aufruhr durch Konflikte.
Schrot besiedelt das Geröllfeld,
es ist so schön, es zu erfahren,
wie Momente der Gewohnheit und des Übermuts;
kontradestruktives, rotes Leben hinter Glas
und gläsern brennende Gesichter zaubern
Lächeln ohne Gift in fliehend ausgeschlagene Lüfte.
Das gemeine Wälzen aller Körper stimmt
uns fröhlich in den Falten der Vergänglichkeit.
Dies Lied hat unergründlich viele Strophen,
ein hohes, wie ein tiefes Knirschen.
14/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 236
Und im Vorübergehn erfunden sind die Knebel
der Freiheit für diejenigen, die unbedingt
den ganzen Dreck gern fressen wollen.
Unsteter Flat ist ja immer vorhanden!
Die aromatische Seite der Sättigung
bringt auch den wütendsten Personen
soviel Ruhe ins Verlies und kann
die penetrante Helligkeit sehr schnell
und ohne Umstände vertreiben,
weswegen Informanten tüchtig hämmern
auf die lieben Leben und Händler,
die ihr Werk entgegen aller Warnung
lieber aufbewahren.
Ihre Neutralität in allen Dingen,
wie zur Information, ist in
und der Tendenz weithin bekannt.
Egal, ob oben oder unten,
sie stehn verrucht im kühlen Nebel,
denn die Kluft verläuft sich restlos,
für nur ein Kilo Röntgenstrahlung.
Traurig, traurig!
Aber nun, genug davon!
16/02/2015 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 237
Der Specht, der des Hackens doch müde ist,
spricht nun die vulgäre Sprache der Händefüller,
jener armen Gewichte, die es immerzu genießen,
ihre Bibberbauten so naßforsch anzubieten,
als wären es die Lockstoffe Kassandras.
Man kann es wahrhaftig Niemandem verübeln,
sich suhlend im Schlamme des Neides zu wälzen,
wohin Verfolgende die Fliehenden andauernd verfolgen.
Die Frage, welcher Hut der erste gewesen ist,
flammt ein daher und völlig ohne Sinn
und ohne die Bedeutung innerer Leere
weiß man sich auch nicht mehr zu helfen.
Doch keine Angst, denn ein gewisser Jemand
gewährte die Aufnahme für den speziellen Moment.
Sisyphos, der anstand, um aus der Erinnerung
seiner schweren Memoralien geweckt zu werden;
viel Porphyr blieb ihm nicht mehr übrig.
Alle Amazonen dachten an den leichten Stein
und dann ist es gleich mal ein bißchen besser.
Jetzt allerdings öffnet sich plötzlich
ein phantastisch monotoner Abgrund, da hinter
einer schlecht aufgebauten maroden Fassade.
Stich, die wilde Katze sitzt in einem Sack,
der in Wirklichkeit nicht existiert.
19/02/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 238
Das Präparat der unbedingten Gegenwart,
es ist nicht leicht zu präparieren.
Launenlos wie die Dunkelheit fruchtbarer Erde,
die sich mit vollen Händen von sich wirft,
zur sanften Umformung des Willens,
welcher sich instinktiv immer weiter bewegt,
damit das permanente Brennen erträglich wird.
Den frisch gewaschenen Kopf kann man nun
in der Sonne froh spazieren tragen, die Zeichen
stehen auf Übersichtlichkeit, die Bücher
und schwarzweißen Katzen am Straßenrand
sind einfach und nur da, irgendwer geigt
einen Bach.
Dem, der auf lichter Mauer
sitzt und wartet, dem beweist
sich dann die ungeheure Anziehungskraft
von Rezitiertem, räderig auf Plasma
die Picht erhaschten Blickes,
auch in die Welt der Krabbeltiere.
20/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 239
Man kann ja das Gesicht verziehen
wie man will, es wird sich schon finden,
welche Rolle man spielt im Amphitheater des Lebens,
das manchmal starrt von Fassungslosigkeit
über diese Flüchtigkeit des Rausches selbst.
Wie eine Neumondplage wird jeder Gedanke
akut zur Litfaßsäule, die spontan
die Seiten wechselt, nicht zum Verwirren,
sondern für den Gott der Affen,
dessen Boden Tatsache sein kann,
um Distanzen zu verringern.
Flattern Töne, wie die Spatzen in Wind und Regen,
bis die Sonne endlich scheint,
entbehrt nicht der Magie, nur dem Zauber
spiegelt sich die Sonne,
zurück in den grünenden Wahnsinn,
wie die blutende Kuh auf der anderen
Seite des Sehens, wie die Drachenreiter
auf erzeugten Wogen der Begeisterung
unter Orions ungebrochenem Siegel.
20/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 240
Bunte Hunde auf Pfoten, wie elektrisiert
treibt der Wind singend Flaschen über die
Straßen und der Mond wirft seine Schatten
als Wollen voraus, was willkürlich skurrilen
Schatten in die Bibliotheken treibt, um dort
die alten Zeiten sinngemäß zu reinkapitulieren.
Wir kommen nämlich umsonst rein, genau,
durch die irrsinnige Verfremdung von Zeit.
Nach lässigen Prinzipien geritten, das Interesse
an der tatsächlichen Freundlichkeit,
es zählen die Erbsen im scheißkalten Wind.
Von den unglaublich hektischen Menschen sah einer
eine Riesensonne, wo noch die Kunst der teilweisen
Vollständigkeit lebt und seine persönliche Note.
Der gerichtete Fluß von Molekülen durchströmt
auf den letzten Drücker und mit wackeligen Beinen
diese neuronische Psyche.
Und man weiß nicht, wie es geschieht,
von soviel heller und schwarzer Kunst.
Alles nichts, als eine vage Vermutung.
Nicht einmal dem setzt man sich aus!
20/02/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 241
Und die Nacht ist eine tobende Furie
von Gelegenheiten, die eine markante
Spannung aufbauen, denn an großen Abenden
brennt nämlich die Luft nach Herzensnoten.
