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Kaleidoskop der ominösen Spiegel
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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 289
Zur Rebellion der Zipfelmützen lässig in den Mangroven
gesessen und gegrinst
unkompliziert durch das vegetarische Nervtötsystem
geglitten und gegrast
Plötzlich kam wieder Beinnähe aus etwas imperfekter Richtung
im Wechsel der Perspektive geht es daher nach New Yorck
Da ahnte man es schon auf mittlerer Entfernung
wie Streuhaar in der Nische sich mit seinem Hund vermehrt
wie Bouf le Boeuf et Baff für ein Portiönchen Strychenin
den wilden Zuber reitet und dazu passend die Frisur
und wieviele Ingredienzien an der Reiseleine ziehen
Und eines Tages sind sie unnahbare Freunde
der Telephant und die Kuh aus Mückenspeck
wenn aus Weißschwarz ein Schwarzweiß wird
Der alte Drache Stadt
den Weg vordem mit Drachenblut gefestigt
Licht mag sie in vornehmlichen Kugelbildern
das Rinnsal schrägt anbei die Landschaft
22/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 290
Und Jupiter wirft tolldreist Schatten,
es sei denn, man verdünnisiert sich
in eine Konjunktion mit Venus und Mars.
Und alles, was die Konstellation parat hält,
gehört zu den subelementaren Fragen.
Zeit und All sind verschwenderisch sprühende Kraft
in kultig, kultig, edlen, edlen Farben.
Und eisiger Dunst zieht von den Leoniden,
zur Stunde ist dort ein Sommer ausgebrochen.
Die Lüfte, aufgewühlt von notorischer Trägheit,
verharren auf einem Haufen energischer Szenen.
Und während der Mond sich verfinstert,
lächelt still in Verzweiflung der Brotagonist
seine wunderbar verzehrende Lebensmüdigkeit
in die Kelche verwelkender Blüten.
Mit den Krümeln der Lethargie hat er sich
im Phlegma die Gesundheit zerstochen.
24/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 291
Von des Messers bessrer Schneide
tropft doch das kalte, zähe Blut.
Und wird der Nerv vom Nerv getroffen,
und das geht vielen so,
dann nehmt den frischen Kaffee von der Zunge!
Und sei Granitstein zwischen uns,
in feiner Wechselwirkung!
Da werden wir sehr rasch sporadisch.
Die Spannung der voreiligen Freude wird zum
knarrenden Gemeißel unsres Wißbegehrens,
und es geht vielen so, als wäre es die Geburt
eines verhinderten Kraken, der nun zum Glück lebt,
von Kreuzung zu Kreuzung und auf großem Hut.
Sein Gesicht war beabsichtigt und voller Narben.
24/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 292
Dreizehn, nie hat man soviele Elstern
sitzen gesehen auf einem Schlag, sie lauschten
dem Konzert der fleißigen Honigbienen.
Das war in der Sekunde, als das Ohr empfing,
den schönen Kreiselbrummton aus dem Zentrum der Galaxis.
Da bemerkten auch die Krähen in Gesellschaft,
daß ihr Verhalten dem von Krähen in Gesellschaft glich.
Und es bildet sich eine geräumige Kugel
voller olympischer Freuden.
Dafür verlagert sich das Geschehen unter den Mond,
eigens mit Sonnendynamik und so.
Das Gelächter im Zentrum des Gemetzels,
denkt bloß nicht nach darüber,
es ist ja weiter nichts Gravierendes!
Nichts, das erschüttern müßte!
Zu dumm aber auch!
Aber Lob hat sich gepaart mit Antilob.
24/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 293
Wo dampfendes Eisen verlöscht, da hausen
die endlosen Schleifen der Unsterblichkeit,
Echotengesänge von einzigartiger Schönheit,
die zur Antwort erst Schwaden garstikulieren,
wie blödsinniges Federvieh das Gehirn
mit fließenden Figuren überschwemmt.
Ambitionsfreies Theater, das im Gegensatz
zur starren Haltung eines Schmarrens einen Schmarren hat,
als Indikator für die zierlich ausgelassenen Possen.
Da ist der Hirnizont, von Flechten und Moosen,
bewachsen, gelegen, den Kopf zu verlieren,
der im Schlaf die wilden Phrasen zerreißt.
Es geht also um völlig normale Außergewöhnliche.
Charaktere, die nichts Archetypisches an sich
zu haben scheinen.
Wer lauscht, der wird mit einem Pfeifkonzert belohnt
und absichtlich in den Urwald hineingeschoben.
27/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 294
Zuviel Wasser heizt die Atmosphäre auf.
Um teilweise aus der Erinnerung zu schleichen,
um in dem global verloren gegangenen Schuh
(k)ein Zögern zu vermeiden, hatte sich die Maske
an sich selbst mit Furio und Rabia verbissen.
Wahrscheinlich zwischen den Atemzügen
sitzt der blinde Hase hypnotisiert, kein Witz,
viel Salz und Pfeffer für mindestens eine Schlange,
in Porzellan schwelgt die burschikose Apfelkuhkusine.
Man fühlte sich ordentlich gedrungen und genötigt
in die falschen Unsichtbaren stöberen zu gehen.
Da es hat geläutet, man hat davon schon bis
in die entferntesten Haarspitzen hinein gehört.
Achtung! Vorsicht! Es sind Feuerkörper am Werk.
28/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 295
Der im Pertinent eingemachte Mann hatte zuviel
gesoffen und gekifft, also geriet er aus der Fassung
und tief in die Mesopotamien geheimer, blinkender Kegel.
Der mathematische Strangulent lebt inzwischen
in einem Trugschluß ohne sichtbare Handlung.
Wir, die wir keine Ahanung haben und niemals so tun,
als hätten wir sie hier, wir wollen mit all dem da nichst
mehr zu tun ahaben!?
Wir wollen Rästel aufwerfen und Phragen aufgeben
und Wale abahaben!?
Wir entheben hiermit die Grammatik ihrer Wirksamkeit
und Bedeutung, wir enthebeln hiermit die festgefahrenen
Fundamente dem verwöhnlichten Denken.
Macht auf euch!
Und Fass gewast!
29/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 296
Die Staustuten feierten ein Sattelfest
zum Ritt herrlich die Volte irrigieren
am Peripferdchen hängt ein Schleim
es war mit Nichten eine Spaghatelle
der Texter will an dieser Stelle
den Leser dauerhaft verwirren
die seltenen Kontonoten im Verreim
die muß man erst einmal entwirren
es könnt doch sein und leicht spaßieren
daß einer von den beiden Zwein
auf einem Pferderücken rückwärts steht
daß dadurch leichter Meisendruck entsteht
normale Horsen haben keine Reifen
so kommt es vor daß Zügel schleifen
am besten denkt sich jeder nun den Rest
29/03/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 297
Wer nämlich Boomerangen seine Neigungen erklärt,
der weiß, daß sie solang nicht denken müssen,
bis sie endlich nicht mehr wissen, wie es funktioniert.
Ähnlich hatte sich als Mottenpulverin verkleidet.
Ein Drohmedar schwirrt abseits aller Schranken.
Der Schwung im Glanz von Alpha und Centauri
kommt dem Horizont zu nah mit seinem Feuer.
Der anonyme Brief im Leierkasten hyperreflektiert.
Zitronen schlingern telepathisch durch den Apparat.
Wer aus dem Flug die stimmlichen Signale fängt,
der weiß, daß sie solang nicht denken müssen,
bis sie endlich wissen, wie es nicht mehr funktioniert.
31/03/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 298
Wie man sich den Wunsch erfüllt,
daß es beim Picknick regnet
oder eine schiefgesichtige Parodie auf alles,
was am Abend verkehrt oder türkis geworden ist,
während Hase und Häsin, wie sie zum Scherzen
erklecklich die Natur verschönern
und zu zwei Sternen werden, die plötzlich
gern in den Hecken verschwinden.
Narzissen, Wicken und Winden,
dem Frühstücksfuchs im Stempelfeld
entgeht das schubbedingte Sirren nicht.
Dann ging er einen Blütenkopf
mit Hemd und Hut verschlucken.
Hinter Träumen versteckt sich das Kind.
In den Scheunen wartet das Heu.
01/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 299
Die Veranlagung zum Fleisch kommt
je dem Körper sehr entgegen.
Helium dagegen setzt sich fest im Bettbezug
und in den kontraproduktiven Gängen.
Die Synthese der Fragmente hindert niemanden
daran sein Ammoniak zu rauchen.
Wer keine Steigerung erfährt, der bleibt
am Boden kleben, basiert auf sauren,
schalen Sohlen, von subtilen Gedanken geplagt.
Visionäre, in Netzen von Nervenkostümen verfangen,
wie die sich die Taschen ihrer blutleeren Knochen
mit dem Rieseln der Staubkörner füllen,
schließen die Augen und ihr Blick geht
hinüber zum Welttraum.
Auf herzlose Mumien ist wenig Verlaß!
Wenn ich mich (da bloß) nicht irre!
03/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 300
Menschen, die genetisch auf ihren Köpfen sitzen geblieben sind,
haben die Welt so wunderwunderschön bunt gemacht.
Ohne danach zu fragen, ist man dem tief gründelnden Wurm
mit freundlichen Grüßen aus dem Wege gegangen.
All-terra-natives Verkümmern kokettiert unumgänglich
in erbitterten Kämpfen mit der weitaus vulgäreren Reife.
Expansiv banklang war die Nacht und ziemlich verspielt,
kein besonderes Erlebnis, das Berenike in ihrem Koma interessiert.
Aus dem Füllhorn der Enttäuschungen strömt
der intensive Geruch frisch gewachsenen Bärlauchs.
04/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 301
Ein Jahr, ein aufregendes Jahr im kapriolischen Lot!
Eines dieser lasziven Jahre mit den wertvollen Erfahrungen
einer improvisierten Streitaxt im Rücken.
Ein halb lakonisch ausgedrückter Katzenmaunz
ließ die unsichere Vermutung aufkommen,
es werde ein phantastisches, unwiederbringliches Jahr,
unterteilt in animalisch relevante Zeitpunkte,
wie in konkurrenzlos aufgetischte Hähnchenschenkel.
Bei näherer Betrachtung war es die verborgene Eskapadin,
die so gut wie möglich nicht mehr nachgab.
So also konnten die Moiren euphemistisch zubeißen!
Das Größte daran: Es war voller Tage!
Na Nu!?
05/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 302
Immer nur Bahnhof, Bahnhof, Bahnhof, Bahnhof
und schroffer Eigensinn in der autofreien Innenstadt.
Nicht nur im Bannkreis schrillt der Krake Plexus
seine exponenten Gase zorngeladener Bedeutung.
Einseitig zerfahren liegt die vorläufige Spur,
die so ein Mautpassant nicht ganz zufällig übergeht.
Zum Ersticken gefällig das nachhinkende Intermezzo,
wenn das hohe Roß pathetisch in den Tunnel blickt.
Mithin herabbeugend klinkt sich ein Willensbrecher ein.
Sein hypothetisch einwandfrei gedämpfter Schall
betäubt die weichen Stimmen in der Atmosphäre.
Jeder umgekehrte Rausch ist ein gewagtes Experiment.
Aus dem Gefüge sind die dunklen Wolken abgefallen.
Angst macht mir die Sauberkeit von Strahlung!
Das Ohr ist ein sensibles Wunderinstrument!
07/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 303
Das mondäne Klongesicht wetteiferte mit der allseits
verbohrten Pfannenvisage um die verpfuschten Ideale.
Ihr unersättliches Bedauern und Beklagen überstieg
das madige Lamento eines kugelköpfigen Kartoffelbiests.
Zum Beispiel war es nötig, sich in die Ecke zu stellen
und pausenlos Prestige zu tanken und das bewies
mit welch verdammten Aversionen sie zu kämpfen hatten.
Ein listiger Habitus vexierte das Spiel der Projektionen,
wie es nicht erwartet wurde und das schmälerte die Glut
der öl- und niederträchtigen Syntakten und Synkopen,
die in einvernehmlichem Einvernehmen nun die Küsten
mit Gezüngel überschwemmten, nicht im Geringsten.
Die Trägheit der Stimulanz, und das war alles,
was das kümmerliche Knopfloch dazu noch hergab,
übergab sich ohne Hemmung dem verheerenden Zerfall.
Ist nicht nur in allen Dingen Konfusion?
Es soll sogar schon im Nirvana vorgekommen sein.
08/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 304
Das All, es liegt halt ganz in der Familie.
Luna spielt das Heimchen am Herd
und sieht darin die Möglichkeit zur Grille.
Und mit heißer Nadel gestrickt
wird die Linie zum direkten Nachfahren.
Und jeder darf am Strick noch einmal ziehen,
bevor man sich strategisch anlehnt, wo der Hund
ansonst das Bein hebt, der spielte mit der Galle
seiner Insolvenzvorfahren.
Spott zum Mitreissen
oder zum Mitreissen Spott!?
Die galvanischen Ohrenkotechsen
der weibsgeilen Männer sind in Wahrheit
Wölfe, die in Töpfen untertauchen.
Zungenlos, Mundlos! Was ist los?
Mit der Nase auf dem Mond lebt das entrückte Genie,
vergräbt nachlässig den Staub im unfruchtbaren Boden,
den nicht ein Funke der Begierde mehr erhellt.
08/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 305
Aus der Mentalität der Generationen gleiten die Sterilen,
Überreste der Hormonität, verruchter Monsterfiktionen.
Cupido und Stupido im luxuriösen Sternbild Wischiwaschi,
wo es von Eitelkeiten, wie von Parasiten nur so wimmelt.
Das Heft in der markanten Hand suchen sie die Revanche
für die suggestiven Strudel unvergleichlichen Vergessens.
Der Pharaonentöter rächt sich leidenschaftlich über den Kompaß,
er hält provisorisch die Drüsen zur letzten Kouvertüre geöffnet und
entfacht seine strenge Feuersbrunst für die eleganten Kultiviren.
Beim Geiste von Zischnoopi, dessen Echo treibt sie mit durch
das Chaos und Gematsche in den Schlund der Obsessionen.
Nein, wir sin dnichtsch wach sinnig!
Bloß von unglaublichem Geheuchel durchtränkt!
Hört, hört das Stampfen der Maschine!
10/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 306
Ja, nee, so aber doch kann man möglicherweise
noch immerhin wenigstens ein bißchen entweder
für das eine oder andere sein, insofern es nicht so
oft wieder etwas zuviel gegen mehrere Wenige geht,
auch wenn es manchmal über kurz oder lang kaum
eher sehr schwer wär, weil sowieso selten das Alles
wohl bloß gut tut, wenn nicht gar besser, vielleicht,
weswegen nur durch allerhand Verschiedenes ganz
plötzlich jeder nun davon fast ungefähr genug hat,
da es außerdem und ohne weiteres daher nicht nur
inzwischen, sondern quasi schon per Zufall dadurch
schließlich doch eventuell partout passieren könnte.
Wär ja trotzdem wirklich unwahrscheinlich schrecklich!
10/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 307
Die von Hals starrenden Droßeln verspotteten
das Ding aus der Fremde, das da unversehens
naßforsch den fruchtbar merkantilen Orkus betrat.
Abhängig von der seelischen Souveränität umgab
man sich wie ein zänkisches, naives Nadelgör
mit bewehrtem Draht von der ganz exklusiven Art
und hatte, ohne den Verstand darüber zu verlieren,
das Parfüm gewechselt.