All, es ist in allem ein reißendes Fest
über Jahre.
Ein Hallo zum Mitmuhen,
aktuell für die Nachtmenschen.
Weg werfend, wie zurück
schmetternd, wie die Schneeflocke
im Auge, eilt die Stadt unterm
abnehmenden Mond, denn es
herrscht Aufgeregtheit hier im All.
Und dann weiß man es,
vom Mond und Sirius,
von Castor und von Pollux.
20/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 242
Da paßt man plötzlich doch wie der
heiße Schlüssel aus Wachs in eine
geeignete Nische des Nachdenkens
und erlebt so einen gesunden Windrausch
zur Kastanienreife mit der Impression
vollständiger Freiheit, die in ihrer
feinsten aeolischen Art durch das
Blätterwerk der Bäume rauscht.
Nur die lädierten Teufel stöhnen noch
nicht unter dieser Hitze. Die mindestens
kennen ihre Visionen, noch bevor sie auf
direktem Weg am Markte landen, wo die Welt
noch echt ist, echt im Licht und echt
im Schatten, echt egal, welche Zehe
auch immer oben liegt.
Man sollte hinschauen, solange man das
Blau des Himmels denn noch sehen kann.
20/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 243
Auch kann man sich als Intro ausvertieren,
einsteigen oder zurückbleiben, wir haben
bestenfalls die volle Auswahl.
So oder so schaukelt die Bahn für uns
turnende Kinder, bis der Deckel
von Ungeduld sich wölbt,
man erkennt sie schon von Weitem
an der Leichtigkeit des Fluges.
Wespen schwirren, Blätter fallen,
alte Freunde melden sich zu Wort,
höchstens eine hundertsel Sekunde lang.
Ja, das ist schon eine sehr vertrackte,
krankhafte Komplexheit.
Ein Lächeln genügt für größere Augen,
die so tun, als ob sie extra federnd
auf der Stelle treten.
Auf dem Weg ein ganzes Kartenspiel,
teils offen, größtenteils verdeckt,
eine optimale Bedingung für optimale
Wirklichkeiten.
Geh, ach geh!
Hör auf!
Geh, geh!
Überall herrscht Streß!
Überall?
22/02/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 244
Warum sind Gerüche so selten fotogen?
Sie tun es, aber sie bereuen es sofort,
wie die neurotischen Ameisenstaaten,
die in stets pfeilschnellen Wechseln
sicher an der Äquatorialen anecken.
Das lapidare Verhalten im Argument birgt
Antworten auf eine solch perplexe Sache,
die sogar im bipolaren Bergland
bald nur noch selten zu finden sind.
Und bestimmt entwickelt sich eine vage
Vorstellung darüber, wieviel Kompott
benötigt wird, damit der Drahtseiltänzer
auf dem Hochseil nackt nicht noch einmal
aus dem inneren Gleichgewicht gerät.
23/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 245
Und plötzlich steht man mittendrin im anderen
Treppenhaus, das voller Erdbeerlethargie sich
in den frühen, weichen Abend lau hineinbiegt,
das Wabengebilde einer schlafenden Königin
in friedfertiges Licht hineintaucht und die
spricht wunderbare Dinge von fernen Ozeanen,
Nasensägen, Kettenhemden, Hunden, Reaktionen.
Das Atom für den König funktioniert beruhigend
bis ins Allerkleinste, er zieht sich einen
falterigen Mund, der so zwiebelnett ist,
einen unverblümten Abklatsch vorzuführen
und wieder wird dezent daher gejubelt.
Manchmal aber schreien sie es laut heraus,
man könnte ewig diesen Labsorptionen zuhörn.
Schwer nur löst sich die Asche des Vergangenen.
24/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 246
Der Plural der Schmach sind die Schmähungen.
Aus solcher falscher Scham, die nie ein freier,
ungezwungener Windrausch mit sich trägt,
reifen pflaumenreife Pflaumen von höchst
zerstörerischer Kraft auf alles wahnsinnig Violette.
Zwischen denen hatten sich also
für einen kurzen Augenblick einige kleinere
Reibereien und Quetschereien zugetragen.
Was kann denn besser sein, als das Substanzlos,
das als so ein infinitiv perfides Ungeheuer anrollt,
das Los nur aus Enttäuschung spurlos aufzuweichen?
Ganz sicher erinnert man sich!
Es ist nicht immer nur Wehmut,
manchmal echte Tristesse.
Und dann denkt man sich oft:
"Nichts geht vorbei,
es geht einfach immer nur weiter!"
25/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 247
Es sieht ganz gut aus, wie die Tage liegen.
Dieser Tage (heute aber nicht - denn heut ist Papyrus)
rieb man sich an Feuern, die sich anfühlen, wie die
tiefroten Opale, die man unter anderen schürfte.
Andere, die wirr plauderten und plauderten,
solange, bis man sich auch von sich selbst
auf die zündende Idee kam und alles inklusive
Fertigboom wurde mit kostenloser Ballistik bedacht.
Der heutige Tag hatte in gewisser Hinsicht doch noch
ein Loch und eine eigene Nummer bekommen
und unter anderem schlagkräftige Papiere,
auf denen verfügt sein wird, wie bar das Extrem
den Extrementen teuer gemacht wird oder so weiter.
Kann es in dieser Zeit denn aber so sein?
25/02/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 248
Die Idee, der Idee mal wieder nachzukommen,
ist tatsächlich sehr reizvoll.
Aber sieh selbst!
Das verrückte Gesicht mußte sich plötzlich
bei einem stinkfreundlichen Kleidersammler
einen Anzug in den Umhang geschmuggelt haben
oder wollte er Mondlack holen zum Sonnenuntergang,
den gab es wirklich umsonst.
Außerdem schickte es sich, daß man sich
stundenlang damit überschüttet, wenn man
ganz ohne Kompaß einem seltenen Faden
auf den Fersen gewesen ist.
Bei entsprechender Gelegenheit zeigte er dann
auch mal gerne seine gemischten, exorbitanten Gefühle.
Wer weiß, es könnte direkt das ein oder andere
herzhafte Lachen aus der Werkstatt hervorlocken.
25/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 249
Wir tändeln durch die dichte Nebelsuppe!
Die Byteauspresser, die am Bytepaß auf
eine arglos vorüberreisende Beute lauern,
trauten ihren trüben Augen kaum.
Schau, schau, der Läusetreter Lauthals
bringt uns Neues aus dem Schlaraffenland!
Rattengift in Raten, um die tiefsten Schichten
des verschlungenen Daseins auslot(s)en?
Und es war mit gedrosseltem Spott
ein Erbrechen wider die Menschlichkeit.
So tat der Täter so, als täte er die Tat bereuen,
doch so war es (eben, leider) nicht.
26/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 250
Streng genommen erfährt das Insekt viel Ablehnung.
Eine Verabredung hat es, wenn überhaupt,
allerhöchstens mal mit und als ein Insektenfutter.
Ein Insekt ist also immer allein unter all den Insekten,
die insektenweise ohne Vater, ohne Mutter
aus instinktiv in die Ritzen abgelegten Eiern schlüpften.
Selten, eigentlich nie, gelingt es einem Insekt,
einmal kein Insekt zu sein.
Es kriecht die meiste Zeit in seinem relativ
kurzen Insektenleben.
Momente sind ihm vergönnt, da kann es schweben.
Dazwischen liegen Welten.
Doch eines ist 1001%ig wahr:
Die Würde des Insekts ist unantastbar!
30/05/2008 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 251
Der Mann aus Papier war längst
kein unbeschriebenes Blatt mehr,
als man ihn zum ersten Mal in seinem Leben
im strömenden Regen spazieren gehen sah.
Doch was war geschehen, wie konnte das sein,
daß er ein solch selbstauflösendes Wagnis auf sich nahm?
Daß es von der Liebe kam, ahnten einige wenige.
Es war, als ob eine unsichtbare Holzfaser es ihm sagte,
keine Schachtel, keine Tüte, wie weit er gehen mußte,
als Kundschafter bis zum Rand seines raschelnden Herzens.
29/05/2008 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 252
Ja und die Straße lebt sich beruhigend auf,
auch wenn nun kein Mond mehr in Sicht ist.
Blankes Hinsetzen in grauem Volldampf,
kein Pulk von Spatzen zum Freuen.
Einen Falken im Wind ermöglicht,
wie am höchsten Punkt gezeigt wird,
der direkte planetarische Kontakt
zur systematischen Herbeilockung
von kraftvoll leuchtendem Licht.
Und das hat soviel Klasse,
wie die Meeresbrisen des Atlantik.
Dezent aufdringlich werden gerne
unausgereifte Überzeugungen
dem Träumenden untergejubelt.
Und nach dem Prinzip der Entrückung
enthebt es den Blick des Betrachters
ins beinah unwirkliche Gedampfe
dieser täuschend bunt leuchtenden
monophrenen Oberflächen.
26/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 253
Wir wollen aufstehn und voller Tatendrang nichts tun,
nichts anders als die müden neuralgischen Punkte
mit Spucke und Pfeffer und Salz zu bestreuen.
Engstmöglich an die Erde schmiegt sich Sirius,
darüber schwebt hoch euphorisch ein Schwan.
In ihrem Loch verschwindet eine kleine Maus,
ihr Spielzeug verkriecht sich doppelt so schnell.
Und was man sich sonst gerne noch vorstellen will,
ist auch nicht wirklich oder halb so bedeutend, wie
die rein zufällige Entdeckung einer verlorenen Insel,
aber es regt sich im Keim ein interessanter Gedanke.
Zypressen lieben sich nicht nur an kalten Tagen.
27/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 254
Die Gier beim Tier ist immer groß,
so nimmt es Witterung auf,
die ätherischen Öle der Nahrung.
Mit dem Rachen frißt das gigantische
Ungetüm seinen jeweils grausigen Fraß,
mit Resümee, die Gazelle grazil.
Die Laterna Magica der seeweißen Vögel,
die sich nur um einen einzigen Baum dreht,
wie sich Gedanken oft um ein Thema drehen,
während ein vereinzelter Beobachter
von hoher Warte aus sich inspirieren läßt,
dröhnt von variablen Pfeifen schwer,
stöhnt für ein paar Schüsseln mehr,
ihr Verhalten scheint so ohne Weitblick!?
22/01/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 255
Ganz in der Nähe klappert volltönig Bestecktes,
hier schlenzt Sitzfleisch, dort brodelt Parfüm,
daher weht ein supraweicher Nachtwind.
Laternenweich beleuchtet, eine Pyramide,
ob mit Eis oder Feuer und romantisch
wie Quecksilber, konkret und ätherisch.
Nichts war wichtiger, als das Nutzlos
und die Skarifizierung der Geigenvögel.
Vom Gerüst abgerupft, die Polyglotzer,
das Sinnesorgan echsig getroffen,
zum Bekommen der Brachialitis
an all diesem hirnlosen Quatsch,
der aber doch so höllisch weh tut.
So wird das Innerste im Netz gut stimuliert
und alles Gerät steht in subtiler Bewegung.
Das schrammt sicherlich sehr ungebremst
an manch krausiger Stirne haarscharf vorbei
in diese stufenweise abgelebte Gegenwart.
Es ist zum Weinen, wie leicht sich manchmal
Treppen steigen lassen, wenn man sich
so etwas wie düstere Euphorie zuzieht.
28/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 256
Die Nächte werden länger, unterhaltsamer,
auf hohen Hügeln, in geheimen Kellern, wo
Fledermäuse, Mäuse, Rotfüchse sich sammeln,
um den Sinn der Welt in transparentem Klingen
als blauen Punkt links unten für den Arsch,
welcher unvermutet auftaucht, neu zu erfinden.