Derweil die aufgekratzte Meute schon auf die Jagd ging,
strotzte es nur so von hyperoptimistischen Aktionen,
nur um auch einmal so ein paar Lumpen um die Finger
gewickelt zu bekommen.
Man ließ sich doch die bestens situierten Launen nicht
von komplizierten Prickelmustern hier vermiesen.
Da, als die egokratisch verletzte Riesin den raschelnden
Vorhang öffnete, lief doch ein unscheinbarer Riß
im inneren Gehör verquer zum Handelßtrang
der formidablen Nachtigallen.
So lösten ihre mehrstimmigen Temperamentsausbrüche
selbst die kleinen Pergamentspinner, die ja so
ahnungslos unter der hohen Kuppel eines wohlgestalten
Walnußbaums mit der Tendenz zur absoluten Klebrigkeit
in ihren angestammten Nistplätzen friedlich dösten,
aus den schaumigen Metamorphosen ihres Tiefschlafs.
Zum Ausgleich dafür sollte alles doch perfekt sein.
13/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 308
Ich aß den Weihrauch.
Ich aß den gespaltenen Schädel.
Ich aß von dem Pervertin
und erfuhr eine seelische Entblößung.
Ich aß falsche Hasen.
Ich aß Aspirin.
Ich aß die Koteletten von Memphis
und ertappte die Sphinx beim Baldowern.
Ich aß die verkrusteten Wunden.
Ich aß von den Äpfeln der Hesperiden
und ich vergaß diesen teuflischen Schmerz.
Ich aß die Myrrhe. Ich aß das Gold.
Ich fraß im Vorübergehen Steine.
Ich aß das gebrochene Genick und aß Baldrian.
Ich aß die Hieroglyphen des Wahnsinns.
Auch aß ich Aas!
13/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 309
Das Stakkato der angestauchten Wiederholungen
war schier unvereinbar mit der exzentrischen,
progressiven Anwesenheit eines Perpetuum Immobilium.
Steinbruch, Blitz und Donnerwetter!
Das Meskalin an der ochsenblutroten Häuserwand
regte einen echten Mozarellabüffel tierisch auf.
Das spröde Hopfenwiederum taxierte sich ästhetisch
in urkomisch dahingepflanzten Blechlöwinnen dahin.
Schicksalhaft stringente Welt!
Die Menge frusttouristischer Seufzer enthielt sehr
wenig einleuchtende Substanzen aus den illuminösen,
bedrohlich aufgeplusterten Zahelnwüsteln und Zonen.
Ein Schneepflug zum Verharschen!
Rein theoretisch war das äußerst pragmatisch,
sich den Kopf zu zerbrechen, bis es Spezialhirn
aus den weit geöffneten Lustklappen rieselte.
Es war ja nur eine Frage der Zeit!
15/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 310
Wenn wir nur immer schön stur bleiben, dann kann ja
nichts schief gehen an der Komposition des Realen.
Und überhaupt das Sperenzchen, es hatte sich einfach
hineingerissen in die Strudel der egozentrischen Impulse.
Man beschleunigte den Alptraum Schritt für Schritt.
Der industriellen Anfertigung von Skrupeln und Taumeln
wurde ein gewisser Vorschub im penibelen Verein geleistet.
So ein sexplosives Gemisch, spermizid schon im Prinzip,
bereitet Unbehagen in den Beinen, bevor es sich entzündet.
Für kurz angebundene Feuerphantome von ätzender Zuversicht
summierten sich die megaphonen Kräche in den spitzen Zeiten zu
einem sinnlosen Lärm, der alle Pausenfüller sprachlos macht.
16/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 311
Hurra, hurra, hurra, die Nachtigallen sind wieder da!
Es ist allerdings nicht die biedere Vergangenheit,
die eindeutig sagt: "Retour!", sondern vielmehr
das bunte Treiben in den Salzbauten der Antarktis.
Über den klimatischen Koala latschen Lumpenhuren,
die den possierlichen Speichelfaden nach Gutdünken
im Gespinst jenseits der Hecken geschickt verbergen.
Nur die mit Schimpf oder mit Schande darauf pfeifen
können die Verrücktheit des Moments dahinter sehen.
Und überall hat's demnächst aufständische Sonnenblumen
der makaberen Gurgel des Vergessens toll entrissen.
Das pikante Schmatzen von Erzen auf den Todesstreifen
ergibt sich bei den Kokoordinaten jeweils von selbst.
Hurra, hurra, hurra, die Nachtigallen sind wieder da!
17/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 312
Wo Sumpftiraden aus schlammigen Mündern
Verschwommenes und Nebulöses orakeln,
dort herrscht ein uraltes Mooraalisches Gesetz:
"Zuviel Bewegung ist ganz bestimmt schädlich!!"
Die anzüglich frechen Zikaden im Torf
wußten das Schwirrlicht zu schätzen.
Sie mußten es daraufhin abgezielt haben,
vom sicheren Pfad abzuweichen.
Sie brachten die Moornacht zum Schweigen
und damit den Stock zum Eierliegen.
Der faulige Atem der Muschelkalkmuränen
aus den toten Gebirgen schlug denen entgegen,
die von Morästen und Zweigen durchdrungen
von den furchtbaren Anwandlungen träumten,
die Daumen mit Nägeln zu beschrauben,
mit ihren abscheulichen Fangozähnen
den glimpflichten Butterfuß zu verwöhnen.
Schon aber ist es an den Haaren mißlungen,
das Zittern der selbstlosen Spürhunde.
18/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 313
Das Ersticken in Müll bringt viel Freude und Spaß,
es ist ein interessanter direkter Effekt.
Selten wird dahinter ein Schlauberger vermutet,
und nichts desto weniger als daneben lebt es,
das klapperdürre Restefraß,
das langsam im gärenden Wust dort verblutet,
mit dem Verrotten der Hügel verreckt.
Es leidet nichts desto mehr als darunter,
kein blaublütiges Wunder.
Wer sich die Finger aber nicht gerne versifft,
der muß es halt lernen im Abfall zu wühlen,
und das im Wasser enthaltene Gift
mit den deliziösesten Würmern hinunter zu spülen.
Darum ist man es weder dafür
und auch doch noch nicht dagegen,
eine Erhöhung der Entsorgungsgebühr,
das wär wohl für alle bekömmlich,
von eben deswegen.
Das Siechen der kostbaren Erden,
das Kriechen im dreckigen Loch.
Darüber müsste zumindestens noch
doch einmal zusammen gebrochen werden.
18/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 314
Wie die rosenumwobene Schabe Salome es wußte,
was hinter dem sagenhaften Schleier angeboten wird,
war nicht nur ihr ein verlockend auferlegtes Rätsel.
Sie ließ im Tanz ihre Wimpern ekstatisch zucken
und sie ertrug das Gewicht einer etruskischen Vase.
Dann schlüpfte sie aus dem Milieu der indiskreten Häute,
es war ihr zum Abkratzen, Tapeten ähnlich, natürlich.
Für das Ausscheiden der plastisch korrigierenden Formel
wurden unglaubliche Mengen an gescheffelter Knete benötigt.
Ein unbändiger Kitzel ist die Kunst der Chirurgie,
die Messer lüften das Geheimnis der Geometrie.
Die veränderlichen Erscheinungen von Gegenüber en visage,
das pneumatische Knacken der Luft in den wangigen Knochen.
Das dramatische Stöhnen der Wesen in völliger Freiheit
für die Kretins und das pomadig lupfige Tiermensch in spe.
Wie die dosenverwobene Schabe Salome es vorher schon wußte,
ihr gewinnendes Lächeln war das Produkt einer nobelen Geste.
20/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 315
oder: Wer ab dort kann, der kann ab dort!
Kaktus, Koi und Kalkkaskaden,
die Nebel sind so voll von Schwaden,
die Köpfe sind so voller Stroh,
die Esel macht das Stroh sehr froh.
Fieber, Frack und Falschfassaden,
die Ärsche sind so voll von Maden,
die Köpfe stecken voll im Klo,
die Maden macht das Stroh sehr froh.
Scheiße, Schrott und (Diktatoren) Schimpftiraden,
der Schwachsinn reicht bis zu den (Ohren) Waden,
die Köpfe sind so voller Stroh,
die Scheiße macht das Stroh sehr froh.
Esel (Sorry: Idioten!; Sorry: Demagogen!), Ehre, Eskapaden,
die Karren sind mit Stroh beladen,
Das Stroh im Klo macht alle froh.
20/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 316
Morituri te salutant! Beim freundlichen Schweigen des Mondes
verharren die Gedanken in verderblichem Mittelmeerblau.
In der Mehrzahl will man den Spalt überwinden,
mechanisch, laut und krass für die Anderen.
Hoffnung im Austausch? Was gibt es denn da noch zu hoffen?
Wenn man tatsächlich nichts mehr zu verlieren hat,
fragt man doch niemanden mehr nach Erlaubnis.
Motiruri se talutant! Wenn sie das früher gewußt hätten,
hätten sie sich gewiß noch die Satyrköpfe vorgeknöpft.
Ein Reflex im Affekt ist selbst den Lemuren suspekt.
Beim Platz machen wird man doch automatisch verrückt?
21/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 317
Verschollen sind die utopischen Krücken und Brücken,
wie die blechernen Schreie des Irrsinns.
Böse beinbissige Stühle versammeln sich an den Tischen.
Auf den Tellern schrumpfen die bombastischen Früchte.
Die harten Pinzetten im Auge des Orkans waren vorher
schon da, man verzieht daher keine Mienen, denn der
bittere Tee in den Tassen ist längst schon vertrocknet.
So entzückend ist das Aufbäumen der Killeroasen
unter den schmierigen Laternen der Zukunft, da die
eisigen Nächte von Feuern so knistern und knirschen.
Aber Nichts spricht doch gegen die gezielte Ausbreitung
der Furcht und Schrecken bringenden Folien des Todes!
22/04/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 318
Immer nur diese unerträglich glücklichen Tage,
es ist einfach nicht auszuhalten!
Ekelhaft, diese ewig bunten Blumen
mit ihren peinlich betörenden Düften,
das ätzende Grün der saftigen Wiesen,
das verstörend beruhigende Rauschen
der Winde und fließenden Gewässer,
das widerlich weite Blau des Himmels,
das misanthropische Funkeln der Sterne,
die schrecklichen Gesänge der lästigen Vögel!
Die perverse Geschmacklosigkeit
frischen und klaren Wassers
ist doch das Allerletzte!
Und nichts Abgarstigeres kann es geben,
als das Atmen von sauberer Luft!
Die unzumutbare Schönheit des Planeten?
Oder natürliches, herzhaftes Lachen,
ungenießbar solch eine übertriebene Heiterkeit!
Das vollständige Aufkeimen der Fröhlichkeit,
ohne die vergossenen Tränen
der Vergangenheit zu begreifen.
Ihr mysteriöses Klimpern versinkt
in den weichgelegenen Kissen
des golden gekleideten Zeitalters.
Es ist geradezu penetrant miserabel,
solch ein genußvolles Dasein zu führen!
Das Schlimmste an Sich jedoch ist,
mit sich und der Welt zufrieden zu sein!
Alles Schnickschnack und
zum Nachahmen wenig geeignet!
22/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 319
Mit viel Gefühl hat sich die menschliche Mülltonne den Zobel,
der an zuviel Zärtlichkeit gelitten hatte, an den Hals gebunden.
Ungewollt schnell entgleitet das Innere nach Außen
in die plötzlichen Kurven von elf Metamorphanten
und sichert sich den besten Platz am Kragen.
Dies ging einher mit einer waghalsigen Verwicklung,
mit einer imprägnanten Diskontinuität der Irritationen,
wurde aber durch Umschlingen mit Diamanten besänftigt.
Das wirft ein unbekanntes Licht auf das Phänomen des Schlafes
und streut mit ordentlich Verspätung kalkulierte Kontraste
zwischen die Omnipräsenzen von Ex- wie Inflagranti.
Welch eine Verblendung durch kompensatorische Träume.
Im Zentrum des Interesses steht das Lebenselixir
mit den klassischen Avancen für die lila Knorke.
Für das Wohlbefinden der notorischen Eskorte
wird der warme Pelz im Schritt empfohlen.
23/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 320
Das Amüsement mit den schmorenden Kabeln
vermehrt nur die Aggressionen im Flugverkehr.
Nebularenten, die endlos lange Warteschleifen
an den hochgestochenen Ampeln ziehen, fliegen
wie die Rabenschnäbel aufgerissen durch Turbinen.
Das monotone Brummen der Käfer im Getriebe
geht einem Honigwabendachs schwer auf die Flügel.
Wer die Formationen der Ignorenten erkennt,
wenn sie mit ihrem unverschämten Hacken
in den urig alten Kautschukwäldern landen,
verstellt sich komplementär zum Fernvermögen.
Dahingehend abgestumpft Roboterwolken, welche
ausgerüstet mit den Nerven einer Schilderkröte,
sich im Gleiten alsbald des Ballasts entledigen.
Ist dies ein Hinweis auf das Ungeheur Possessivität?
In feinen Vibrationen prasseln Sarkophagen unter dem Radar.
25/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 321
Es wurde laut gesprochen und laut wurde gedacht!
Man wurde aufmerksam verfolgt und ausgelacht.
Mancher wähnte die Banausen bereits voll im Griff,
dann brach sich einer ein Bein am koralligen Riff.
Es war nicht völlig ausgeschlossen,
daß für die ausgehungerten Flossen
etwas Brauchbares hängen geblieben war,
das ergiebig, üppig und eßbar war und zwar
ergötzte sich daran mit großem Appetit
eine motivierte Muräne im Schnitt.
Zwischen den Seilen versteckt
bewegten sich wellenförmig perfekt
andersgeartete Widerstände
im folgend unbekannten Gelände.
Jedoch der Kletterer in der steilglatten Wand
hat sich mit Hitze die Augen verbrannt,
im Rahmen der dargebotenen Idylle
war es zum Teil sein höchst freier Wille.
Einige von den Schrullen bedürften jetzt aber der Schonung.
Es getan zu haben war die großartigste Belohnung!
26/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 322
Es waren allerlei Zeugen zugegen,
als einer ruchlosen Schandtat von wegen,
man den Plünderer mit Plunder bestraft.
Also wurde er auf die harte, unfaire Tour nämlich dahin gerafft,
wo man all diese Gierhälse meistens hinschafft
und vom Kadi vor den heißen Kometen geschleift,
das Verbrechen war noch nicht ganz ausgereift.
Das Publikum wurde vom Rat auf die Folter gespannt,
die Verschworenen waren nicht miteinander verwandt,
es wäre gescheiter, man hätte den Haufen verbrannt.
Und viele Zigarren wurden elektrisch geraucht,
die luftleeren Hüllen allerdings blieben unverbraucht.
Doch einer blickte indessen reichlich verstohlen.
In seinem Vakuum beabsichtigte er unverhohlen,
die Kohlen vom Bug nach dem Kiel hoch zu holen.
Er hatte diejenigen, die, ja eindringlich gewarnt,
das läppische Drama sodann als Komödie enttarnt,
die wie Trine, der Hering, vermutlich entschwommen.
So vortrefflich ward man zur Sache vernommen.
An der Schallmauer sitzt der letzte Mann hier auf Erden,
er kocht sich sein Wasser, es kann ja noch heiterer werden.