Das hilft gegen ansteckend Gelächter
und dabei riecht es dufte umweltlich,
ein smaragdenes Grün, was ehrlich ist
und tröpfchenweise sehr synchronverschämt.
An solch brillanten Tagen bricht sich das Licht
im Laub der Wälder und hört sich selbst redend
erneuern, daß manch einer davon wach wird,
um im Zickzack vorsichtig da durch zu gehen.
Dort verlieren sich die Blicke tief in Blicken!
28/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 257
Es war einmal ein wortloser Wind,
der immer wieder den Fehler beging,
daß er sich im Netz einer törichten Windsbraut verfing,
die wünschte sich heimlich ein Kind.
Ihre Sehnsucht blieb aber ungestillt,
weil das Vakuum keinerlei Stickstoff durchquillt.
Die Braut mußte der Wind mit einem Protonenkopf teilen,
der hatte stets im Konflikt seinen Frieden gejagt,
denn er wurde von fleischrünstigen Stimmen geplagt,
deren Klänge blieben ihm, alles zernagend, im Geiste verweilen.
Da erschien ihr ein weißer, gleißender Zwerg,
der ihr regelgemäß die Membran perforierte,
bis ihm logischerweis sein Mikroskop kollabierte,
vermutlich war eine Dimensionsverzerrung am Werk.
Solange im Anderen ein Es besteht,
braucht man sich nicht zu beeilen, um das zu verhüten.
Wenn man will, kann man gar so lange brüten,
bis die Symphonie eines sterbenden Sternes entsteht.
29/02/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 258
Erfolgreich war die Elektrisierung wieder hergestellt
am Meer sah man die weiten Gestade erhellt
da hat man für ausreichend Beweise gesorgt
man hat sich ein trocknes Klavier ausgeborgt
das im Innern eine Menge Kaviar enthielt
viel lieber hätte man zwar auf der Orgel gespielt
doch die Stellung war viel zu unglaublich
für den hygroerotischen Raubfisch
Zur Einfrierung des Erogens wurde das System jetzt entstört
es gab welche Leute die fanden das ziemlich wie unerhört
allein es wurde die physikalische Einheit vermißt
oder einer der da ist wo der Regen ist
das lag nun am Werden und es lag am Vergehen
hier zwischen den Zeilen hier könnt ihr es sehen
damit dem die Daunen auch sicher sind
wirft der alberne Tross sich mit den Segeln in Wind
doch die Stellung war viel zu unglaublich
für den hygroerotischen Raubfisch
02/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 259
Ins Morgengrauen kurvt der
Vogel Mystik mit einem vielfach
Wahrgesicht aus manch den Breiten
der bekannten Mummenschancen.
Bewegung kompensiert die
Fiebervibration hinaus ins
grüne Grün, da zum Aus,
Glück dreimal auf die Füße fällt.
Das Phantom der Haltung
auf den magischen Schienen,
die das gute Schnell bedeuten,
man sollte sich davor behüten.
All, denn es kann dieses oder
jenes Deuten mitbedeuten.
Zufälle gibt's!
Und so kann ich manches hören
und meine Interpretation erhält
einen optimalen Grundton,
der klingt wie ein Tritt
über einem hohlen Kanaldeckel.
03/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 260
Sadistisches Spiegelgefecht oder Gewalt
und ihre Tücken durchschlagend dargestellt.
Das entbehrliche Migränchen, zum Teufel auch,
diese Wand scheint näher jetzt als sonst,
ich könnte sie ein weitres Mal erdolchen.
Mein heißes Herz blickt durch einen imaginären
Elefanten aus schleimend Flaum und Federn
sehnsüchtig in die wild schaukelnde Ferne.
Ein glockenhelles Brennen in den Augen,
es verschiebt sich um Tage nach rüber
und macht mich bereit für das fließend
körperliche Abenteuer meiner Lupfmaschine
im steten Kampf gegen die zeigerlose Uhr.
Ich lach mich wech, so als wäre ich die Mauer.
03/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 261
Die Stadt, die man nicht gerne sieht
Straßen, die sinnlos verlaufen
Menschen, die ihr Leben verkaufen
Ein Hund, der das Bein hebt
Ein Schwert über`m Kopf schwebt
Schatten, die täglichen Irrsinn bespiegeln
Spiegel, die nächtliche Schatten entsiegeln
Kinder, die ihre Kindheit bedauern
Blutige Spuren auf verwunschenen Mauern
Gewaltige Träume, die verloren umherirren
Vergessene Sprachen, die die Sinne verwirren
Gierige Mäuler, die Zeit scheint entrückt
Verlorene Blicke, per Zufall verrückt
Das ist, was unablässig Schlieren zieht
Die Stadt, die man nicht gerne sieht
03/03/2012 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 262
Der Himmel über dir
Der Himmel über dir
war immer schon blau
Der Himmel über dir
hat Segel Flieger Bügel
Eisen Träume aus
Chiffon und hellem
Staub den nie ein
Sonnenwind verweht
Der Himmel über dir
ist frei von allen
Rechnungen ist frei
von Schönheit
frei von Qual
ist Lust und oder
launisch wie ein
Pferd
Der Himmel über dir
ist immer blau
von Seen
Orchideen Wäldern
Nummern Schildern
immer blau
ein Flimmern
und Dazwischen
05/09/2010 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 263
Der Frühling ist endlich
erwacht und so erfreut man
sich an den angenehmen
Temperaturen und den freund
lichen Gesichtern der Menschen,
dem Lachen der Kinder und dem
Summen der Ameisen in den
Marmeladengläsern. Und auch
die Wiesen beginnen, dich mit
freundlichem Farbenspiel
zu bezaubern. Was stört, ist
lediglich das nervöse Flackern
der Straßenbeleuchtung.
21/04/1999 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 264
Grün bebrilltes in die Dämmerung starren,
den Mücken beim Fliegen zuschauen
und den Linden beim Verblühen nachtrauern.
Eine zu Schweiß treibende Angelegenheit
für einen gequälten Hund, der sonst nichts dazu
sagt und es scheint Sonne, als wie ein verbrannter
Diamant, dessen Flackern verglimmt ohne
Nebel und feines Katzenhaar streicht sanft um diesen
kleinen Zacken Vernunft, der so allein,
bar seiner selbst, sich am Glück zu erfreuen,
unterwegs die scharfen Wolkenränder nachzählt.
Glück, das sich noch nie in zögernd einer
Sicherheit gewogen hat. Wind wirbelt wieder.
04/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 265
Was von oben her betrachtet nach sehr viel aussieht,
das Ego, wird durch Temperaturen glatt entrümpelt.
Alle Wünsche erfüllt der Spaß direkt vom Bauch raus,
einladend für phantastisch flotten Wind zum in den
Staub sich machen, ein Glück, es gleitet weiterhin
das Doppeltier vom Deja-Vu als Sonnenfänger und
als Reisender in Schnickschnack.
Das Üble an der Zahl ist nicht das dreifach Runde
und ein Himmel voller Farben malt ein Herz, das nur
von unten raus mit Orangen noch nach oben wirft.
Kann sein, schon schlägt die windige Stunde
der Blüten Hagelwahrheit rund, der Himmel wie
ein Traum aus Sympathie und Horror dräut, es drängt
kein bißchen Zeit, daher schleicht grenzenloses
Unverständnis in immer neuskurriler Umgestalt.
Den meisten tut das nicht mal weh!
04/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 266
Aus der Bornaniertheit seines Wollens
begang der außerorenklich Dankbarkidiot
ein eseltsame Frohölichkeit über die kleine Zäunin
die macht er los im Mittel der Funktionen
Klony & Byte im Orgnaismus der Blöckaden
die zerrkissene Aeoinheit und die Tabuen
ums Mundhormonika zu streioechen
da reibts die Szen am Küchentischs
Das Jähens geht sichs heute wie Gespei
wei der Obsket zum Rande geht
Zirkumpfolitzens Horenissen
beim Aderessen zu ergeitzern
wohl eh das große Heund schwer fällig
hiebt über dieses Dächerein die Bein
Der Mechnasismus der Scha M aNie stellt nie
kein Viehekel kein Parobeleme an sich
die Randfahrer gehfällich atmen es auf
aber der böse Wichtwicht nich
04/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 267
Man schenkt sich die gute Laune im Frack,
sitzt hinter einer dicken Scheibe Glas inkognito,
Zierküsse fliegen immer tiefer,
bis es vor Freude in den Brüsten knackt
und impulsiv streckt man die Wangen
schweigsam in Richtung der Westen
und wühlt daselbst mit vollen Händen
um die Schlüssel für einen goldenen Hafen.
Man könnt es auch mal gut sein lassen!
Ein Photo von dem großen Unsichtbaren,
das auf Tuchfühlung kommt, war zugegen.
wie die leeren Augen von Morgen.
Es war eine Rose, die fiel!
04/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 268
Unbändiges Brennen schiebt sich ein,
es türmen sich malerisch Gebilde mittels
Weite vor Gesichtern, keine Fessel bremst
lebendig Phantasie jetzt, ja die bewegt sich,
wie Libellen über Stufen sich bewegen.
Grün schillernde Fliegen auf Granit.
Brach liegt das Herz, wie ein entzündetes
Streichholz unter abgeflachten Gebirgen,
so läßt sich liegend gut aus allen Wolken
lesen, die sich rundum um die Sonne sammeln.
Nähe ist nichts, was am eigenen Leibe
fixierbar ist. Vielleicht ein wildes Rauschen
oben wie unten und danach eine kräftige
Mischung aus flüchtigen Worten, die wie
zutraulich nur herum spazieren.
04/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 269
Es ist zurückgekehrt, das facettenreiche Melodium,
unerkannt vom blauen Himmel und heißer noch als Eis,
man weiß es allzugerne hier in den verschworenen Zirkeln.
Darinnen steckt Musik, daß helle Freudenfetzen nur
so fliegen und gegen den Wind springt ein fetter Hund
in die tiefblaue Luftfeuchte des illustrigen Abends.
Später scheints, als fliegen buntere Käfer mit uns
und die quietschen vor Verlangen, vor Vergnügen,
von den wilden Stürmen der Leidenschaft gepeitscht.
Einige klischeehaltige Getränke später war es schon
wieder so ziemlich soweit, es gab da einige Passagen,
die erinnerten an ein wütendes schwarzweißes Wetter.
Ein Instrument zur Analyse von richtigem Sex-Appeal,
das uns den wandelnden Wahnsinn piepegal sein läßt,
durch ein zuviel an Wasser aus zu rauschenden Quellen.
Zuviel? Nein, vielmehr zuwenig!
Die Stadt ist groß, die Welt bekanntlich ein Dorf.
05/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 270
Wo's immer wieder brenzlig brennt,
dort neigt der Mond zur Fülle,
dient beiläufig als Lichtästhetik
für Amokläufer und Komasäufer.
Weil man Menschen begegnet,
von gespenstisch warmer Färbung
und ihren Geschichten,
die niemals bedeutungslos sind,
aber lückenlos im Widerspruch zur Welt
einer Hölzer und Mäuse verzehrenden Schlange,
begünstigt das den Schmetterling im Glas,
den Flug der einsam schwirrenden Vögel,
bis sie erledigt sind und um die Kreuzung straucheln,
wie die Schutz suchenden Silhouetten.
Aus purer Laune zum Vergnügen streicht eine Natter
dem dämonischsten aller Augen entgegen.
Da schöpft vom Ruhm den Ruhm die neue Sichel.
07/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 271
Der entscheidende Vorteil für Lichtschlucker, Nasenkratzer,
sowie für profilierte Bewußtatmer und unaufdringlich Aufblühende
ist, wenn sich das nächste Tor des völligen Vergessens öffnet.
Und was dann wär, das ist so wahr, wie selten etwas zuvor,
ein federndes Objekt zwischen den gefräßigen Papierkörben.