27/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 323
Dann als die Nebel noch dichter wurden,
sie waren mal hier und waren mal dort
und auch mal in Schwaden am Boden,
mauserte man sich und das kann einem
schon ganz schön an Federn was wegreißen.
Steigung und Gefälle, Steigung und Gefälle,
ein Rätsel, wie es kaum noch zu entziffern ist.
Es überstürzten sich Ereignisse und immer
stärker umgarnt es den geeigneten Vorboten,
dem Schwung einer zärtlichen Geste zuliebe.
Zwischendurch, es geschah an einem anderen Ort,
Gefälle und Steigung, Gefälle und Steigung,
koinzident und parallel in erstaunlichen Harmonien.
Egal wieviel Energie man in sich trägt,
Realität verliert zugunsten der Realität,
sie wird im Entgegenkommen weitergetragen.
Und dies ist einer der Wege dorthin,
mitten hinein in die nächste Peripherie.
28/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 324
Großer gelber Vogel, der auf dich zuschießt.
Jede Gelegenheit voll ausnutzend,
verliert er schnell die Kontrolle,
denn er hatte eine völlig andere Vorstellung
von den sexuell knorrigen Aktzeptablen.
Mit mutigen Strichen gezeichnet,
dringt unverzüglich ins Gemäuer,
sein Derivat aus Derivaten,
es wimmelt von Atomen,
allesamt an ihrem Platze eingebettet.
Ich nenne das die Schweine füttern,
den Hintern befragend Motive heranzitieren,
die Flöten gähnen von gefärbtem Anthrazit.
Das klingt fataler als Othellos Zorn!
Punktum, zurück zur inneren Gelassenheit!
Alles was driftet landet in den Hüften!
29/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 325
Die Lunge ist der hochflexibelste Neurotiker von allen!
Jeder Köter, der den Pansen riecht,
versteht es ganz und gar,
die Wunden der Beute zu belecken,
sich mit dampfendem Gekröse
die langen Weilen zu versüßen,
dem Gesetz der Gier gehorchend.
Es gehört zu den Schrecken der Schönheit,
wie sie die toten Ratten verlangen,
dumpfe Heftigkeiten reizen sie bis aufs Blut,
paradox und zum Raganz einflechten,
der Sprung zurück in die Speiseröhre.
Es gibt (sonst) nichts Mitreißendes mehr.
Eher verliert sich ein Buntspecht
in den borkigen Rinden
der raschen Entscheidungen.
Der Imperator trägt den Daumen
vernichtend hoch erhoben!
30/04/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 326
Das Anfordern des wichtigen Papiers
gestaltet sich dermaßen schwierig.
Es ist nicht viel, aber das hat es in sich!
Das geht dann nämlich bis zur Galle,
die in ostentativer Beharrlichkeit und Langsamkeit
zu dämonstrieren ausgeflogen ist.
Die Szenen werden transparenter,
da mogelt sich hinein,
die hundsgemeine Küchenschelle.
Die dritte Komponente ist mir zu pathetisch.
Das geht tiefer, viel tiefer!
Ich hasse Zäune, aber man kann sich
an ihnen anlehnen, wenn man stirbt!
Wer will die Gräber überwinden?
Nichts Böses liegt darin, obwohl ichs gerne täte.
Warum hat man einen Nacken?
Damit man einen Kopf hat?
01/05/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 327
Es gibt Präsidenten, die erklären den Menschen,
Menschen würden morden und ermordet werden?!
Vereinzelt, in erschreckend großen Zahlen, werden
da nur wegen eines Knurrens nach der Scheibe welche,
sozusagen also brotlos, dahingehend hingerichtet.
Hin und wieder werden sie auch unsichtbar gemacht.
Durch Abreiben werden dann auch noch die letzten,
krümelig gewordenen Probleme irgendwie gelöst.
Selbst wenn sie sich weich und knackig üben täten,
das Duzen des unflätigen Teufels könnten sie niemals
verneinen, denn unter dem Druck der Akriben schwanken
sich die buckelig Geschufteten gleich dergestalt zu Tode,
als wollten sie endlich schlafen oder wie das Schnuppern
der Katzen in den randallürten Betten umgekehrt heißt.
Diverse Teilhaber knicken fröhlich ein und manchmal
verstopfen ihre bunten Strohhalme, durch die sie selbst
ganze Gruppen von Saft aus ihren Kolonien wegschlürfen.
Wer wollen will, muß Können können!
Über mir kreist die erste Schwalbe des Jahres!?
03/05/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 328
Nur wenige Figuren sind so lasch und steif zu behaupten,
es wäre nichts dabei, sich prophylaktisch zu entstauben.
Ein intensiver Fluß braucht Dreck zum Wälzen,
den Dreck, dessen Glanz die Hütten überstrahlt.
Das ist normal, doch ohne nichts so spekulant,
wie die spezielle Art Humor der Schirmnasen.
Das Unberechenbare sei hierbei herausgefeilt,
es seien Brot und Spiele systematisch ausgenutzt.
Seitdem man in die rutschige Obszönität abgleitet,
gehts ziemlich infernalisch zu beim Zähne wetzen.
Wie zum Henker geht man damit um?
Die Marionetten, die den lichten Vogel scheuchen.
In wievielen Stufen auf einmal haben sie brutal genommen?
Was soll die ganze Schwärmerei,
der unerwartete Ausbruch ins Bizarre?
Zerstoben sind die letzten Kräfte!
Die Wolke, die aus Stein gebildet wird,
bleibt nicht am Himmel kleben!
06/05/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 329
Für diejenigen, die das Leben lieben, ist jeder Tag ein Feiertag!
Hieraus kursieren die ungewöhnlichen Zauber
eines rundum gewöhnlichen Alltags.
Fühler reizend strecken sich die Wälder,
ein anderer Himmel, andere Sterne.
Daher beeindruckt auch die Wucht der Vertikalen!
Leute jedoch, die immer nur das selbe Problem haben,
die drehen sich mit großer Sicherheit in kleinem Kreis.
Warten auf die goldene Kugel der letzten Entität.
Unersättlichkeit ist eine Fahrbahn voller Öl!
Verschiedenfarbige Strümpfe aber wollen sich nicht irren!
Noch Wünsche, Wünsche oder Wünsche?
Das harmlose Summen der Bienen!
08/05/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 330
Mal angenommen die körperlosen Eskapaden
verbeißen sich im heißesten Schoß dieser Zeit.
Von allerhand Temperament anbei versehen,
zumal behenden Ursprungs mit dabei,
ein hübsches Kleidungsstück im Durchschnitt,
sehr sehr anhänglich im offenen Charakter.
Das hirnverbrannte Blättern potenziert sich
intuitiv und mitten aus dem Herzen der Gefahr.
Beklagenswert zwinkert der Zufall.
Und noch ein Exemplar zum Verbummeln,
daran wird sich wohl niemals etwas ändern.
Schließlich war der Kiebitz doch ein flatterhafter Vogel.
09/05/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 331
War es der Trick mit dem Telefon oder war es
der Trick mit dem zerrsplitternden Spiegel?
Ein obskurer Winkel im Laden lag durchbrochen
von der lobotomischen Präsenz eines Fliegen(eis)
mit Maus und ein Mann sah 'ne Fliegin die Reste
den illustrigen Leuten zum Spaße verscherbeln.
Die von zartem Geflüster tönernen Angebote wurden,
abgerundet durch ihr ansprechendes Sümmchen,
den signifikant hartherzig Angierenden entrungen.
So mühsam das Handeln der Immortellen auch sein
Werden mag, das Vorpreschen des Nachhäkchens
oder wie das Phantom dann doch noch zum Geist wird,
Hemmatome sollten die stromdiabolische Ausnahme sein.
Es zu wissen ist schon gut genug gewesen!
12/05/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 332
Das schläfrige Ei, dem man die Ebene nach unten
hin abgeschaufelt hatte, verlor sich in einem Haufen
von verlorenen Schrauben und Scherben und Schalen.
Da, wo es saß und wo es verweilte, wo es aromatisch
vor sich hin und unter der Sonne sich durchbrütete,
entbehrte der Platz des befruchtenden Mediums.
Das Geheimnis, es fuhr ihm bis unter die Haut.
Da wurde es beim Ehrgeiz gepackt und alles das
Verderbliche degenerierte auf sein flockiges Kommando,
so daß es fürbaß verweißte in der ovalen Spiegelei.
Es war wie das Übliche, Dotter verfahren.
Da schoß es am Keime vorbei und
wurde zuguterletzt noch verhütet.
Ja, so erklärts sich!
13/05/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 333
Bei Issos Keilerei und Drei und Drei und Drei
und Drei Einbiss ins Moos und einer noch
in dieses kleine unverschämte Keilerei.
Und Weisenwer, der Finzenfanz war photophat
und fett und fast gestrampelt, sein schillernd gelber
Mantel hing primitiv an anderer Achsel, klebend.
Da, Schreiplos streute Küsten aus mit Spuren,
opothetisch näher in der Naht, Mögehlichkeiten,
um die im Voraus gar akthustisch zu beschreiten.
Hickehacke Höcker voll und Huckepacke, Hackehack,
Schraffanten phalanxiern das Wams zum Wansten,
Bestopfer topopathisch prächtger Strauchpickanten.
Dann war es knatzig bunt und Zerigen, die Feiltat
tat den Schuttweg träumen, diesen unbekömmlich,
aufgeweichten Unphlat Probelehm, das Zoovieh
stand da, hohl und hohl und hohl und wie gerupft!
14/05/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 334
Zwischen zwei Türen den falschen Ausgang zu wählen
ist so bequem wie sich drei Fingerspitzen abzuquälen
Die sadistischen Komplimente eines Kuscheltiers
das die Tische zermalmt und das Besteck ruiniert
durchquerten den Schlaf des Verdauungsschläfers
wie die kalbsfeuchten Träume eines Kartoffelkäfers
den sein dreimal geborstenes Glas Wasser irritiert
und zerschellten im Taumel des Muschelgeschirrs
Flugs war die heiße Milch mit dem Messer verrührt
empfangen die moderate Unruhe im Knatterkasten
flaumigste Knochen zum fürder Gehirn hin betasten
haben die schnöderen Plustern im Freien dazu verführt
die kulinarischen Zyklen mit Picknicken unterwandert
worauf sich das Klima im Kleid periodisch verändert
Zwischen zwei Türen den richtigen Eingang zu wählen
ist so bequem wie sich drei Fingerspitzen abzuquälen
01/07/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 335

Und heute: Schönheit

Meineid, Futterneid
die Milz einer Katze
kategorischer Schneid
es ist nun soweit
Die anatomischen Hautesser
mit der kannibalischen Fratze
zerwetzen die Messer
denn wer kann es besser
Sie waschen ihre Hände
in Blut wie in Unschuld
beschmieren die Wände
mit Schlitt und Gedärm
Rückäugiger Unhold
wer in die Schleudern gerät
dem wird sein knorplig Gebrät
gern von Herzen erwärmt
Futterneid, Meineid
die Milz einer Katze
katalogischer Schneid
jetzt ist es soweit
09/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 336
Hinter torkelnden Wolken warten einschlägig verhangen
die paaramorphen Zitronenfalter im Papierstaub gefangen
es ist zum Pinsel erweichen, es ist zum Wangen erröten
gebändigt mit den folternden Klängen von Kieselsteinflöten
Ein Teil immunisierten Fells ward ab dort aus erbrochen
wo die sturzmüden Jetztschlangen sich träge verkochen
desgleichen zwischen den Stühlen, zubeissend wüten
dahin überwuchert von dämonisch betörenden Blüten
Ventilatoren hinnehmend kann heiße Luft da geschehen
wo mit Ausnahmen aus der Regel Normen entstehen
auf abgelegenen Inseln, die bis ins Irrationale reichen
da sie die so gnadenlos nackten Waden beschleichen
Extreme Verwirrung ist hier nicht umsonst ausgesät
im Unterschied liegt das Detail nicht, in der Qualität
darum ein Grogtail für nur einen blindwütig Blöden
damit der nicht sieht, wie schnell die Steppen veröden
Der Wahnsinn ist ein flüchtiger Rausch, mitreissend im Lauf
ohne Ende, rund wie sieben Ringe, ein vernünftiges Loch
im logischen Denken, ein Sog und ein fürchterlicher Drang
wohl reißt der Blumenbenetzer den Mund zu weit auf
dem Schwindel entwischend sich zu fühlen und doch
wie das zeitgeistgespaltene Ding da mitten im Gang
12/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 337
Der Idiot mit der Grazie schwankte vollkommen trunken
es war ihm überhaupt nicht klar wie es dazu kam
daß ihn die Flotille zu sich mit nach Hause nahm
das schien ihm ziemlich erlogen und seltsam erstunken
sogar die Schwalben flogen optisch sehr langsam

Am Scheitelpunkt einer Brücke von Gefühl überwältigt
also stand der Idiot aber da und verstand diese Welt nicht
da entdeckte er endlich die unendliche Lücke
die Betastbarkeit der überschreitbaren Bücke
doch irgendetwas fehlte ihm noch zu seinem Glücke

Von der Knusprigkeit ihres Leibes nämlich behext
fand sich der närrische Wächter der Sitte versext
und wie die beseelenden Funken ihre Sinne umwehten
ihr wißt schon die ganz normalen völlig Durchgedrehten
da beginnt er wie ein Verrückter heftig zu sabbern
zudem im Halbdunklen ihre Hüften zu beknabbern
Schein fällt in ihr fahles Kleid im Samenflug der Kapern
dieser scheinbaren Blüten diesen dauernd verfrühten
und magische Glimmer die ihre Lippen versprühten

Zwischen den Seilen und zwischen den Küssen
mit welcher Absicht hat er sich das bloß antuen müssen
sah er noch immer im Fluß die Zeiten verinnen
eine jede in ihrem Augenblick und je später die Stunde
desto eher trug sie Nichts im Geringsten oder im Munde
die Schwerter in den Scheiden der Hoffnungsträger innen

Als sie die feinste Schwingung einer Sehnsucht verspürten
wiederholte er seine besondere Neigung zu der Verführten
da schwebten sie leicht hin über den neuroerotischen Ebenen
äußerst gewagt die Melodien die abermals von sich gegebenen

Der Schlem braucht nicht erst nach den Schuhen zu schauen
denn er sollte ihr nochmal den fröhlichen Teppich versauen
war gar verwegen in den antiseptischen Bereich eingedrungen
das Ereignis wurde später als eine Unverschmähtheit besungen

Ob man nun schlückchenweise die Kissen zerwühlt
oder darin den besessenen Narzissten spielt
man koste trotzdem vom kostbaren Tropfe
so mancher Idiot kratzt sich hier nun am Kopfe
der Sturzprimitive sich am Arsche zumeist
und daselbst am Ende der Flasche der Geist
25/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 338
Ein Dichter ohne das Chaos vor dem Poem
denkt tief er verstrickt sich in sein Verseproblem
versläuft sich im Umgang mit den Verslyren
den Musen seine versierten Verse zu servieren
ein Verslyrer hat ja bekanntlich nichts zu verslieren
Da erntet und hört er das verstörende Gelächter
der echt perfiden titanischen Verseverfechter
Sie aber wollen die Katastrophe im verschachtelten Keim
und sie kriegen die Katastrophe im verschütteten Reim
sowie ein durchaus herzlich versprochenes Nein
denn so wie es sein soll so soll es nicht sein
Also hackt er den Reim in kleine versblüffende Stücke
auf daß er den Lesern den Verstand weg versrücke
das Versticken der Kriechtiere im versunkenen Land
die Verschiebung der Saatkörner gegen die Hand
Stets voller Bedenken versucht er das versraten unds versjaulen
mit Vershacken mit Verspaten das versjaten unds versgraulen
ja wie die Verserker dünkt er mit Versjauche zu wüten
jäh verströmt sich der panische Duft kurzlebiger Blüten
In der Not aber ists der versige Fuß typisch
der die lyrische Ferse so erheblich versteuert
Vergeblich nicht vergeblich sucht und findet es sich
das Rad das sich am Ende von selbst rund erneuert
25/07/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 339
Tee ... Sch... Mückend
Zwischen Gewächs und Gegengewächs da lungern
und springen die ausgekochten Maulquappen
fast jeder hat sie schon mehrfach verwünscht
oder erschrickt über ihr plumpes forderndes Schnappen
und wer sie erblickt dessen Antlitz ertüncht
es muß aber niemand deswegen verhungern
Sehr niedlich sind sie und gleichsam sind sie entzückend
die Sträuben und die Sümpfe sind nämlich bedrückend
voll davon ein Brausen und Brodeln zum Zähne erweichen
und sie können nichts anderes sein als stets ihresgleichen
dornenbewehrt sind sie daher und einfach wunders gemach
was ihrer naturgegebenen Fossilität niemals widersprach
Sie schlüpfen im übrigen aus Kästen und Kisten
oder wo immer sie sonst noch so vielzählig nisten
da sammeln sie sich wie Kalk in die Eierschalen
ernähren sich von Sadaismus und von blauhäutigen Walen
Man müßte sie eigentlich großzügig bemuttern
vorzüglich eignen sie sich zu Margarinen und Buttern
worinnen sie stichhaltig siedeln und hocken
denn man kann nichts daraus hervorlocken
was nicht vorher schon darinnen gewesen ist
ja das Biest ist wodurch es genüßlich sich frißt
Deshalb vermuteten viele sie zwischen den Trümmern
woher kommt denn sonst dieses Heulen und Wimmern
desweitern braucht sich kein Mensch drum zu kümmern
es könnte da das Intermezzo nicht weiter verschlimmern
Und kaum einer ist gegen ihre Argumente immun
wenn sie zugleich Sympathie mit Abneigung kundtun
die ersten Gemüter entzünden sich daran schon
daß sie mit Reichtümern prassen wie ein blutjunger Baron
den allermeisten sind sie zu pieksfein und eben zu eitel
ihre Scheußlichkeit schließt hier jetzt das traurig Kapeitel
Wisch Mob
Wisch
Wisch Mücke
26/07/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 340
Das ist hier die herzliche Phrase.