Man kann ja garnicht oft genug hinschaun, es sei denn,
es handelt sich um die berühmtberüchtigte Verwechselung.
Doch wer sich dadurch überlegend glaubt,
der ist dynamisch eindeutig im Nachteil!
Hol's der Teufel, aber die paradiabolische Überheblichkeit
der unterbrochenen Linie hat ihren Sinn nicht nur
im simultanhypnotisch abgehackten Rhythmus.
Flieder und Kastanienblüten sind die natürliche
Grundvoraussetzung für die enormen Gezwitscher im Park.
08/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 272
Absurdes Gepolter, das nach allen Seiten torkelt.
Und das rast so, hoffnungslos anpassungsfähig
und hilflos, was mehr als gelegentlich repräsentiert,
daß die Spannung zu hoch ist.
Und am Vulkan zerfällt die Staubwolke zu Asche,
eine plötzliche Urgewalt und nichts kann Wolken mehr
erschüttern und da verschwindet eine ganze Stadt
mit all ihren Problemen.
Und da fallen die heißen Schatten des Lichts
auf die kühlen Lichter des Schattens.
Ulkig genug ist der Geist der Widergespenstigkeit,
was das geschmackvolle Umfeld betrifft,
weil auch Pegasus sich mit seinem blanken Huf
hindurchbalanciert, erfindungsreiche Funken schlägt.
"Ich denke, also war das so!"
"Auf die Plätze fertig los!"
"Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!"
09/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 273
Wenn abends dann die scharfen Messer fliegen,
braucht man nicht lang danach zu suchen,
denn es steht den Verfluchten auf den Stirnen geschrieben,
man geht mit besänftigendem Schwingen hier lieber nach.
Wer statt spontan sein Geistesgegenwert sich wählt,
sein Jetzt in den vorionischen Dimensionen festsetzt,
der ernährt sich wohl den innerkannibalischen Zombie.
Dem genügt zum knochend lauten Denken nämlich
ein gemeines, böses Grinsen rund um das Stimmband.
Er ist entschlußlos bei Besitz und wirft sich voll ins Lebensmittel,
das er jeweils furchtbar hypnotisch mit den Augen berollte.
Und was daran verpufft, ist Luft und Qual,
die vor Verstopfung in die Bresche stolpert.
Und wenn man draufspringt, kracht es,
mit dem Klang einer fliegenden Emotion und verdampft.
Aber die Sonne sinkt bleischwer ins Grau.
09/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 274
Das nervös gehetzte Tier sucht überall nach Nahrung und nennt
ein jedes Bißchen so bei dem geflügelt vollen Namen und das
ist echte Hingabe, dafür bedarf es keines weiteren Beweises.
Immer diese Skepsis auf der Spur des alten Fuchses,
der schon lange vor seiner Zeit einen schmierenden Fetzen
in die sandigen Farben der Dunkelheit zerrte.
Während das Früchtchen ihn aus den Disteln herausbegleiten wollte,
stach der kopflose Helfer, den man nicht folgenlos idiotisch nennt,
im Dickicht, wo man zum Spaß welche verschlingt, die niemals gehorchten.
Die suchten das Verhängnis nicht, bis das Leben sie getötet hatte.
Ein Lufthauch konnte ihnen schon den Weg verwischen,
nur weil man sich einmal die Lasten eines sündhaft
schaumgefüllten Löffels just zum Munde führte.
Damit die, die nichts abkriegten, als die hauchfeine Illusion von Schokolade,
klaglos harrten, bis der Knopf im Kopf verschwunden ist,
umgab ihn der Geschmack von Unterdrückung.
Das nervös gehetzte Tier sucht überall nach Nahrung und nennt
ein jedes Bißchen so bei dem geflügelt vollen Namen und das
ist echte Hingabe, dafür bedarf es keines weiteren Beweises.
10/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 275
N·E·I·N·M·A·L - die Paranoia
oder das Glas is(s)t die Geschichte.
Mit diesem zahmen Käthchen Schubladen aufzuziehen,
die wie von alleine ins federweiche Bettchen fliehen.
Und es steigt das Mädchen je nach Lust und Laune in die Fassaden,
um dort mit ihren spitzen Schreien daraus Einzelteile und zusammen
Eins gemacht zu haben, bis daß der Vorhang illusionslos entfällt.
Dahinter, wo es seltene Rüschen strickt, verbarg sich ein besserer Plan.
Das Sinnesorgan, wovon man sich kaum losreißen kann,
hat sich herzallerliebst bequemt und eine Flut von Symphonien
in der Enge eines Blütenbüschels vor den Fenstern entstellt.
Neunzehen springt wie eine Katze springt,
springt in ein tiefes, quicklebendiges Loch.
Und doch, es ist das Klirren, woraus so ein Zeitsprung besteht.
10/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 276
Zeit also, die geht, bis knapp über die Knöchel geht sie,
ist schwach an den Beinen behaart, selbst in den Knien,
die abgeklärt genug, doch kaum vorhanden sind und wie
die zu Füßen der Sonne in der Zeitwelt verschmachten.
Es kann die gehende Zeit eine Fontäne entmachten,
wenn vor Mitternacht ein Blitz einen Schatten beschien,
wenn ein Phantom vom Flecken den Flecken vertrieb, also nie.
So träumt sichs gerade und von der Gegenwart am besten.
Die dringende Frage aber lautet bloß: "Wohin, wohin mit den Resten?"
10/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 277
Da wird das Zuckerbrot zur Peitsche, zur variablen
Sense für die nachtquakenden Frösche,
die nehmens nicht mehr auf die leichte Schulter.
Soviel Erkenntnisreichtum müßte sein.
Und es scheint in einem magnetischen Lichte
unter Jupiters Regiment, der da praktisch wie
halbnackt wacht über der Krone des Südens,
ein seltsamer, milchiger Schimmer
aus dem Buch der gesetzlosen Sterne.
Man dachte langsam, wie ein Stofftier, quasi,
so schnell wie ein paralysierter Schlapphut,
reagierte verständnislos in den prickelnden Phasen.