Liebe bereitet immer wieder mal Schmerzen
wer mir das nicht glaubt trägt bis über die Ohren
keinen Hut sondern bis über die Nase
ein Riesenbrett vor dem Herzen.
Irgendwie ist da aber kein Platz für das Syndrom
unterentspannt schleicht ein weißes Phantom
oder wie sonst nennt man jemanden
der an einer Bushaltestelle steht
wohl wissend
daß dort nie jemals ein Bus anhalten geht?
Darum!
Mit sehr hohem Aufwand der Ruhe beraubt
hats die phantomimischen Winde entstaubt.
Stop!
Weiß hinter Weiß ist jedoch so
ziemlich unsichtbar.
Wenns nicht gelogen ist dann ist es
Halt! wahr
man nimmt es damit meistens nich so genau.
Eines aber wird sich niemals ändern
die Rolle des Heimchens am Herd.
Sie ist unbestreitbar und in sämtlichen Ländern
von höchst kulinarischem Wert.
Mein Herz ist oft auch wohl
nur noch eine umnebelte Metapher.
26/07/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 341
Sie sagten sie hätten die Schlüssel verloren
und es würde sich was ändern
aber es wird sich nie was ändern
alles falscher Glanz in kalten Hüten
Mit sinistrer Mimik überspielend
pflegt man den narkotisch halbidealen Wahn
manch tote Hand wieder belebend
in jeder Feuerkehle feine Rippen
Gering ist da die Zuversicht wo der Wind sich selbst
verzehrt in Fahrenheit betont das Flattern der Luftlinie
wenn sie dem Oneironauten aus den Segeln gerät
Was für eine Energieverschwendung
im wahrsten Worte des Sinnes eine Wucht
Der ganz dicke Batzen dreht sich unerbittlich
mit der Sonne der spontan dahingeschiedenen
und nach den Paragraphen Sowieso und Jenachdem
sie bestimmen gerne hinzu laut Fehlanzeige
Die hatten sie je nach Viskosität leibhaftig umgeprägt
Was Wesentliches haften bleibt ist so subtil als wenn
es ein Opportunist benutzt für das Harakiri-Manifest
die vollständige Verwertung und Umwandlung
von Materie in Geist und durchaus verblüffend
Alles erfundener Quatsch, natürlich!
Aber in gutem Zustand!
26/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 342
Als dann das Fræulein vom Amt
sich die Beine rasierte
pflegte sie die Kunst der geraden
Linie ohne einen Fehler zu begehen
und der Schimmel von nebenan
der sich im Cockpit verirrte
transitierte schon bald
zu Lusthansel Einleucht
der aber galt
schon von seit jeher und auch
schon seit immer
als ein Meister persönlich
der gekonnten Camouflage
außerdem war er ein sehr Schlimmer
er hatte ihr bald schon wieder
mit dem strolchigen Finger
das edele Möbel verziert

Als der mit Gerätschaft Bestückte
die Verrückte beglückte
da schrie sie auf
und sie empfing
ihn mit dem Ding woran er hing
als insgesamte Persiflage
und sie erwiderte empört
er sei mehr so trefflich
berührend so und so
wie ein nasser Ziegelstein
ein anstrengender Mann aber muß nicht
so überaus komfortabel sein
und Spezereien vermischen in petto
und es begannen die Hagel
von vorn
als dann das Fræulein vom Amt
...
27/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 343
Odisallosafimerod oder die präziöse
Beschreibung eines grauenvollen Anblicks
Wie echter Horror pünktlich ist das Uhrwerk
sachte verstrickt in der Offenheit [~ der Zeit ~]
als wäre es im Hier und Heute
Das Klopfen der vermaledeiten Kollerkraben
sie flüstern klirrend ihre Namen
wovon sie an nahmen
daß sie das seien
Man kannte keinen besseren als diesen
(außerordentlichen) Halunken
dem es tatsächlich gelang
beim Totschlagen der Zeit die Sekunden zu töten
Die Stecknadel liegt da nicht unbedingt im Heuhaufen
desto mehr wohl bestechend die rabigen Klingen
die sich in den trüben Augen der Gefangenen verfingen
Sie ließen sich die köstlich irisierenden Intarsien
jähweils entsprechend beschnabelt wohlmunden
Da war es ein recht kunstvoller quasi
zeitgemäßer Anblick Zeit
in eine hübsche Parabel eingebunden
Verhängnis schwingt sich da auf
wo sie die wunden Rücken zu den Leitern schleiften
In den Rundungen des Tages liegt dabei
die größte Schweinerei für alle verborgen
Das Flattern der Lüfte folgt keinerlei Regeln
außer den Gesetzen der Natur
27/07/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 344
Blauer Drache bei Gegenwind hetzt er
und reißt das Maul zu weit auf
und lallt immerzu die große bekannte Ich-Rede
Er sei ein übeler Geldwicht
und will jetzt die große Reihe von Nummern
Sein und Haben
Sei mit der Blubberkiste in den Wirren der Zeit unterwegs
und wie er mit seinem nervtötenden Knackergebäh
gegen eine Mauer aus betrunkenen Cumulus prallte
Das hat etwas gemeinsam mit dem Wetter
Es ist ein Bild zum Auseinanderkleben
oder so etwas in der Art
das sollte jeder Kinderschreck
geschenkt bekommen
Immer mußte er die Röste fressen
und sein Essen spuckte ihn dauernd an
mit großen fragenden Augen
Diese kleinen runden glänzenden Dinger
die man in diesen komischen
Unsinn sprechenden Muscheln findet?
Sehr schön, daß kaum noch etwas mokantes
seinen Weg kreuzte
So versinkt er dann in einem Meer
aus Sprenkeln und Türkisen
Ohne das Gerede wäre es nicht machtbar
29/07/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 345
Als wäre er überall im Weltraum eingesperrt gewesen
aufgeschwemmt in erschreckend morbiden Posen
liegt er zerschmettert zwischen den prekären Hügeln
langsam wurde es ihm dort ungemütlich im Sattel
also kehrte er den kugelrunden Sporn nach außen
Pandorama diese phantastisch ausgeschmückte Büchse
ist hervorragend geeignet zum verrückt werden
und zur Aufbewahrung von Dingen empfohlen
nur für den Fall daß man einfach nicht genug bekommt
Friedlich beieinander grasen die erschöpften Sanguinen
Horror ist ein halbes Pfund an Laufkraft und urkomisch
sind sowohl der Silberlöffel und das weichgekochte Ei
als auch die Gemütlichkeit einer unbesetzten Kutsche
Er hatte das Unanfaßbare an die Penunzen geschrieben
und auf die exotische Melkart die Überraschung vollendet
die rhetorischen Hühnchen in der Chiffre zu berupfen
der Geist eines Fremden ruhte fest an seiner Schläfe
Das Fragilium mußte weinen nun vor zährer Rührung
daß es die Aquariden vom Delta ihrer Bahn abbringt
es war nur die Frage der Reaktionsgeschwindigkeit
oder war es ein zuviel an wasserhaltigem Gewicht
leichte Beulen an der Peripherie sind zu beanstanden
Und dann wars umgekehrt.
Es ist zum verrückt werden!
01/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 346
Es stöbert ein junger Fuchs
in den methodisch zermürbenden Büschen
nichts anderes wird dort bleiben
als der Geruch seiner verzweifellten Liebe
Argos der all das lustvoll beobachtet
vergießt verwaiste Wolfstränen
man hatte ihn auf einem frischen Toten ertappt
der sich in die vorsätzlich blöden Blumen seufzt
er staucht den kleinen Hund in sich zusammen
und dann kam die Katze dran
Muß ja nicht gleich die ganze Kuh
auf die Wiese gezerrt werden
wenn das Euter schon reicht
er ging also total euterbewußt
in den nächst gelegenen Stall
und ist mit dem Zettel am Zeh
in die Erdbeeren geschlüpft
die er so vehement
immer schön ignoriert hat
Die Natur beißt ja meistens zurück
Hummelplage oder so
Der der das liest
ist vielleicht jetzt schon wieder tot
02/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 347
Wo gigantische Klüfte klaffen kreist als Satellit
in einer Vollmondnacht das Glück vielleicht
über den Abgründen wehleidigen Lächelns
von den Bredouillen selbst aus der Verfassung geholt
die schwebten ihm doch neulich schon einmal
als stoffliche Notwendigkeit im Unabdingbar vor!
Die Resonanz brauste heran und brandete auf
und vor den potemkinschen Dörfern der Stadt
verspann sich plötzlich fleckenlos der Himmel
verschwindet schließlich zwischen Requisiten
Vielleicht dienen sie ja als etwas Brauchbares
wie für ein Bankett anspruchsvoller Bewunderer
mutmaßlich wenn sie auf den Mauern hocken
Sie standen aber praktisch alle applaudierend
auf der Kippe an den Hängen und Pisten
traumatisiert für den Rest ihres Lebens
wie die Pfosten für umgekehrte Lawinen
Wenn alle Schultern zucken schwimmt er tapfer
durch seine geistzersetzenden Gewässer zurück
Gratulation! Du hast soeben im Eifer des Gefechts
den Horizont deines Fernsehers überschritten
Wenn nicht dann wird er wohl zu flach geworden sein
Zur Hochzeit ist der Tiefpunkt nun erreicht!
03/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 348
Der Freßsack der vor Übelkeit
sein Essen in den Kübel speit
will von der Speise nicht viel halten
bei sich zum Gaumen hin gespalten
weicht hundeherzig dem Genus
mit Beifuß wälzt es sich im Ruß
sein Aschenpudel hat im Nu
verbranntes Blut im Schnabelschuh
Etwas würd ihm da noch fehlen
eines Vogels Groch entseelen
von harter Nahrung wie man hört
fühln sich die Geiters nun gestört
die Flüchtigkeit der magern Säuren
Würmchen preisen grad die teuren
Da am Ende von dem Beben
noch sein Lefztes ab zu geben
ist der Fressalie Zweck und Sinn
draus ist draus und drin ist drin
04/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 349
Brunchitis kam gerade so zu Rande in seiner Wohnung
für Gebrechliche mit eingebautem Krematorium
in der er weder Luft schnappend noch nach Atem ringt
wie gerne ging er dort an seinen Nerven schaben
Übergehwicht und Leihbold baumelten ein wenig
daneben und sie spielten bei träger Beleuchtung
feine Konzerte mechanisch in Moll
Eine Schar marodierender Kastraten
die sich für gut genug befunden hatten
sind ihm gegen seinen Zaun gerannt
mit Eskapaden, Raffinesse, unerträglicher Gewalt
versuchten sie das Konfitürenglück zu zwingen
Sie kannten sonst nur das Kiefern in muffigen Kellern
sie planten eigentlich auch ein paar kleinere Aasereien
um sich grölend auf den Weg zu wälzen
denn sie wollten die nackte Wahrheit
Brunchitis von einer Bande Schlaraffen überfallen
ruht durchdrungen von zuckeriger Wattheit
grinste sich was für den Rest des Jahres
Jetzt aber dreht er sich um und durch der Bub
inzwischen hatte er eine ganze Banderole erfunden
der Sinn des Unternehmens wohl ist dies
die Briefmarken bei der Paarung zu betrachten
Gut also, das waren alles seine!
06/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 350
Aus den einschlägigen Rezepten für perverse Gerichte
und zwar in schmutzig in ursprünglichen Formen
Sud und Absud in Schüsseln und gebackene Normen
ihr macht es euch gerne bekömmlich ihr Wichte
Jedoch wie ich sicher weiß habt ihr soviel im Topf
immer neue Speisen erfindend quirlt ihr zutiefst
und sowieso in der Pfanne die immer Recht hat
wo aufschneiderisch das pranke Löwenfett zischt
mit feinsten Öliven von goldenen Bergen vermischt
Braten mit saurer Elchmilch aus der Kanne gelöscht
Unterdes wer mit dem reservierten Hummer ungerührt
in das nächste Knoblauchloch ein Bezwiebeltes vertat
hat seinerseits im Salat das schier Unmögliche probiert
von diesen ausgewählt erzwungenen Präferenzen
gar Gekochtes in verzehrenden Strudeln zu kredenzen
Wichtig und notwendig ist das Buttern!
Es gibt nichts Schlimmeres!
Als wenn die Salzkartoffelkatze derbe in die Kerbel haut
das Soufflieren lüsterner Stachelbeeren wird da laut
Das Essen muß man erst einmal in sich gehen lassen
eher gerinnts nicht!
Is was?
Ach nee, ich eß nur was, wenn es nicht da ist!
Wem es dann auch noch gelingt, sich einzuladen?
Der ist selber Schuld!
09/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 351
Oh du leibestolle Augenblüte
wo bist du nur abgeblieben
Auf der dunklen Seite des Mondes?
in den schleimigen Kratern da wohnt es
Auf der Rückseite eines Monopoly-Spiels?
an den fruchtlosen Ufern des Nils
fraß dich dort eine Krokodilie
oder bist du bestäubt von Krokus und Lilie
oder hat dich ein wüster Wind zerrieben
Ach du meine Gute liebe Güte
Weinen muß ich weinen, weinen, weinen
ich muß wein ...
hunderttausend süße Weine
ach deine wundervollen Beine
warn die meinen, meinen, meinen
waren mein ...
Gänseblümchen Spinnen in der feuchten Wiese
seufzen leise wie die Trommel Peterliese
Da begann das pazifische Wogen der Gräser
die Schränke die Tische die Gläser
mit Fluten von Sehnsucht zu füllen
im Stillen gingst du dein Antlitz verhüllen
Bei mir wars umgekehrt
ich hatte dich so sehr verehrt
Weiche Federn die Kissen zerrissen
fielen mir mitten ins seichte Gewissen
nun spann ich den seimenden Faden
bei mir zwischen Tassen und Tellern
sponn Tücher so dick wie Nebelschwaden
noch lagert es Wein in den Kellern
Ich fühlte mich plötzlich wie ein bodenloses Faß
etwas naß
und völlig aufgeweicht
wenn du mich nicht aus deinem Herzen streichst
dann würde mich das sehr sehr freuen
anderenfalls wirst du das natürlich bitter, bitter, bitter
und bis aufs Butterbrot bereuen
09/08/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 352
Ein fuchsiger Luchs und ein luchsiger Fuchs
waren zusammen und einmal lustig miteinander
nachdem sie zuvor so lange gemeinsam
hin oder her und wieder zurück gewandert
erspähten sie plötzlich eine Füchsin de luxe
sie sahen auch eine reizende Lüchsin die lax
extrem extravagant und sexuell nur so dalag
Der Luchs spitzte fein das löchrige Luchsohr
der Fuchs bauschte seinen struppigen Fuchsschwanz
und kurz nacheinander waren die alle wie verflixt
zueinander und der Fuchs machte die lustigsten
Faxen das machte den Luchs aber fuchsteufelswild
und er fing an zu boxen und der Fuchs boxte zurück
und dann waren beide auf einmal voreinander ausgebüxt
Es nahte des Winters lausiger Flux
ein Wandel den niemand aufzuhalten vermochte
und schon bald hatte es sich ausgefuchst
den Vieren wurde das Fell abgeluchst
nun zieren sie alle nah beieinander
und hübsch ineinander verflochten
den Kragen am Mantel einer verflucht
schönen eleganten und grazilen Dame
10/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 353
Lassen und denken lassen
Ihr könnt euch das aber auch ersparen
indem ihr gleich mit einem belehrenden Gesicht
gegen eine dicke Wand rennt
oder habt ihr euch etwas erlesen
wie etwa Poeme zur Ablehnung der vollendeten Phrase
zur Gründung einer vollkommen widersprüchlichen Lache
für die wesentlichen Dinge des Lebens
wie vom Mythos um das Grauen an der Spitze
des Haars eines Königs
Das kann lästig werden wie zum Beispiel auch Güllen
die noch nicht von Spuren und Elementen und ähnlich
exorbitant hohlem Gewäsch verseucht worden sind
sodaß sich die nächste Nacht schön in die Fragen stellt
Hände reibend fragen wir uns
lieber hin und statt wieder zurück
warum diese Natur von übermäßig großer Zähigkeit
den Menschen seit tausenden von Jahren belangweilt
Denken und denken lassen
Ich sehe es förmlich vor mir so lebensecht
denn man ist und man bleibt einzigartig
in der untersten Schublade vergessen
11/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 354
Den Schnaps also trinkend funktioniert
diese Unentschlossenheit der Wechseltierchen
Höchst bedauerlich genügt nun schon ein Kopfnicken
wo jedes Kind es weiß
Brot holen funktioniert nämlich auch nicht
oder besser gesagt nichts zwischen den Zähnen
als einen moralisch zu irritierenden Albtraum
von grünem Alkohol und Rabenwesen
die auf Munddrachen geprüft
immer noch dieselben Tränen vergießen
Wer goß das Hexaplex ins Labyrinth des Mezqualito?
der sich zwanghaft revolvierte
nur nicht als Nachtgewächs im Schatten von Hyoscyamus
Perpetuierende Falter im Zentrum der zersponnenen Sonne?
wo sie noch schriftlich eine Fontaine beschrieben
schon weiter oben zerriß es ihnen die Sprache
"Jetzt sag bloß, das stimmt wirklich!!!?"
sprach der Kroch und stürzte sich knopfüber
vom Klippenstift auf die ballspielenden Knarzen
er sagte sich aber nicht
"Sie beleben das Ghetto der geistigen Anmut!"
sondern dachte nur es ist ein Phantomscherz
Oh frostiger Appendix!
11/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 355
Die Suchen nach neuen aufregenden Hüllen
vornan keine emissionierten Alyrchen
oder andere Gewässer mit Tierchen
um sie euch in jedem Augenblick
mit winzig optischen Spionen
auf die Futteralien zu verteilen
diese unersättlichen Begierden zu stillen
nur um sie noch brüsker am Stück
trotzdem abfällig zu vermeiden
Wie kindisch oder teichbezogen ist die Libelle
wenn sie nur leicht mit dem Flügel gewackelt
ihr Zerbrecherdasein als Zeitraffer zu finden hofft
Dazwischen wimmelt es von Spezienfischen
die man verfolgt bis in die allgemeinsten Kisten
wohin auch noch die letzten Bilder strömen
die Schuppen der Bärsche zu platzieren
Das Etceterapp und das ETPTT
besteigen Berge von glanzlosen Leichen
zur Beobachtung von fragwürdigen Zeichen
Das hätte in zig Jahren zwar keiner vermutet
daß ihr Gewissen keine Zeit mehr hatte
Zeiten die immer wenigstens meistens
oder dadurch manchmal auch oft
wie Spielzeuge die fest in ihrer Hand
verwachsen waren ausgeblutet sind
Und wenn die Tür quietscht wegen
der Farben werden die Osmosen
mit Haarspaltereien lahmgelegt
Neumond aber, Neumond
ist irgendwannanders!
12/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 356
Zar Zicki hob wohl an den Bauch zur Landung
Sorry Leute all der Schnittlauch gehört mir
doch gibts ihn in den Katakomben einzukaufen
seit wann ist das denn ein Geschmacksfehler also
Ich verstehe es nicht diese Ausbruchsphasen
zwischen dem Geräkel diese Bizzaritäten wie
die lieben Leute und die guten Forken
die hielten sich ja leider vornehm zurück
Maschinen!? Na dann wollen wir mal
das milchige Korallenglas durchschauen
Er starrte in sein brausehaltiges Getränk unter
dem ornithologischen Pseudonym Kakao da
und wo der Zausel hüpft zum nächsten Ast
bemerkte er den Einschlycher im Hopfenbeet
den keiner dort zu finden hofft geschweige
Er ergriff Besitz und grob und nach und tastete
selbst da noch nach der scharfen Scherbe als
er sein Päckchen mit dem Leckerbissen öffnete
anstatt sich mit Verlaub und Stil zu präsentieren
Schließlich bezeugte er durch heftiges Kopfschütteln
daß es keine Antwort darauf gab und gibt und geben
wird und hetzte seine splitternackte Frau auf sie und
es kam zu unterintimen Begegnungen der dritten Art
soviel sicherte er ihr rund nur zu
18/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 357
Wenn die Hybriden mit den Symbiosen
zusammen im falschen Nest gelegen
wird der Hahnenfuß erst sichtbar durch
die Lupillien erweiternden Motoerythmen
Das Grunzen der wütenden Hakeleien
ihr Schnarren und ihr Plärren
ihr ewiges Ranunkeln
da kannste nicht anders
da mußt du immer nur lachen
Nur das Gehirn schwappt später nach
das an den Medizinnien schnuppern geht
und ähnlichem Krimskrams gehuldigt
springts falsch und falscher und immer
wieder einfach abgelegen um die Haut
Wenn das Leben nicht vollständig ist
oder als zu dünn gesät verachtet wird
und die muränischen Winden
in den Windungen verkümmern
liegt alles wohl und schön
gepflegt im Park
Der Reiz des Unbekannten ist zu groß
Warum sitzt das Taft denn aber
nicht im Samt?
19/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 358
Potenztanten durch den Wald gejagt
die Automaten in den Psychotropen
wollten sich lieber restaurieren lassen
den blasphemisch verborgenen Faden
daran angeknüpft schaukeln sie inzwischen
inzwischen eigentlich genau über dem Ziel
Das All ist turbulent verhangen Schweigen
Ursa Major wie von der Sage abgetrennt
so auch die blinde hellsamtene Pille die
wie permanentes Eis das die Umgebung
zermalmend wirkte damit anging und aus
die Zustände im großen Wagen bemäkelte
der einmal keinen Anker in der Rakete hatte
Dann ging man raus zum Sternenschnuppern
Für den Rest seines gültigen Lebens vergeht
schonmal das eine oder andere Universum
nicht von selbst aus wenn es schon eins ist
So fing das ramponiern und Segel wenden
nach dem Schnuppern alles zeitgleich an
Man kann also nicht nur in die ferne Zukunft
sondern auch in die nährende Vergangenheit
einen langweiligen Urlaub machen gehen
Das wird nett nun rolle Nacht!
20/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 359
Wenn du am Boden liegst aus Furcht
dann kommt das Trampelntier geschossen
mit Schmackofatz hats seine Art genossen
im Frevel sich bis in die Wurzeln begossen
und dein Antlitz mit Absicht belurcht
All sist schon längs spassiert
wir wissens bloß noch nicht
wir hams bis jetzt nicht registriert
der Sonne letzter Strahl erlischt
Trotz dem sich nie und nimm kein Vieh
herauftrieb wie ein Frühaufstieh
pro Tube einen Ranzen bindet
und in ein schwarzes Loch verschwindet
Aha das gelbverhakte Sommerkleid
diese Aurora war es lange schon leid
sie blickte tief ins Pandoramaglas
darin das Wessen des Beschreibens
sich nur so putzte und hauste nur aus Spaß
zum Vergnügen die Lampe des Reibens
Voilà und statistisch gesehen
sind wir Strümpfe Alkandroiden
nur ein komisches Versehen
sind alle schon hinausgeschieden
in die falsche Richtung abgeflogen
sozusagen () eingesogen
Doch wenn du wartest bis morgen
kannst du alles auf einmal entsorgen
30/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 360
Von hinten (nach vorne)
war Martha Fahl die alte Finte
die sträflich Verworrne
und standrechtlich Blinde
auf Gruppeninformation aus
Und zum Kopopulieren
ging sie spät außer Haus
ins Gier um zu landen
machte sie dort so einige
zehn Bierchen zuschanden
Aber weder charmierte ihr
so ein niedlicher Zwerg
noch gab es ein zärtliches Wispern
vom magmatischen Eisenfußberg
auf daß es ihr steißfeiles
Beinchen verwöhnte
Mittlerweile ist ihr alles egal
es ist zwar genügend Zeit noch
und auch Publikum vorhanden
doch das kann sie im Schnelldurchlauf
nicht alles hindurch perpetuieren
Und um ins Gemüt
zu wissen es könnte
skurril oder schwer sein
fiel ihr ein fieser Kieselstein
der spiegelte sich in ihrem Konterfein
bis es ihr sprudelte im Geblüt
Also noch einmal
von vorne (nach hinten)
31/08/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 361
Sochen Nettchen
Panzerchen und Dröhnchen
Maschinenpistölchen
Raketchen und chemische Keulchen
Atomare Bömbchen im Mäulchen
Minchen und Kartätschchen
Wäffchen und Granätchen
Sterben ist so ein Dingchen
und ein schönes Geschäftchen
Blut an Gewehrchen und Klingchen
ist ein sehr wertvolles Säftchen
Nur ein bißchen so ein Kriegchen
Noch ein pyrrhisches Siegchen
Amokläufchen mit dem Beilchen
Leichenhäufchen für ein Weilchen
Flämmchen und Kanönchenrauch
Ein Millionenspielchen ist es auch
01/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 362
Möglicherweise kann man sogar
durch ein verbohrtes Okular
in die Vergangenheit schauen
oder man steigt um in die Blauen
um seine Zukunft darin zu sehen
Mag auch ein durstiger Geist
um die delphischen Skulpturen wehen
man muß im Trockenen stehen
und notfalls Zahnbürsten stibitzen
bis selektiv die Piepen flitzen
Dann scheint die Welt fast unendlich
durch das Glas selbstverständlich
Also entweder her mit den Tantiemen
oder es gibt keine Zoten mehr
und bleiben die Pfoten leer
dann setzt es rotblaue Striemen
Ach so gelbe Schlangen
01/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 363
Nanüle Schabracken
Galeonen und Fregatten
Koggen und Korvetten
Drogen und Krawatten
Meutern und Manschetten
mit Kräutern und Pinzetten
Karavellen und Segler
die Schnellen in den Wellen
Salmonellen im Pegler
Kroketten Karamellen
Puppen und Schaluppen
Fagotten und Pipetten
Galeeren und Schimären
Kutter und Kuff
Zigaretten im Puff
Galeere und Zaster
die Jolle im Raster
Schoner und Riff
Pitschnaß ist das Schiff
01/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 364
Wieso ist Wieso eine falsche Entscheidung
und zerbrechlicher als die Aureole
eines Brontosauren der immer nur pegelt
daß die Knochen kraulen
Und wenn schon nicht melodramatisch
dann doch wenigstens komisch
in die Tasten haut was ein Organ ist
die vergessenen Worte von Gestikul
bisweilen noch phlegmatisch ohne Rumpf
Und da man nun denn doch
fett und verletzt geworden ist
wie ein kuhäugiges Discotier
das es mit Füßen gemacht hat
für der Unmengen Gebung
Aber nun kanns doch keiner mehr
sedieren den Puls ihr diktierend
immens und zwingend bindend
wie die Reise in die Nudelhölle
Das unheimliche Auge des Windes
in der Oase der molekularen Früchte erblindend
der Reißverschluß am Himmel
Je der schluderige Träumer und sein Pendant
die mit ihrer Dichterei die Wände verschmieren
mit ihrer Verseschichterei ohne Anfang und Ende
01/09/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 365
Gefährlich sind die Gewässer
nicht nur wenn sie in Fässer
nin Eimern und in Tonnen lagern
wenn sie wollten könnten sie
die tollste Seemannsbraut beschwagern
die einsam und verlassen Vis-à-Vis
So täuschte sich die Wasserwehr
sie fragte sich im Kerzenschein
ob Feuer vielleicht besser wär
und legte die Raketen ein
ihr Einsatz kommt direkt
die Wirkung fast perfekt
Wer will es ihnen denn verübeln
wenn sie im Wechsel der Gezeiten
dich in glühendheißen Kübeln
zum Krematorium begleiten
um sich an deinem Aschenhaufen
die Finger zu verbrennen
und obwohl sie wirklich sehr schnell
rennen
sich laufend überzubesaufen
Egal wie ideell der Optimismus
an dieser Stelle ist damit Schluß
das letzte Fünkchen Leicht verglimmt
das Feucht darüber geht bestimmt
Wem's also Spaß macht ja der fische
frische Flammen im Trüben
die Feuerwehr geht weiter üben
geht schließlich weiter auch noch baden
ab hier verlieren wir den Faden
Ich kann es aber noch nicht lassen
ich gehe wieder Wasser fassen
02/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 366
Rosinenbrot für Superman
Kebap für Lupinchen
jeder frißt sein Lampengleiß
nach dem Geschmack
Das Intermezzo im Badezimmer
der Reiter aus der Suppenschale
waren im Mittelalter sehr beliebt
Rahmverschoner und Freibeutel
mit Kenntnissen im Barzahlen
ein Wiederklopf nicht im Gefecht
mit Latein hatte er gelernt wie man
die profunde Tondose der Fiedlerin
in den platten Böden von Friesland
mit einem Flegel wundbescheuert
Sie hatte einen Müllhaufen und
er hatte sie dahin zurückgebracht
zurück ins Tränenreich der Säuretiere
Hierzu schweigt das Quaderrad bis heute
aus sich heraus versessen ins schrille Grau
die schiere Philophobie stellt sich
als rein gallertartige Masse zur Schau
oder makellos mit Maßantrieb
wie Melodien aus den Filzlausklononien
Jeder Wikinger kennt die tiefen Wasser
oder das woraus sie gemacht sind
das brausend Gejammer im Wind
wenn er die Grundlose küßte
falls er jedoch eine Gefährliche trifft
händelt er die Lädirne mit Juwelenkraft
Er brachte ihr teuren Schnaps und Margarine
die tägliche Dosis Röntgenstrahlung
bevor er das Flackern begriff
befiel ihn die zyklische Wollust
wie ein synthetischer Kalkkollaps
die Nägel im Zuckerkreis bohrten
sich tief bis in sein Fleisch
Obschon er Humaneres gewohnt war
dachte er prompt etwas Bizarres
bevor er das blonde Orakel befragte
Merke: Erinnere dich an Orange
und bleib so wie du bist!