Mit der Energie von Zentauren wurden Zungen gespalten.
Das Manko mit der Figur kurz vor dem Frackfriedhof.
Man kann sich dessen bewußt sein,
daß die Sonne nie wieder einen Ball ins Feuer wirft.
Fliehende Hitze, die flieht, um für den Moment
das Gefühl von kalter Substanz zu verschenken.
Das kann zerdrückend schnell wieder vorbei sein.
11/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 278
Millionen revolutionärer Faktoren bilden den Komplex
durch bloßes Hinsetzen und ein Hauch löst sich daraus,
Steine wachsen planlos, einer fällt noch ins Auge.
Den Körper ertüchtigt, auf nacktem Fuß verteilend, sich
der grüne Salamander, Kopf kopfüber und schlägt spontan
sich nieder, spontan, das Opfer ist bewußt, nicht irgends
ungebunden, sondern treibt in loser Folge zügellos daher.
Mit einem Blick ins Widerliche und zusammen mit
den Abendfliegen kollagebiert eine notlagensichere Dürre,
die sich bemüht, die Sonne hinter Dächern
und auch sonst noch manches zu verbergen.
Das kostet einmal extra Schlingen!
Wer rennt denn schon glühenden Auges
in die offenen Schwerter des Glücks?
11/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 279
Die Wellen, die hochschlagen, schlagen noch
hoch nach und All, es relativiert sich rund und
ein bißchen Funke, beinah romantisch, springt
noch hirnrüber, bis die Federn fliegen.
So regnet es zu reißenden Zwecken
rostähnlich richtige Nägel von Händen.
Und die Geduld der Schafe und der Schäfchen
wird genau nach der Schablone mächtig bis auf
die Foltern angespannt durch eine merkwürdige
Verlangsamung der Zeit, die fast schon an
drakonischen Sadismus grenzt und so
entsteht das Lied von der Idee vom Stillstand
mit sehr viel Sympathie für Sonnenenergie
und man ertappt sich fassungslos in Leichtigkeit.
So faßt man sich denn in Geduld.
In Wahrheit ist das Liebenswerte
doch zu sehr vom Lieblosen umzingelt.
Man starre also müßig ins vielfältige Grün
an irgendwelchen Ufern und sehe eine Schar
von blinden Passagieren, die die Welt mit
uns bereisen, das wehmütige Lächeln einer
gläsernen Göttin, die Ewig gebiert,
zerstörerische Kali und überall liegen
nun Früchte, Buschbaum gesteuert.
11/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 280
Daß es an der Musik liegt, ist eine andere,
durchdringendere Art von Wahrheit.
Das Cello war kunstvoll drapiert,
die Idee des Schlüssels behende notiert.
Vornehm ausgedrückt, sang die wilde Schnepfe
einen massig schrägen Kompens,
konnt zwar für den höchsten Ton nicht garantieren,
aber für spätere Gesänge.
Dann hatte der Delinquent einen typischen Geruch
von unsäglich musikalischem Blau
aus sich heraus dirigiert.
Und für diejenigen, die wissen was Musik ist
und wie sie funktioniert, lachte der Kannenweise
mit der flageoletten Blende Eins
schrill wie aus vollem Halse
und gewann so eine andauernde Summe.
Wie die Trompetenvögel im Morgenpark,
die sich in gegenseitiger seelischer
Abhängigkeit weiter nichts versprechen.
13/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 281
Ansichten und Geschichten von Leuten,
die nie das taten,
was andere von ihnen erwarteten
oder das Gegenteil.
Laßt euren Geist sich verwirren,
um sich anschließend als neues Bild
wieder zusammen zu fügen.
Motto: Leicht ist, was abhebt!
Wie ich mein Glück fand?
Kopflastig!?!
Test: Sind sie denn noch zu retten?
Was ist ein Kopfkissenplacebo?
Oh du dickes Brot,
voller I-Kuhmist in gedungenen Brocken.
Dieses Loch war offensichtlich
nicht so neu hier im Eimer.
Masos sind die größten Sados
oder Simulanten.
Das sind vielleicht strohkomische Gedanken,
aber es ist schließlich heute ein Sonntag.
Also feiern wir zur Ausnahme des Tages
doch mal eine Rolltreppe,
denn es gibt weit und breit keine Butterdosen
und jein, man trödelt daher,
auch ziemlich schnell.
13/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 282
Mit dem nacktem Gesicht der höchsten Konzentration
machte man sich auf zum Tanz der fahrenden Massen.
Zum Ausgleich gab es, deprimierend schnell für alle, die Tortur
und ganz besondere Begegnungen von hoher Schreckkraft
mit den perversen Drahtgespinsten von gesprenkelter Haut,
die sich träge, mürrisch und faul auf schrägen Mauern wälzen.
Durch sein steinernes Grau treibt der lukreative Keil die Kreatur
in die galvanischen Kulissen, nur um zu sehen, wie es damit umgeht.
Zum eleganten Ausweich wurden sie beliebig verlagert,
mit Püffen und Knüffen durchs Spielzeugland getrieben
und man schaute sich dabei so richtig tief in ihre Augen.
Und voller Mitgefühl hat man sich auch viel mit Nichts beschäftigt.
Das Mondvolk, flehentlich, ist auf dem Kopfsteinpflaster verhaftet,
hochtrabend geht es weiter hin, auf marodem, tückischem Boden
und darunter tobt ein Meer von Lust, so ein wrasender Schleim.
Viel grummeliger als der Mond, diese lieblich brennende Kerze,
aber lächelt der triste Straßenrand, hält ein, was er verspricht.
Man sagte noch, es sei am Dorf so unbedingt wie üblich,
sich auf das Wesentliche im Gemangel zurückzureduzieren.
17/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 283
Man beachte unter diesem Superhimmel
Lebewesen mit X-Beinen oder Fahrrad,
Frohnaturen mit und ohne Hut.
Eine irre hektische Vielfalt
mit menschlichen Pointen.