02/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 367
Im Jahr des Schrothundes stieg aus den
Niederungen am Marsch ein massiger Körper
massierte elegant mit der Maser entlang der
Pyramiden aus Jaspis welche übersät mit
Hieroglyphensalat in der Sonne schmorten
und er sprach das unsanfte Sprichwort
in der mystischen Chiffre:
Wer Wölfe
Wer Katzen
Wer Wannen und
Wer Kannen
Wer wie oder wo oder was
denn so ein emsiger alter Egon ist
der hätte aufgehorcht am Tisch
dort ist der edle Kasimir
dem Vielfraß damals ausgewichen
dem etwas Unmenschliches
zwischen den Zähnen haftete
Daher: Gulo Gulo wie im Märchen
Wer aber sein Fell einem Kotcharakter anvertraut
wer Gaffer mit Lederkacke bombardiert
wer mit Volldampf die Boje umschifft
der weicht voll vom Markt ab
Es ist ein weit verbreiteter Handel
Und einer der tagsüber im Schlafrock lief
war auf dem sagenhaften Sklavenmarkt von Ägypten
als er praktisch im Vollsuff
jäh gegen den großen Zwetschgengeist geprallt
und wie er so vor dem Ruder steht
gesellig wie ein beilastiger Edeltorkel
entsteht ein schnellendes Geschrei
daß Brisantine mit dem Rachen am Großmast
jetzt die Latrinensegel streiche
Man drohte allen mit der Anemone
03/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 368
Ein verendetes Skelett schlug mit der Garotte
um sich denn ihn ekelte es am Mund entsetzlich
und es hatte nicht nur schon am frühen Morgen
am Schienbein gerüttelt an den Läden geklappert
sich mit hundert Sachen um die Ecke gebracht
und sich dreimal dahinter die Stirne gequetscht
Als ihm ein Kunstwurf um die Fesseln gelang
gerade als der ohnehin schon gelöcherte
Nasenschieber es einfach nicht begreifen will
häkelte sich heraus ein Egel so groß wie ein Egel
ein formeller Zyp der im Gulli schlief mit auffällig
fleckigem Teint und riesigen Schattenbeulen
Ein Ahnenloser kam ihm hinterher entgeistert
war mit Risiko in die blanke Vorfahrt gerast
den Grabhub den er mit satten Drehungen
in hohem Bogen zurückgeschüttet hatte
um den Nahtod und Sonstiges zu zerstören
fand man später in den Gassen voll verbeult
Ein aus Mordanerika stammender Hohlkörper
schnaubte wie eine der Lerchen die am Pflock
angeschlagen ist und dringend beringt werden müßte
und zwar irgendwo zwischen daheim und zuhause
Der dunkle Trabant in seiner morbiden Eigenart
als Anfasser unbeseelter Taillen und Büsten
wollte er es seinen Neffen diesmal schonend
beibringen daß er einen kalten Affen abgab
er versprach ihnen wohl nicht zu viel
braver Horror im Subtil
03/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 369
Der große gespaltene Hamster bei dem nur
der vordere Teil die Schnauze bildete
dessen hinterer und kürzerer aber kleiner
war als er selbst hatte insbesondere in der
Fischfälscherei den Daumenschlegel eingesetzt
in der Regel war er nur für diese Benutzung
wenn jemand fanatisch die Flosse gelupft
Eine grobe Forelle schrammte an allen vorbei
ihr Regenbogen aus Taft und Damast spiegelte
sich auf der Tarnkappe des nagend Schizoiden
Der Leimbeißer hatte mit gestärkter Brust
jede Menge Holzschrat angesammelt hatte
vom silbernen Scheffel Smaragde geangelt
hatte mit seiner natürlichen Raffgier sogar
die gierigen Parzen verscheucht selbst die
waren zuweilen doch recht billig zueinander
Der böse Frustfraß ging ihm bis zum Schlund
der eiseskalte Gesang des Maschinenschweins
ließ die Scheiben beschlagen als er mit der
Gabelsäge ihre pikierten Spitzen verzehrte
Schön bißratener prosaischer Schliff.
03/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 370
Für den Kraterier ist ein Weißbrot
aus Packeis am Pol zu rabiat
jener braucht auch mehr Wärme
und eine Feuerluke mit Rauchstop
und ein in einen Glasbarren
eingesetztes kleines Miststück
Als dann auch noch mehrere
unspezifische Bezeichnungen
für schneebedeckte Rahmsuppe
die man am Gestank schon erkennt
Oder die schiefliegenden Linien
im Katalog für den Schnörkel
des Stereotypen den man nicht
nur den schönen Damen verpaßt
sondern mit einer besonders
parallelen Extrasparre versieht
Jeder dessen Nachbar einen bekommt
kriegt seinen eigenen Absatz zumeist
in die Hacken scharf aber unumlegbar
Und für die F...leute deren Pinscher
man so galant daher naßgepißt hatte
der gellende Pfiff hinter dem immer
ein Rufmörder steht für den ist
die Freizeit bereichernd ein Hort
irrationaler Entscheidungen der stetig
vom Kern des Themas nur ablenkt
04/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 371
Mars das piefnasige Schlitzohr
zischte gelassen:
"Auf zur Jagd um das goldene Riff!"
Ein metallisches Glitzern in den Augen
verriet seine megagebündelte Großmut
Als Gast in der Zimtbar
war er geil auf das Fluchverbot
und wie jeder erhaben
schickte er straffe Grimassen
ins Scharmietzel und schalt:
"Die Schnute hoch ihr Schocker
und runter mit der Türklinke!"
"Welch ein infames Geschenk!"
"Sind die etwa oberirrig?"
"Das ist die Personifikation
einer bescheuerten Kaffeetasse!"
Ein nacktes Familienmitglied
hatte in einer finsteren Gegend
gut getarnt fast unsichtbar
einen Einakter inszeniert
bald zum Ärger bald in Rage
sich mit Seife im Magen betäubt
er hatte es gerne gelitten
Das Geschunkel fliehend fühlte er
sich heimatlos im sicheren Hafen
Manchmal ist es bloß der Zufall
der einem die Tour vermasselt
ein zur Last in seiner ganzen
Leere liegend mitreissender Fluß
Einer log ja immer gerne
04/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 372
Der verhaxelte Polygonist ärgerte sich schwarz
über seinen Besuch von der Milchstraße
er brachte bulligen Auges den Säbel ins Lot
um seiner Kastration aus dem Wege zu gehen
Der Schirokkokodrame paralysierte sich
über einen Hauch weissen Pflasters
mit Reifrock und scheinbarer Bürste
bestens ausstaffiert ließ er sein Mitbringsel
blaumütig durch die Hosenträger knecken
sein faszinierender Unterbau mit Haut
wackelte bedenklich an den Pfosten
Der mit dem Kopf im Blumentopf schnaufte
er war motorisch hinter den süßen Knollen her
die mit den entschieden roten Nasen
deren türkisfarbene Bracke den Siff
in den Flüssen gnädig überdeckte
Der halbverduckte Wanzenwirrwisch ergoß sich
verschimmelte Zitronen aus dem kalten Mund
Der war durch und das Wetter war alles andere
Drei Küsse knackten bei der Drüsenschau
Die Fliege mit Café ist reserviert gewesen
Der geneigte Leser würde feige und seekrank
wenn er wüßte auf welche Straße ihn dies
und das abwegige Zwischenmanöver führte
08/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 373
Durch die Allee der Bettler rennt
der Penner das stinkende Monstrum
aus der Kategorie einer ulkigen Schar
von fickrig rutschenden Tauben
die mitunter auch auf zwölf Beinen pennt
am Ende freier Banken verhorrend
Und er packte alles aus was da brennt
es war ihm sicher blindlings egal
als er die Koteletten fraß
und den ganzen harzigen Müll
den die Arschnarzissten
von Natur aus ihm sabotierten
da verspürte er Reste von Leben
in grünlippig luderigen Dosen
Die Armee der Wortlosen
aber versteht die Welt nicht mehr
und sie hat auch niemals verstanden
daß Glück nunmal ein Zeichen ist
für etwas was Fatzke nicht kennt
Und wie es sich für Götter gehört
etwas daran ist unerschütterlich
Wenn Jupiter das Zeichen wechselt
dann wechseln sich tunlichst die Zeichen
09/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 374
Bloß vollkommen intolerant kann man es sowohl
an einer gewissen majestätischen Stille erspüren
als auch wenn man die Rennbahn hinterrücks betrat
kaum war man unterwegs schon wurde es deprimierend
Lauter Irre Kopfgespaltne und sonst nix anderes los
als beknackte Interferenzen in der Utopie Lebende
Bilder in vorwiegend in Flächen gehendes Gelände
da haben wir eh die heute verbreitertsten Schleifen
Auf sie im Affekt und ohne endloses Begreifen
die guten Launen verderben mit unrundem Gebrüll
den flotten Trumpf allerdings im Auge behalten
die rasante Büchse die mit Pinke vollgetankt ist
ein kleines wendiges Gefährt auf dem Schatzacker
Die Freude des Spektakels am jubelnden Volk
mittendrin und richtig rein und wieder abgezweigt
man scharte sich Körper um Körper um den Kipper
die legalere Totart am Tatort die kleinere Version
der Hinrichtung später auch für größere Fahrzeuge
Ich nehme noch einen guten Schluck Wasser
mit mir ins offen stehende Jenseits hinüber
Wer spricht denn hier? Wer spricht denn hier?
10/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 375
Dagegen schon in den wechselhaften Winden
und in sich selbst verschickenden Briefen
hat man das Theater dahingehend inspiriert
daß gerade der schreibt der ständig muß
man sah es dafür auf der Karte gelesen
Er war überwiegend auf Expansionen aus
und zwingt sie mit Binsenmilch auch dazu
sich das ungemütlichste Höckersegment
im neurotischen Geilheitsgesetz zu enthalten
Er hatte innen starke Verzweiflungen wie
gigantisch psychosomatisches Grollen
und unter der Mütze hirngewelltes Schilf
und unter dem grünen gestreiften Pullover
Epi sein dermatologisches Maskottchen
da braucht selbst ein Arzt keinen Arzt
Schau ihn dir an wenn er in die Dornen kommt
die er zur Echsenmast benutzte und versuche
nicht dich abzuholen bevor du nicht ankommst
Wenn man nicht weiß wann oder wo
10/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 376
Man entfleucht ins Psycholandia
wo jede Ampel ihre eigene Melodie hat
und manche lügen sich glücklich
ganze Familien unterliegen hier
zusammen der Flanierpflicht
Wo die trockene Quelle liegt im Naturell
im dunklen Wald da wird gelästert
noch einmal die Geduld verlieren
verschwiegen und verschwestert
den ausgestopften Wald durchkämmt
den Teppich und die sieben Sachen
der Talisman der Kindersacher
All seine Tränen sind vergossen
in der Schlepptat und zum nächsten
sämtliche Schönfärbereien vertan
und die Kettenreaktion im Freistil
einvernehmlich im Vertrag mit allen
Kontraktionen bunt gewürfelt und
unter der Decke eingeschlossen
11/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 377
Irgendwann werden sich unsere Wege schon
noch kreuzen so kann ich dir besser auf die
Füße treten wenn du mir wieder einmal meinen
wohlverdienten Platz im großen Saal wegnimmst.
Ich wollte da demnächst doch mal dahin!
Ich mache mir Gedanken.
Es gibt Regeln!
Es gibt keine Regeln!
Wir reden darüber!
Es ist ja noch genügend Zeit.
Daher habe ich mich nun entschlossen
wir sollten uns nach bestem Können
mal über unsre Aversionen unterhalten.
Zur Abwechslung sollte das reichen!
Eine Reihenfolge steht selbstverständlich
bis jetzt noch nicht fest oder kannst du
mir etwa sagen in welcher du durch mich
Musik Levitation oder Katharsis erfährst?
Ich weiß nicht was ich davon halten soll
und gebe mich betont phlegmatisch nur
ich werde vermutlich doch nicht daran
vorbeikommen die Frage zu stellen.
Ich kenne die Antwort jetzt schon!
13/09/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 378
Moment einmal die verbindliche Antwort
kommt überirdisch andererseits wirft sich
dann auch noch die komische Frage darauf
Kann ich dir nicht gehören nebst einem Ring
ohne Wert Dir bin icht plusminus doch gewiß
ebenfalls stehen dir schon etliche Finanzen zu
du sollst dich eine Weile den Kellern übergeben
Darauf bestehe!
Die Sache mit dem Noch ist nicht im Klaren
auf der Suche nach Argumenten finde ich es
durchaus heraus das Noch am Wohl ergründend
Du willst mich wohl gezielt zu derer Irren führen
für eine wesentlich reizvollere Herausforderung
so wäret ihr gute Bekannte und Artverwandte
aus dem Club der pädagogisch Geschädigten
Laß hören!
Eine ganze Viertelstunde später ungefähr
muß ich alles stimulieren noch durch Kalk
und das bestätigt was soeben geschehen ist
Die Idee würde mir nur kübelweise bewusst
wenn du eine Idee haben solltest eine die
geräumiger wäre als die jetzige unter allen
Umständen aber eine eigene die zieren einen
obwohl ich so etwas noch nie gemacht habe
Sollst du aber!
14/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 379
Sollte ich euch jemals auf meine Art betören
beziehungsweise meine Unart hier mit ansprechen?
Von meiner Arbeit würde ich mich jedoch
nicht noch mehr erholen ich für meinen Teil
kuschle selten mit Erbrochenem eigentlich nie.
Verdammmt ich krieg schon wieder einen
mittelschweren Toilettenanfall ausgerechnet!
Ich hoffe daß auch ihr noch etwas Eigenes
energisch Elastizitierendes dazu erfindet!
Mein Kopiergerät streikt höchst verlockend!
Verflixt das Licht ist aus ich seh nichts mehr
weil ich Alias Birne bezwirne indem ich leicht
vielleicht sage oder wie würdest du dich mit
dieser fadenscheinigen Aufgabe übernehmen?
Es heißt sein Name ist Unrund und daß ihr jeweils
eine Person zuviel seid wir vier waren aber zu dritt.
Ihr seid doch etwa nicht alle so multipel angekratzt?
Ein Tritt wird sich wohl lohnen der ist nämlich frei
ein prosaischer Tritt den Rücken herunter welcher
euch in die Zauber der Rätselhaft des Schlafes führt
bis hin zur Klausel vom Zwielicht hinter dem Mond.
Es klopft schrill und so ist es gedacht.
Ganz genau weiß ich das jetzt doch nicht
um es genau zu sagen bin ich es.
Ich bin wie viele sagen ein beliebiger
menschlicher Wert in Ego gemessen.
Das fasziniert mich absolut abgöttisch!
Es soll also beginnen!
16/09/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 380
Die große Woge der Einsamkeit war uninteressant
und falls sie auch von Lauten unbeachtet blieb
im Wechselspiel von Uhr zu Uhr spielte sich das
Virtuose ab aber niemanden hatte das unterstützt
niemand hatte die Absicht auf Haare zu verzichten
Millionen kursierten anonym von denen jeder
seine Zeit bekommt von denen jeder außerdem
das letzte Wort bekommt die sind doch alle
von der Brücke gegangen in tiefere Unwetter
Leute die ihren eigenen Auswisch präsentieren
Leute die andere mit Magnesium foltern und quälen
die letzten hatten wenige Stunden vorher die Welt
mit Unmengen von Scheiben hinter sich gelassen
und künftige Generationen für habend erklärt
Ihr könnt euch sehr gerne auch über den Berg freuen
viel mehr Spaß werdet ihr dabei auch nicht haben
nur eben soviel wie insgesamt in einen Hut geht
Na ja der ist ja auch schnieke und ewig modern
Hiermit überlebt man immer neue Unterraschungen
kritisch wird es erst wenn du keine penetrant
silbernen Kopfschmerzen mehr davon abbekommst
Ach wäre es nur noch nicht so spät
Aber der Hut geht schon um
17/09/2016 P.S.

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Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 381
Während der Opposition singt der glückliche Kater
in alleinigem Grobklang gegen den Strom an bis der
der Gesang auf der Leitung ihn zu Tode geschminkt
Die Musiker sind komplett aus Stein balsamiert
ihr beispielhaftes Bemühen möchte einen leibhaftig
fröhlich kreischend darüber hinweg subversivieren
und laszive Töne trägt der Schrei über die Leisezeit
Wer lauscht statt erträgt fast fühlt der sich nahtlos
weder geschunden noch geschändet oder aufgelöst
und dessen Reise an magische Orte dürfte gelingen
Kein schwerer Zweifel keine leichte Kritik an der
klassisch orientierten Frage ist durchaus berechtigt
das Zittern in den musischen Phänomenen hat sich
ergänzlich neu komponiert konkurriert Harfen ergötzend
mit Bleigeigenkompositionen aus der alternden Subkultur
Mag man gar annehmen die unruhig fahrige Hand
der vortragenden Leiernden sei so echt und markant
und hinge an den sehr gespannten Leitern der Natur
Unlängst wurde das unschuldige Klavier erst frisch
aus dem Horn gestoßen wie das maulfeile Kopfkissen
wurde zunächst von albgierigen Träumen beschädigt
und erzeugt seitdem unkontrollierbare Kurzschlüsse
Das Publikum also tobte rasend alle Stillen zerreissend
viele sind dabei gewesen so wie mehrere öfter dabei sind
nicht nur die Musik war woanders zugegen es gab also
alles und sonst nur vom Besten unbedingt unbedingt
Yepyepayep!
19/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 382
Eine Steigbügelfrau will irgendwie das knitterige Hemd nicht
bügeln eine andere benutzte Terpentin auf der Hetzjagd nach
derben Termiten die der Sonne zum Trotz am Tag der offenen Tür
auf dem Friedhof gewesen waren zum Luftsprünge machen und
so aber Sonntags finden konträr dazu keine Beleerdigungen
statt oder komplementär dazu gibt es für die Garderobe dort
noch immer keine allerletzte Haftung keine Teilannahmen
Grundgütiger Oxymoron das Sanduhrenbild da im Afterland
kann doch nichts wissen vom Satthüpfen und Hinabfeilschen
und eine schenkellose Mumie kriegt doch im Kopf kein Kind
das die Pfoten hoch von Bett zu Bett nur so herumstreunt
und rohes Allerlei zu ewig tatenlosen Eiern zugeben könnte
Es kann so schwer sein vorn ein blaues Häutchen übern Kopf
zu ziehen unds liegt noch schwerer auf den schlaffen Venen
ein bißchen mehr der Sargonie schadet natürlich auch nichts
nur bei zuviel davon wird es ziemlich bald schnell very crazy
20/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 383
Aurora hatte keinen Bock mehr und Kakerlaken im Bett
die pimmelten an ihrem welken Körper um die Wette
Sie ließ panisch die Tränen kullern denn sie brauchte
dringendst einen Dieben um einen Kaiser zu verlagern
dessen Stäbchen nicht so ohne weiteres vom Thron fiel
und ein Alter Ego einen ausgeschlafenen Protagonisten
um den überraschend jähen Elementen der ewigen Qual
endlich ein Ende zu setzen und was es alles nicht gibt
Die Rabiatin Fraghata dagegen war bestrickend dagegen
ein umverwobenes Phantom das kaum zum Fegen taugte
sogar die allerschlimmste Jammernuß die man sich mithin
sämtlichen Schrecken vollkommen losgelöster Phantasien
nur einmal näher vorstellen kann da alle aus weissem Zwirn
Deren edel riechender Phantasmus zum Verbreiten reiner
Lebensfreuden den verklärend stringenten Duft verschenkte
von drinnen bräunlich bestrichener Jasminenblüten en gros
Da saß der Ghul doch im Klo und sprach in barschem Ton:
"Es kann nur eines lebend auf dem Marse enthalten sein!"
Das war nur eine kühle Phrase ein arhythmisches Imitat
das erzählte wen die Kuh Europa einst auf Jupiter verführte
Der große Odorator Moschus schlug im Nu die Türen zu
mit einem urigen lauten Knall der ihn mithin so mitnimmt
Es mußte natürlich nicht zwingend kein alter Held sein
Zitat: Hände!
22/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 384
Von Gestern müßige Geschichten für drålle Pomerånzen
hierfür spielte die Måus mit den Krållen der Synkopen
Då ist Herr Åbermånn ein frustrierter Philånthrop
er kam einfach nicht um die Tische ån der Bår herum
er gehörte zu den Leuten die es ånderen Leuten
überlåssen sich von hinten her bequem ånzustellen
dås ewige Dråmå vom låxen Åndrång und um
sich präzise in der Fåbel einzunisten versetzte
ihn ein bestimmter Muskel in Kåterstimmung
Die pikånte Jåde sie wår für romåntische Reibung
ån der Wånge eher keß und bereit wie es beliebt
Den Åber interessierte dås zwår nicht åber dånn zeigte er
jedem Impuls gehorchend gefällig åuf dås Zufållsprodukt
ihn verfolgte der Fluch des Nåchåhmens oder der Stråuß
der kopfüber åuf der mürrischen Fårce Posinen åus wår
Das Mäuschen verweigernd mimt er einen Kostverächter
nicht mål die låue Milch mit ordinärem Honig nimmt er ån
Åbstruser Åphrodismus vexiert in den elysischen Versåuen
wie Grånulåtion ist es in Pipånik und Tomåten ånsteckend
ihm Åber gerieten die verklemmten Stockenden in den Ålårm
Eine Gåns åuf hålbem Kurs ist jå inkognitot bråucht keine
Lotsen und keine Läuse zum Lånden oder Weiterfliegen
Die besten Åbenteuer åber werden belebt mit Stoff
durchreibenden Worten Åbermånn treibs nicht zu
weit hålt dich lieber ån der lieben Låterne fest!
Jeder Vogel muß doch einmal in die Måusern
Und åb dåfür dås wär doch dånn gedåcht
Similiå similibus curentur!
24/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 385
Dank neuer Pollen hatte sich eine lyrische Bienin
in ihren Imker verliebt und der Honig floß reichlich
mit sanftem Geplätscher hinunter zur Schrittstelle
diesbezüglich oder gerade auch deswegen gab es
die schönsten Ergüsse von Zeit aller Zeiten es war
fast naß zu schön um sich darin treiben zu lassen
Der Immense kokettierte sehr oft mit den Schwärmen
meist hingebungsvoll der süßen Wabenmalerei ergeben
verzweifelt suchte er jedoch die eine Königin die sich
ihm nicht nur eventuell frequenziell und gerne zur
Verfügung stellte um sich des Abends ausgleichend
romantischen Schwingungen zu widmen sondern auch
eine schöne hypereuphorisierte Torin um sich zu wärmen
Es kamen die feuchten wie die trockenen Tage
und nicht nur diese summierten sich nurmehr
zu einem gehörigen Aufmucken der Determiten
niemand wagte sich dahingehend zu bezweifeln
und niemand hatte etwas besonderes bemerkt
Als eine Menge Visionen die hexagonen Mikrowellen
verunsicherten sie befanden sich quasi etwa in der
Mitte der Straße und die Türen standen alle offen und
die prall gefüllten Beuten waren entführt auf einen Streich
da hatten sie von einem bärenstarken Dachs der auf die
Dauer unbestechlich ist den Schaden und das veränderte
dem Imprompten abrupt die Perspektive er konnte nun
für immer die Ambivalenzien im scharfen Auge behalten
Da er aber die Geheimzahl nicht gewußt hatte
ist ihm die Lösung dieses Rätsels mißlungen
Wie es manchmal bei solchen Geschichten passiert
drehte sich die Zeit vom Vorgang der Poesie heftig
durchwühlt und hinterließ das gegenständliche
Ambiente in wunderbarster Unordnung zurück
Wenn man bloß genau wüßte wo es sich ereignet hatte
27/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 386
Es war Sonntag und man ließ sich die Löwenkoteletts schmecken
man ließ sich vertrauensvoll von einem Gefühl der Sattheit tragen
Sentimentalität und Hunger im Licht der Atmosphäre zeichneten
ein wunderlich schönes Bild aus einer zeitlos erscheinenden Zeit
Für die Krönung bat der König die Münzen einfach loszulassen
doch zur Zeit hatte er den Kopf nicht auf den Schultern sitzen
so zog er die Kopflose die gerade in der Gegend stand deliziös
zu sich hin und übergeistigte sie wie üblich mit plumper Materie
Für die freundlich engstirnigen Nattern und Ochsen war Spielzeug
im Umlauf auch sonstiger Kleinkram wurde hinausgestellt der aber
offensichtlich nicht angerührt wurde und wer konnte der zahlte nach
dem Prinzip des Zufalls die Zeptergebühr gleich mehrfach im Voraus
Die Wesensbleichen die es nicht bemerkten daß sie sich die Blöße
gaben als sie versuchten eine ordentliche Blöße zu verdecken die
kostbar sie zierte zückten sich aber leider bloß den simplen Mantel
Die vernünftigsten Leute die da waren hatten sich defizitär gekratzt
weil aber die Schilder am Käfig zu ungenau drapiert worden waren
nur dadurch persönlich gar mancher Psychotelepath geworden ist
Zu verunstaltet sind die Gestalten die in die Gänge kommen dort
ist ein Mund langgezogen da ist ein Ohr abgegessen wo all die
Ausgeschlafenen ruhen da sind ihre wochenalten Reste der Hand
entglitten es sind alle da geblieben bis zum Schluß und allesamt
komplett auf Essig und Arsen so grausig geht es vielen mit vielem
Unmögliche Fratzen schneiden war das Thema des Tages
30/09/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 387
Sie hatten sich alle schön im Jetzt und Finsteren verschanzt
der Egorzist und der Idiopath das Verfallsdatum zu verfolgen
verflogen spielte das herbe Pfund Gemetzel und findet immer
noch Neues im Staub geistiger Eintönigkeit dort zur Genüge
des ewig zahnenden Kleinkinds das wolfsähnlich gereizt wie
ein übermüdetes Sex-Symbol an politischer Schönheit leidet
Jeder nahm ein Mündchen voller Ätzoismus und versuchts mal
süß so süß kriegt jeder sein Tütchen mikroskopischer Größe
sonst spricht keiner mehr von guter Laune in Schwammelien
muß wohl an geheimen Zutaten liegen und an der Zubereitung
oder am Ort im Küchenexpress zum Illusionsgefahr erzeugen
Man reist also von Leib zu Ort angesichts von Sonnenstrahlen
um sich vom Platz was bitten zu lassen und so wieder zurück
in die Verbannung und in die Grotten gleich innen um die Ecke
doch bitte im Verlauf und vor dem Tauchen lausen lassen oder
für den Roboter eine schöne Parabel in der Lederhose abheften
denn es gibt schon ein Ende ohne Sinn ohne Wände im Polem
Es brüllen die trunkenen Massen "Panem et Circenses!"
Da gibts nichts zu bereuen da konnte man zusehen!
Der vorletzte Vers prophezeit das nahende Ende!
Sie hatten sich systematisch im Finsteren verschanzt
und sicherlich nicht ungestört das Fahrrad geklaut
Ich verstehe es aber auch nicht!
02/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 388
Phantastisch diese inneren Uhren man braucht selten einen Wecker
Ein wundervolles akustisches Beispiel für chronische Zeitlosigkeit
es steckt zwar Überraschendes darin paradox ist das aber nicht
Das Gedächtnis ist oftmals der beste von allen akribischen Malern
cool überbelichtet packt es dich wie ein eisesweißes Blatt Papier
dir diesbezüglich einen grundmiserablen Hirnbeweis mithin zu geben
Du kannst in dieser Hirnsicht zwar anderer Meinung sein und ein
Nebenrindenprodukt bestellen aber lauf nicht zu weit raus sonst
läufst du mit den Konvexeidechsen im Zirkel um die totale Wette
Da kriegst du sie zuhauf in die Roulette doch du mußt sie sintemal
in Butter schwenken dann kannst du es vermutlich falscher angehn
aber schön locker bleiben du weißt ja es ginge dir besser lalateral
es ist ein Gleiten wie auf Schienen wovon das Kleinhirn anwächst
Nie sah er waagerechter Wolken der unterbedachte Schattenmann
daselbst im Urschnaps badend wie im Unzuverlässigen liegend
dem Photo nach zu sagen bereits über Jahrtausende hirnweg
Und darüber thront Schrödingers beleidigte Katze mit ihrem Schild
worauf nichts geschrieben steht als Freiheit für all ihre Synapsen
du mußt das Röntgenbild rundum nicht extra noch erwähnen!
Paratnoid du !diot und dann paradito!
So wie es ist eins auszuwischen
So nämlich isses lé!