Die Luft ist schwer von Luft.
Das grimmige Bollwerk ist der Mensch,
nur aus dem Drang, darüber hinaus
zu wachsen und davon wird die Welt
bloß Blutorange mit einem Hauch Magenta.
Wo jeder Damm wegbricht, mit der Intensität
der machtvollen Allegorien, bleibt dem Wesen
der Schludrigkeit nur die Triefsucht
und ein Safranfädchen im Wasserrauch.
Und schon ist die spreizende Nacht
im leichteren Bogen hereingeschnappt.
Doch die das explizitere Glück auskotzen,
verrichten den Akt des Abstreifens
auch nur ohne einmal umzurühren.
So sieht man Wiesen, die in Ackerland
verwandelt sind, auch als normal an,
weil sowieso nie alles ganz perfekt ist.
17/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 284
Zu unserem Glück weht uns der Wind seltsamerweise
den Duft einer dicken Bratkartoffel zu.
Die Mittagsfrau riecht jetzt wie Thymian.
Sie verspricht den Duft mythologischer Essenzen,
von Früchten, die an Hand und auf dem Boden liegen.
Sie hatte aus den protzigen Ranzen genascht,
um sich schadlos daran ein Fest zu halten.
Und tief aus dem Bauch heraus regt sich ein Leben,
dubios, wie die paar spelzigen Eier vom Kiebitzen.
Kein Embryo, kein Wunder, kein Einkaufsbeutel
und sie bedauert es insgeheim.
Die flennt dann los, von Wasser, Rauch und Schweiß,
wie ein mit sich selbst konfrontiertes Portrait
vor dem magersüchtigen Spiegel.
Weil Reiskörnchen zu Boden fallen,
erhebt sich der Triumph der Düne,
woraus doch noch ein Berg von Fraß erwächst
oder mithin auch die Logik eines Sandkorns.
Als sie gegangen ist, da war sie dicklich in Persona
und in Gestalt von runder Form.
Noch weiter als ein Kochdunst geht,
geht Ausdehnung wirklich nicht vorüber.
Die Dattel in der Feigenkiste hatte fraglos
die Farbe von Schuhcreme.
19/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 285
Weiterentwicklung ist angesagt
und sich Loseisen vom makaberen Lack
und dem Lakritzendenken der Lakritzenmenschen,
die haben doch Alleevögel in der Tasche,
die schmeißen einen ja regelrecht damit zu.
Die Reisen im Dampfschiff erweitern das Alleinsein,
die Auflösung, das sanfte Kräuseln der Wellen
ziseliert sich heran, wie eklatante Willensbrecher
aus dem baldrianischen Meer der Drögerien.
Phantastischer Wind draußen, der zu Scherzen aufgelegt
dem Reifen folgt und in den Kreis energieloser Bienen
trägt es den Geschmack dieser Superthermik.
Man streckt mit Wankelmut den ganzen Kopf heraus,
denn es wird Frühling, hin zur Straße.
Da flattert eine rote Drachenschnur, wer aufschaut ist
sofort bereit, nicht auf dem Absatz kehrt zu machen.
Und auf einmal dröhnt es, vom Mißachten der Regeln
und das ist gut fürs Herz und nicht nur für die Lungen,
denn auf ein eingesperrtes Wort, da kommen tausend Freie.
20/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 286
Schon fliegt der Sommer
und wo man hinfährt pfeifen Spatzen
hungrig Trübsal von den Dächern.
Sommer bis zum Abblitzen,
mit einprägsamem Wind aus Mechanismen
und aufgeregtem Flattern untermalt,
am allgemein rußgrauen Himmel.
Der Mond scheint diesmal dort
besonders nah
und gipfelt im Zenit einer noch
spärlich kahlen Baumastspitze.
Nach Meinung der Marienkäfer, die in Scharen
orientiert nach Gestern fliegen,
kann bei solcher Thermik kaum etwas zu
Boden schlagen.
Alles Graue trieft vom Himmel
und bildet sich beinah
ein Eis vom Schnee zu Wasser,
das macht die Füße naß,
denn der Winter kippt
sich klar zum Frühling hin,
so küßt sichs leichten Mutes.
20/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 287
Kühler Wind und Flugkulisse, da fliegt man gerne mal
wieder furchtbar daneben, bis zum Flughafen und wieder
zurück und kein einziges Wölkchen mischt sich ein in
den lustigen Rundflug, unterwegs da fliegt es sich eben
besonders gut, da macht sich die runde Sonne wie aus
einem Staub, worein die Bilder, die wie aus allen Wolken
gefallen, geradezu zärtlich hineingeschrieben sind, die hier
möglichen Zweifel werden federleicht und vom Tisch gewischt,
was aber so eigentlich nicht üblich ist für den König von
und zu Greif und seine ganze Ehrenbande von und zu Hofe,
wo manch einer nie die Welt wie von oben sieht, es gibt also
vermutlich in diesem Luftspiel keine weitere Katastrophe.
20/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Die Phönix Sequenz - 288
Und immer wenn der junge Springinskraut
seinen Sonntagsspaziergang machte,
saß auf seinen Schultern so ein Daumeling,
der gehörte zu den grünen Spähern
aus der Epoche der verbrannten Brennesseln.
Er ging mit dem Motorrad los,
die elektronischen Rosinen jagen,
sein winziges Metallöhrchen stieß vehement
an den bizarren Leuchtturm der Leidenschaft.
Es gibt wieder ein neues Etwas zu erzählen
vom Raubvögeln im Buschwerk der Umgebung.
Die Taube putzt dem Täuberich den Kragen
und Eins ist krumm von Fragen,
ihr begluckstes Sinnieren machte ihn zappeln,
am besten ist es wohl unter Pappeln,
sich raschelnd lauschige Töne zu sagen.
Welche Lasten hat denn erst ein Schwan zu tragen,
daß sich sein Hals derart verbiegt?
Traurige Objektität zerknittert euer Dilemma!
21/03/2016 P.S.

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