04/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 389
Sei klug und kauf mal was für dich auf eigene Gefahr
erst in den Rucksack dann in einer anderen Tasche
je eßbarer der Vorwurf desto mehr weißt du wie es ist
wenn dir mal so richtig die Zunge rausgehangen hat
Ebener Himmel auf den Knopfdruck fühlte sich betreten
das mächtige Rauschen der Pappeln und Wildgänse
instinktiv machten sie im Regen jederzeit alles richtig
weil sie dystopische Szenen willkürlich irrezitierten
Dabei gehn bloß alle mit in die faunatischen Breschen
dort läßt sichs angenehmer mit Esprit und abtauchen
dafür verantwortlich ist niemals dieser fabelhafte Aesop
oder seine Blut erfrischende verkehrte neue Identität
Dampfend weicht das Leben aus in der Kaffeetasse
auf dem Dach hier oben kann ich das gut verstehen
Glücklicher konnte Napoleon sich in sich verschätzen
Oder doch? Nicht auch den ganzen Tag am Stöbern
Nach Befragung der Leute gibt es zudem ein Leben
das sich vornehm auch in unseren Rücken abspielt
von wegen etwas monophren in der Wahrnehmung
abseitig ist etwas Ziemliches ins Schiff umgelaufen
Das Bild einer Rose stürzt in die klaffe Schlucht hinab
bloß nicht dagegen angehen allerhöchstens abgarstig
Du weißt nie was einen Menschen zur Einsicht bewegt
Man müßte da allerdings schon sehr nah herangehen
05/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 390
Man vermißte sie schon als sie das Schindluder Uhu
belachte in der Verkleidung eines unheimlichen Freaks
der zweifellos eine perfekt komplexe Wesensveränderung
durch Laubtreterei ins subtil Diabolische durchmachte
um die Abkehr vom systematisch abstrakten Sargralen
der eulenbarschigen Zählweisen im Abfluss zu verfeuern
und dabei auch noch die Schlagzeilen zu dirigieren wagte
damit die vorwitzigen Einwiesel und der anders gefertigte
Mitwirkende der unterwegs mit Sirius A zur Bank und B
fast einen Hybriden in Persona im Rock angetroffen hätte
der einiger Anwohner ihre Neigung hätte austoben können
nachgerade einen masochistischen Straffanzug zu tragen
da es nur natürlich ist wie in der Ausstrahlung zu lesen ist
wenn die Haare dem Spukschlauch in Minuten vergraulten
sodaß der Automat entsprechend groß seine Primelektion
aus hermetischem Stahl beinahe als Zugpakt geschmiedet
den zu knacken wie es dann hieß als Fundament fest steht
und anstelle das enervierende Kittchen aus Bad und Küche
zu entfernen hineinfuhr in den prickelnden Sud aus reichlich
Emzembergold das er so legeintim wie das Lithophon melkt
bis er einen Ring erobert den er später dann in Bares münzt
An dieser Stelle beginne ich zu denken!
Gut daß ihr mich daran erinnert!
05/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 391
Schön ist dieses Wiegen der Sonne das Füllen
der Zwischenräume zwischen Zwischenräumen
In meiner Schublade hab ich den verrauchten Zettel
auch noch so nen alten der immer leidet unter dem
schrecklichen Zwang ins linke Ohr gesteckt zu werden
weil Luna will es wissen wie man in der Zeitung liest
in der ist es bereits hell dort auf der erdigen Straße
Da reist der Sternendeuter Liebling durch den Kanon
Wechselstrom und kann sich leider nicht erinnern wie
so sich der Igel entrollte sah er den Preis in der Pose
und ward denn zum Igel und möcht unter Menschen
nicht sein der Rachenberenner aus Schierlingsweiß
bringt also nichts mehr als nur Leiden und Schmerz
Ebenfalls ist mir aufgefallen daß einer kommt dessen
dunkeles gruftiges Lachen soeben bezweckte daß ich
mir das stets aufmerksam rechte Auge nachher selber
halb zugewandt hab um unter uns gesagt alles da klarer
zu machen deshalb die Plastikkirschen und der Muskat
im tieferen Teller und sie sind gut wie ihr sehen könnt
Ein detaillierteres Überbild im Zeichen der Hellseherin
von pfiffiger Süße die sich ebenfalls im Bus mitbefand
es betont die Flüchtigkeit der Säuren absaftiger Äpfel
Ich geh mal hinaus aufen Guckaus balkonen
denn hier kommt es prisch aus der Fresse
06/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 392
Aus meinem Stammbuch
Also doch! Nicht wahr!?
Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle
auf der Reise hab ichs mir doch gleich gedacht
der Januar müsse leer sein und brandhohl
Einsatz zur Eröffnung der Heizperiode
Zunächst hielten wir uns denn wir waren Personen
Senf mit Zimt und Zunder zum sich warm halten
Oder wie früher mag man den ganzen Morgen
der sackte zurück und man stellte es fest
Dachte mir der Mann auf dem Dach sei es
daß der für gewöhnlich ruckte
dieser befand sich nebst anderen
ob ich will oder nicht
Wenn das Leben wie ein Tornister
dann muß man in den Ebenen unten bleiben
aber gerade deshalb ist er ja umgefallen
ich hoffe ich bin dann weit weg
Auf beschreiben vom Vorgang des Vorgangs
hinter dem Vorhang des Vorhangs mit der Schecken
schickte ich ihnen im Anhang ihre abgesagten Termine
in der Hoffnung sind sie wohl angekommen
Dann ist ja alles völlig vorzüglich geworden
so ein direktes Gespräch tut angehn
für die Beziehungen die man sich aufbaut
von der Mitte her zu verdichten
diplomatische Antworten entschärften den Diskurs
Dystopische Szene
daran einiges an Niesreiz haftet
ist ja auch kein Pappenstiel
Ich habe es mal ausprobiert und mit meinen
Bettbezug nehmend übers Ende stülpen
mich um ein paar ihrer Scheiben
frisch von der Quelle
mit der Summer
ebenfalls gerne herein begleiten
Oh Horror, oh Grauen, so schneit mir die Lake
Ich bin nicht daher, denke ich!
Haha; das möchte ich doch gerne erstens sehen
zweitens wäre es höflicher
daß wir nach vorne gehen
Echt das genügte!
Alle meine Dokumente für den Aufenthalt
und ein Päckchen
nabelten das Teil
und schon war ich ab
Und so wurde mir von der Geschichte Flaum
um die wichtigen Fingerwickel verringert
konnte sogar etwas schlafen
Ich schmeiß mich weg, eines Tages!
Na denn mal an die Arbeit jetzt!
Ich denke nicht und daher bin ich dran!
Nun ists an mir die Sprache zu verliern!
08/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 393
Nicht der Toten wollen wir gedenken, sondern derjenigen,
die einst den Weg der Erscheinungen gelebt hatten.
Das Fantom von Camelot versprüht ein wohliges Gefühl,
wirft einen schlieren Bumerang; das lenkt sie alle ab;
verliert sich hinters Licht geführt im Schatten.
Ein Levitat zur Tat, unmöglich!
Wovon denn überzeugt sein müssen?
Liebe? Freiheit? Essentiell bezahlbare Illusion?
Ein scheues Regenbögchen mit goldverbrämten Spitzen,
entsetzlich verdorben wie die Welt am anderen Ende.
Das muß kein ziemlich abgefahrenes Szenario sein.
Das Leben verknoten ist im Nebel verboten!
Nun laß doch mal einfach diese klitschigen Es beiseite!
Sonst wirst du noch zu einem monophilen Monosophen
mit Orangenhaut und wie Rialto wenn sie wild wird wilde,
mit einem Bla zwischen deinen knischenden Zähnen.
Wer aber schleppt dich dann noch vor den Kadi?
Salopp gesagt, Lappalien verändern mehr die Welt.
Berge. Touristenattraktionen könnte man draus machen.
Heißt es denn nicht: "Und die Geiß schwebte übers Wassereis!"
Das Zicklein des Autors ist durch nichts zu unterscheiden
und oftmals nahm er dafür schon den Handlungsstrick.
O du, zum Glück gibt es die Farben, zum Glück Technicolor.
Verlauf dich nicht beim Pfannkuchensammeln äh pflücken,
wie ein lebendiges Orakel beim Sich-Herum-Wundern!
Schon besser, vor allem die abgehackten Pharoasen.
10/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 394
Der Pelikan der Pelikan
sitzt in der Sonne wenn er kann
das kommt für mich hier nicht in Frage
nicht weil ichs will nur weil ichs sage
viel lieber geh ich baden in die Wellen
die berüchtigt flotten Schnellen
die Schellen am großen Wortfluß
und die armen Poeten vom Fundus
möchten niemals so sein wie du
Ich schwindele ja nie
oder höchst selten nur ab und zu
zugegeben (es geht nicht ohne) Ironie
und was man nicht glaubt
ich treibe Versprechen
Schlauchbootverleih und ähnliche Verbrechen
verleihe Schlauchboote und auch
sinnenverwirrend magischen Rauch
Essenzen zum Sonderpreis
und permanent dreht sich im Kreis
der Pelikan der arme Pelikan
11/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 395
Deine Haltung zum Dasein
negativ
Deine Gedanken und Worte
negativ
Deine Mimik deine Gesten
negativ
Deine Einstellung insgesamt
negativ viel zu negativ
Dein mahnender Finger
äußerst negativ
Deine Umgebung färbt sich
negativ
Wahrnehmung
negativ
Dein Geschmack in allen Dingen
negativ
Deine Gewohnheiten sind zudem
negativ
Die Atmosphäre die du schaffst
ist negativ
Der Glanz den du versprühst
ist stumpf und negativ
Die Hektik die du ausstrahlst
negativ
Der Lärm den du hier machst ist
schrecklich negativ
Der Eindruck den du hinterläßt
ist ziemlich negativ
Was du bewirkst ist einzig und allein
nur negativ
Dein HIV-Test auch noch
negativ
11/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 396
Nicht alles funktioniert nach mathematischen Prinzipien!
Würde Graffiti etwas ändern oder diese bronzenen Plaketten,
es wäre zu begrüßen, wie das starke High-Noon im Jetzt-Hotel
oder selbst für einen Stör, der mit nur ganz leichtem Mäkeln
in der Erinnerung liegt bis man endgültig daran verhungert ist,
es ist ebenso ergreifend und lebendig wie die "Schwarze Milch".
Bedauernswerter, mit Ypsilonie gepeinigter Animalismus,
hadisch im Gemüt von soviel Sensenkram und zählst
nicht mehr, als der Part der in der Brieftasche wo sowas
den Proportionen nach bemessen zyklisch draufsteht.
Die biologische Uhr verdrehte dir Innen und Außen ab.
Dort ist Philosophie nicht weit mit der Frage, wie es so üblich
ist und ob das denn einen Sinn macht, mal ein Haar zu spalten.
Alsda wären die Kranken rein körperliche Nebenerscheinungen,
die Schnauze voller Pillen gehören sie zu den geborenen Futuristen.
Siehe mein Fraktat über gebrochene Knochen von Suizidalen,
aufgeschlitzte Bäuche, das Grau darinnen wird größtenteils
aus der Perspektive des Ich-Erzählers exponentiell erlebt,
auch progressiv, die Summe der Blutspuren des Grauens.
Ich kann gleichzeitig nicht denken, während ich esse!
Jaja, die Tücken der zerebralen Technik, nicht zu ertragen.
Im Herbste die Blumen auf der Startbahn zum Frieden.
Jaja, vorsicht Fallen! Wiewohl die Parallelen zum Mond.
Gut, dann viel Erfolg beim Berechnen!
11/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 397
Türme im Blindflug entmauert
Prismatische Verschiebungen des Himmels
Prismatische Verschiebungen von Wolken
Ein Bild sagt mehr als tausend mal tausend Worte
auf daß es lustig wird auf der Brücke zum Aberwitz
Na dann laßt euch den Artikel des Hades gefallen der
tritonometrisch pyramidesk und brillant alles vertan hat weil
er für den wahren Prometheus gesehen werden möchte
Ein paar Weberinnen die fleißigen Knotendreherinnen
webten für ihn ein korrekt gesprengtes Felsenkleid
einen verblüffend arroganten vorhöllischen Fimmel
er brauchte die Sachen um mit den Lichtern zu ringen
Aber bitte nicht daran festketten denn sie können mehr
es sind gewiß die Fäden und Weben der Zeitlosigkeit
Inspirierend zudem sind die handscheuen Gegensätze
die sie im Duell der Kontraste als Liebe gebrauchen
Jede geschlagene Stunde hat doch etwas Beruhigendes
Spannend ist das nicht direkt aber mich erschreckt
das alberne Versilbern von diffus gewirktem Lametta
Ob sich ein Blitz entscheiden kann
in wen er denn einschlägt?
12/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 398
Nachts wenn es stürmisch an den Fenstern rüttelt
ist das Kitten gegen Fensterscheiben unerlaubt
die Kater starren gebannt auf die Katze im Sack
die hat sich vor panischer Angst nur geschüttelt
Niemals wäre Herkules in ein Rondell gegangen
zu der Herde krummbeiniger Elfenfantanten
um die Venus im Laube nett anzuschnauzen
da sie grunzten allesamt vor gestautem Verlangen
Die krachten gar in ihrer rührenden Verwirrtheit
aus dem Stocken der herdenliebenden Wolken
durch einen gelungenen Abend werden sie jagen
und das nur getrieben mit den dürresten Stöcken
Deshalb gibt es doch die feinsten Nasenspitzchen
und das Liebäugeln der hundsgemeinen Hunde
wenn sie ein Reh verschlingen oder ein Kitzchen
vielleicht werden die Wölfe sogar mit den Katzen und
Kätzchen und Frauen am Ende mit Kindern gefüttert
Wer frißt also wen um sich dadurch natürlich
innerlich zu verdoppeln äußerlich zu vermehren
nachts wenn es stürmisch an den Fenstern rüttelt
12/10/2016 P.S.

Poèmes à la carte ~ Kaleidoskop der ominösen Spiegel - 399
Melodien und Rhythmen bilden Träume und Bilder
Gedanken aus denen wiederum Worte hervorgehen
Worte die sich zu Reimen und Melodien wieder fügen
Wie Literatur und Musik sich gegenseitig durchdringen
so bilden sie eine Symbiose die sich immer wieder neu
von selbst belebt denn ohne das andere kann das eine
nicht sein durch Resonanz erst wirken die Gesänge rein
Auf Druck der Allgemeinheit legt sich die Zerrissenheit
der Wolken als ob die Vögel auf Regenbögen spazieren
gehen beim Tanz über die Kugel aus dem Schlaf gerissen
dreht sich der Himmel über unseren Köpfen in einem weit
sanfteren Schwung um auf dem Absatz kehrt zu machen
Die Melodien der Worte und die Rhythmen der Reime bilden
feine Tongestalten und Klangkörper voller Bilder und Träume
Wie wichtig ist es doch dies immer wieder zu bedenken
Auf dem Gipfel der Freiheit entsteht ein zeitloses Haus
das schon im Fluge der Apollo diskutiert wurde und dann dann
regnete es was und in die Schneise steigt der erdennahe Mond
da steht man nicht mehr so rigoros und alleine im Dunkeln
Und zersplittert ist alles und es löst sich nun auf
das skurrile Kaleidoskop der ominösen Spiegel.
13/10/2016 P.S.